Wettquoten für den EM-Sieger: Was die Zahlen in der Schweiz wirklich bedeuten

Updated Oktober 2026
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Eine Europameisterschaft findet 2026 nicht statt. Die letzte EM-Endrunde wurde im Sommer 2024 in Deutschland ausgetragen; die nächste beginnt am 9. Juni 2028 in Cardiff und endet am 9. Juli 2028 im Wembley-Stadion in London. Wer in der Schweiz heute nach Wettquoten für einen EM-Sieger sucht, tippt also auf ein Ereignis, das noch zwei Jahre entfernt ist – und zwar nur bei den beiden Veranstaltern, denen das die interkantonale Vereinbarung überhaupt erlaubt. Wer das Turnier mit Quotenkatalogen aus dem Ausland vergleicht, vergleicht Zahlen, die hier gar nicht angenommen werden dürfen.

Ein Paar Fussballschuhe steht auf einer Holzbank in einer leeren Umkleide, über der Bank hängt ein Handtuch.
Im EM-Finale 2024 am 14. Juli 2024 im Olympiastadion Berlin besiegte Spanien England mit 2:1 und gewann seinen vierten EM-Titel.

Stand: Oktober 18, 2026 – geprüft gegen die Gespa-Liste zugelassener Sportwetten sowie gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport.

Wie Siegerquoten entstehen – und was die Marge darin macht

Eine Siegerquote auf den EM-Gewinner sieht aus wie eine Prognose in Prozent, ist aber zuerst eine Preisgestaltung. Der Veranstalter bewertet jedes mögliche Endresultat – Spanien hebt den Pokal, England, Frankreich, Deutschland – mit einer Zahl, und das Produkt aller Kehrwerte dieser Zahlen ergibt die Auszahlungsquote des Marktes. Was übrig bleibt, ist die Marge: das, was der Veranstalter von jedem Franken Einsatz einbehält, egal welche Mannschaft am Ende gewinnt.

Ein Tennisplatz aus Sand liegt im Morgengrauen still da, Nebel hängt über der Grundlinie und dem aufgespannten Netz.
Die Fussball-Europameisterschaft 2028 findet mit 24 Nationen statt; Eröffnungsspiel ist am 9. Juni 2028 in Cardiff, das Finale am 9. Juli 2028 im Wembley-Stadion in London.

Nehmen wir einen einfachen Zwei-Wege-Markt als Beispiel – etwa «Spanien gewinnt die EM» gegen «Spanien gewinnt die EM nicht» – mit hypothetischen Quoten von 1.90 zu 1.90. Die Auszahlungsquote wäre 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1 ÷ (0.5263 + 0.5263) = 1 ÷ 1.0526 = 0.95, also 95 %. Die Marge dieses Marktes läge bei 5 % – fünf Rappen von jedem Franken, die der Veranstalter vorab einbehält. Bei einem Turnier-Siegermarkt mit Dutzenden Ausgängen sehen die Zahlen weniger glatt aus, weil die Veranstalter die Quoten staffeln: klare Favoriten tiefer, Ausenseiter höher, exakte Wahrscheinlichkeiten so gut es geht nachgebildet, der eigene Anteil aber immer mit drin. Eine Auszahlungsquote von etwa 80 bis 90 % ist für einen Siegermarkt mit breitem Feld üblich, der Rest ist Marge.

In diesem Rest steckt der entscheidende Punkt für jeden, der auf den Sieger wetten will: Die Quote spiegelt nicht die echte Wahrscheinlichkeit wider, sondern die des Veranstalters. Nur am Konkurrenzkampf mehrerer Quotengeber liesse sich ablesen, wie nahe eine einzelne Zahl an einer fairen Bewertung liegt. In der Schweiz fehlt dieser Wettbewerb: Es gibt genau zwei zugelassene Veranstalter, und die machen untereinander keine Siegerquoten aus – sie veröffentlichen ihre. Wer die Quote zu hoch findet, bekommt keine zweite angeboten.

Die Rechtslage in der Schweiz: Warum nur zwei Anbieter infrage kommen

Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51, in Kraft seit dem 1. Januar 2019). Die Bewilligung vergibt die Gespa, die interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern – nicht die ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel, und sie gilt nach Art. 4 BGS nur in der Schweiz. Ausländische Lizenzen – aus Curaçao, Malta, Deutschland oder anderswo – haben hier keine Wirkung.

Ein Smartphone liegt mit der Rückseite nach oben auf einem Kaffeehaustisch neben einer Tasse und einem Löffel.
Bei der Fussball-Europameisterschaft 2024 erzielten sechs Spieler je drei Tore: Cody Gakpo, Harry Kane, Georges Mikautadze, Jamal Musiala, Dani Olmo und Ivan Schranz.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip, und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Swisslos bedient das deutschsprachige Gebiet, nämlich die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande bedient die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer in einem dieser Kantone wohnt, kann bei «seinem» Veranstalter ein Online-Konto eröffnen; einwohner anderer Kantone sind ausgeschlossen.

Was gewettet werden darf, steht nicht in der Werbung, sondern in der Liste der Gespa: Sie führt die zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen abschliessend auf, in der Version vom 10. September 2026. Was nicht auf der Liste steht, darf nicht angeboten werden – Eckball-Märkte, Karten-Märkte und Esports fehlen in der aktuellen Liste etwa. Turniersiegerwetten sind enthalten, ebenso Gruppensieger und Torschützen. Qualifikationsspiele dürfen nur dann angeboten werden, wenn die Qualifikationsphase selbst auf der Liste steht; Frauen-Wettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind; Rangierungswetten nur, wenn die Rangierung den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet.

Werbung für nicht in der Schweiz bewilligte Glücksspiele ist verboten – Art. 74 Abs. 3 BGS –, und eine Zuwiderhandlung kann mit einer Busse bis zu CHF 500’000 geahndet werden (Art. 131 BGS). Werbung für zugelassene Spiele darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Gratiswetten oder Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa; im Jahr 2025 hat sie 24 solchen Bewilligungen für die Loterie Romande und 8 für Swisslos erteilt.

Die Konsequenz für die Suche nach Wettquoten: Alles, was auf Schweizer Werbeplätzen, in sozialen Medien oder über Suchmaschinen als «Beste EM-Wettquoten 2026» angepriesen wird und nicht von Sporttip oder Jouez Sport stammt, ist ausländisches Angebot – ohne Schweizer Bewilligung, ohne Verbindung zum Schweizer Ausschlussregister, ohne Schweizer Rekurs. Solche Anbieter können auf der Gespa-Sperrliste landen, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren; die erste Liste erschien am 3. September 2019 und enthielt Ende 2025 671 Domains. Geblockte Domains tauchen unter neuen Adressen wieder auf, die Gespa nennt dieses Vorgehen Domain-Hopping.

Verlustlimiten, Sperre und Spielerschutz

Wer bei Sporttip oder Jouez Sport mitmachen will, setzt vor dem ersten Einsatz seine eigenen Verlustlimiten – täglich, wöchentlich und monatlich – und zwar selbst. Bei Sporttip liegt die Obergrenze bei CHF 9’999 für volljährige Spielende; unter 21 Jahren gilt eine harte Limite von CHF 1’000. Eine Senkung der gesetzten Limite tritt sofort in Kraft, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – Swisslos und Loterie Romande wenden die 72-Stunden-Frist freiwillig an, obwohl das Gesetz nur 24 Stunden verlangt.

Zusätzlich kann bei Sporttip eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage gesetzt werden. Sportwetten sind in der Schweiz erst ab 18 Jahren erlaubt (Gespa), Minderjährige werden online nicht zugelassen. Pro Person ist nur ein Konto erlaubt, die Identität wird beim Hochladen des Ausweises gegen Adressdatenbanken geprüft. Wer gesperrt ist oder minderjährig, hat keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS).

Die Spielsperre ist das schärfere Instrument: Bei Swisslos kann der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst gesperrt werden, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), unter Einbezug einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Eine selbstgewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS).

Wichtig fürs Verständnis: Die Schweiz kennt – anders als einige Nachbarländer – keinen gesetzlich fixierten Einsatzhöchstbetrag. Was an Limite gilt, wird zwischen dem Spielenden und dem Veranstalter vereinbart. Der Veranstalter muss nach Art. 87 VGS überhaupt einen Höchstwert für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen – wie hoch, sagt das Gesetz nicht.

Zahlung, Auszahlung und Geschwindigkeit

Gewinne und Kontostände werden nur auf ein Zahlungskonto überwiesen, das auf den Namen des Kontoinhabers lautet (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Markt nicht, ebenso wenig Auszahlungen in Kryptowährungen. Eine Kreditierung an Spielende – das Finanzieren eines Einsatzes durch den Veranstalter – ist untersagt (Art. 75 Abs. 1 BGS). Konkret heisst das: Wer bei Sporttip gewinnt, bekommt den Betrag auf sein Schweizer Bank- oder Postkonto – in Franken, nicht in Euro, und nur auf das eigene Konto.

Die Geschwindigkeit der Auszahlung hängt nicht vom Veranstalter allein ab, sondern auch vom gewählten Zahlungsweg. Bei Sporttip liegen Auszahlungen auf das hinterlegte Bankkonto in der Regel innerhalb weniger Werktage; tagesaktuelle Angaben stehen im Kontobereich nach dem Login. Welche konkreten Zahlungsmarken ein Veranstalter akzeptiert – Twint, PostFinance, Visa, Mastercard – gehört zu seinen eigenen Bedingungen und ist dort zu prüfen. Eine Sperre von Zahlungen an nicht bewilligte Anbieter durch Banken oder Kartenorganisationen gibt es in der Schweiz nicht – wer auf einer ausländischen Seite einzahlt, tut das ausserhalb des Schweizer Vollzugs.

Wer wird Europameister – und warum die Quote kein Versprechen ist

Wer nach Form, Kader und Auslosung eine Einschätzung sucht, profitiert davon, dass das Turnier in zwei klaren Schritten stattfindet: erst die Qualifikation in zwölf Gruppen mit vier oder fünf Teams, dann die Endrunde mit 24 Mannschaften in sechs Vierergruppen und einer K.-o.-Phase. Die zwölf Gruppensieger und die acht besten Gruppenzweiten der Qualifikation qualifizieren sich direkt; die Auslosung der EM 2028 ist am 6. Dezember 2026 in Belfast. Wer die Qualifikation verfolgt, sieht früh, welche Teams sich in Form spielen und welche nicht – aber bis zur Auslosung im Dezember 2026 sind die meisten Quoten Hypothesen.

Das Problem jeder Prognose: Auch der klare Favorit ist nie sicher. Die letzte EM 2024 zeigt das in beide Richtungen. Rekordsieger ist Spanien mit vier Titeln, Deutschland gewann die EM dreimal (1972, 1980, 1996). Im Finale am 14. Juli 2024 im Olympiastadion Berlin besiegte Spanien England mit 2:1 und holte seinen vierten Titel – als Mitfavorit, nicht als Wettmarkt-Liebling. Sechs Spieler erzielten je drei Tore: Cody Gakpo, Harry Kane, Georges Mikautadze, Jamal Musiala, Dani Olmo und Ivan Schranz; Cristiano Ronaldo hält mit 14 Toren den Rekord als Torschütze der EM-Geschichte. Die Zuschauerzahl der Endrunde 2024 lag insgesamt bei 2’681’288.

Wer eine Siegerwette platziert, hält seinen Einsatz lange gebunden – vom Moment der Platzierung bis zum Endspiel am 9. Juli 2028 sind es über zwei Jahre. Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und es besteht keine Garantie, dass der Veranstalter den Markt jederzeit offen hält. Bei Langzeitwetten ist die Cash-Out-Verfügbarkeit besonders eingeschränkt – wer vorzeitig aussteigen will, muss damit rechnen, dass der Veranstalter genau diesen Markt vorübergehend schliesst.

Die Wettmärkte rund um die Siegerwette

Eine Siegerwette ist nicht der einzige Weg, ein Turnier vorauszusagen. Bei Sporttip und Jouez Sport stehen daneben Gruppensieger-Märkte und Torschützenmärkte. Eine Gruppensieger-Wette wird früher entschieden – nach drei Gruppenspielen ist Schluss, der Einsatz wird schneller frei. Eine Torschützenwette auf einen einzelnen Spieler über das gesamte Turnier ist noch riskanter: Verletzungen, Sperren, Kadernominierungen – schon eine Nichtberücksichtigung im Kader kann die Wette vor dem ersten Pfiff entscheiden.

Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert; nimmt Swisslos irrtümlich eine Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Das gilt für die Frage, ob «Spanien gewinnt die EM» und «Spanien gewinnt das Halbfinale» unabhängig oder abhängig sind – bei einem Turnier ist die zweite Aussage eine logische Folge der ersten, also nicht kombinierbar.

Kombiboost und Quotenboosts bei Sporttip sind Werkzeuge, die nur online funktionieren: Der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Einzelquote je mindestens 1.50 und stockt den Nettogewinn um 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen auf; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Der Quotenboost gilt nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; ein Profitboost erhöht den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; beide sind pro Spielendem nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer den Boost nutzt, sollte die Limite im Kleingedruckten suchen, bevor er den Wettschein abschickt.

Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird – was zählt, ist der Zeitpunkt der Platzierung. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00; in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Für eine Siegerwette auf das gesamte Turnier ist das insofern relevant, als Cash-Out auf einer laufenden Langzeitwette nur funktioniert, solange der Markt offen ist – und der Veranstalter kann ihn genau dann schliessen, wenn sich das Bild eben dreht.

Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn (oder im Rahmen eines Turniers) nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Bei einem ganzen Turnier, das um ein Jahr verschoben würde, hiesse das für eine EM-Siegerwette: theoretisch Rückzahlung, in der Praxis hat eine solche Verschiebung in der EM-Geschichte bisher nicht stattgefunden.

Die beiden Schweizer Veranstalter im Vergleich

Wer in der Schweiz auf den EM-Sieger wetten will, hat genau zwei Anlaufstellen. Beide arbeiten unter dem Geldspielgesetz und der Aufsicht der Gespa; beide bedienen ihre eigenen Kantone; beide bieten Siegerquoten an, aber zu unterschiedlichen Konditionen.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter und Produkt
Swisslos Sporttip Bewilligung als Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Produkt Sporttip
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung als Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht Gespa) Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Lausanne; Produkt Jouez Sport

Die Tabelle zeigt die Grundeinteilung: zwei Bewilligungen, zwei Veranstalter, zwei Produktnamen. Wer im Kanton Zürich wohnt, geht zu Swisslos; wer in Genf wohnt, geht zur Loterie Romande. Es gibt keine dritte legale Adresse. Werbung, die mit Schweizer Wettquoten wirbt und einen anderen Absender nennt, bewirbt ein Angebot, das hier nicht angenommen werden darf.

Einsatzlimiten, die wirklich zählen

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz CHF 1 pro Einzel- oder Kombinationswette; der Höchsteinsatz pro Einzel- oder Kombinationswette liegt bei CHF 1’000, bei Systemwetten bei CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Bei Jouez Sport liegt der Mindesteinsatz online bei CHF 2, in Verkaufsstellen bei CHF 3, für Multiples ebenfalls bei CHF 2; der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten beträgt CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette ist auf CHF 300’000 begrenzt, für alle Gewinne eines Multiples zusammen auf CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.

In Franken macht das einen Unterschied: Wer einen grösseren Betrag auf eine einzige Siegerwette setzen will, stösst bei Sporttip früher an die Limite (CHF 1’000 pro Einzelwette) als bei einer Kombiwette gleichen Umfangs – die Kombiwette kann 10 Voraussagen umfassen, ist dann aber keine reine Siegerwette mehr. Bei Jouez Sport ist die Limite mit CHF 500 pro Einzel- oder Kombiwette enger, dafür ist das Multiple mit bis zu CHF 7’500 Gesamteinsatz die Alternative für höhere Beträge.

Wie der Gewinn gerechnet wird

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote. Bei Kombinationen ist die Gesamtquote das Produkt der Einzelquoten; das Ergebnis wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Beispiel: Eine Einzelwette von CHF 10 auf Quote 6.00 ergibt CHF 60 (10 × 6.00), der Nettogewinn liegt bei CHF 50 (10 × (6.00 − 1)). Eine Kombiwette mit drei Voraussagen zu Quoten 2.50, 3.00 und 1.80 hat die Gesamtquote 13.50; bei einem Einsatz von CHF 5 wäre der Bruttogewinn CHF 67.50, der Nettogewinn CHF 62.50.

Bei Jouez Sport gilt dieselbe Rechnung: Einsatz mal Quote beziehungsweise mal Gesamtquote der Kombination. Wer den höchstzulässigen Gewinn ausreizt, muss die Quote im Auge behalten: Bei einer Einzelwette mit Höchsteinsatz CHF 500 und einer Höchstquote von 100’000 wäre der Bruttogewinn CHF 50’000’000 – und das übersteigt die Limite von CHF 300’000. Der Veranstalter würde in diesem Fall nicht die Quote kappen, sondern die Wette als über der Limite stehend ablehnen oder den Gewinn auf den zulässigen Höchstbetrag reduzieren.

Wo eine Bewertung über die Tabelle hinaus nötig ist

Die Tabelle weist beide Anbieter als bewilligt aus; sie macht aber keine Aussage zur Quote selbst, weil Wettquoten tagesaktuell sind und je nach Marktlage und Veranstalter variieren. Wer die Höhe der Siegerquote wissen will, muss sie im aktuellen Wettprogramm von Sporttip beziehungsweise Jouez Sport prüfen – nicht in einem Archiv, nicht in einem Werbeversprechen. Die Marge ist eine andere Frage: Die Spanne, in der sich Auszahlungsquote und Marge bewegen, hängt vom Markt und vom Zeitpunkt ab, nicht vom Anbieter allein.

Eine Reihe ausländischer Anbieter: Rollbit, Bruce Bet, BetLabel, Betscore, Betovo, ZotaBet, N1 Bet und AmunRa. Sie alle haben in der Schweiz keine Bewilligung und dürfen keine Sportwetten annehmen. Wer dort ein Konto eröffnet, tut das ausserhalb der Schweizer Aufsicht; eine Sperre in der Schweiz gilt dort nicht, eine Auszahlungsregel dort ist nicht durch Schweizer Recht geschützt.

Die Liste dieser Anbieter ist lang. Was alle gemeinsam haben: Sie sind auf einer DNS-Sperrliste der Gespa möglich, ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Rechtsweg und ohne Schutz für den Spielenden. Bei einer Plattform mit Lizenz in Curaçao oder Malta kann die Lizenz dort gültig sein – in der Schweiz hat sie keine Wirkung (Art. 4 BGS). Das Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist ein Vergehen, im gewerbsmässigen Fall mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren (Art. 130 BGS). Wer spielt, wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Für den Spielenden heisst das: Gewinne aus Offshore gibt es, aber keine Garantie, dass sie ankommen – und falls sie ankommen, sind sie nach kantonaler Praxis (der Kanton Thurgau etwa behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als steuerbares Einkommen) anders zu versteuern als Gewinne aus bewilligten Schweizer Veranstaltern.

Die Verlockung der Offshore-Anbieter liegt im Bonus: höhere Quoten, grosszügigere Willkommenspakete, mehr Märkte. In der Schweiz sind diese Boni ohne vorherige Gespa-Bewilligung für Sporttip und Jouez Sport nicht zulässig; ein Gratisspielguthaben darf nur mit Zustimmung der Aufsicht ausgegeben werden (Art. 75 Abs. 2 BGS). Wer bei einem Offshore-Anbieter einen Bonus annimmt, akzeptiert dessen AGB – und deren Klauseln zur Auszahlung, zum Höchstgewinn, zur Umsetzung sind nicht durch Schweizer Recht geschützt.

Die offiziellen Veranstalter im Profil

Beide zugelassenen Veranstalter sind nachfolgend mit ihren wichtigsten Eigenschaften und einem Werturteil beschrieben. Beide arbeiten unter dem Geldspielgesetz und der Aufsicht der Gespa; sie sind die einzigen Adressen, an denen in der Schweiz eine EM-Siegerwette legal platziert werden kann.

Swisslos Sporttip

Swisslos – die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel – veranstaltet Sportwetten unter dem Namen Sporttip. Die Grundlage bildet die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020); die Aufsicht führt die Gespa. Das Vertragsgebiet umfasst die deutschsprachigen Kantone, den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.

Die Plattform deckt das gesamte Spektrum der Gespa-Liste ab – Fussball-Siegerwetten, Gruppensieger, Torschützen – und ergänzt sie um Schweizer Spezialmärkte wie Unihockey oder Eishockey. Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 pro Einzel- und Kombinationswette; Systemwetten bis CHF 10’000. Online-Anmeldung verlangt Wohnsitz im Vertragsgebiet und abgeschlossene Identitätsprüfung. Verlustlimiten sind vor dem ersten Einsatz für 1, 7 und 30 Tage zu setzen, mit Obergrenze CHF 9’999 (CHF 1’000 unter 21 Jahren); eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden.

Sporttip ist die einzige legale Adresse im deutschsprachigen Raum für eine EM-Siegerwette: Wer in Zürich, Bern, Luzern oder St. Gallen wohnt, kommt an diesem Veranstalter nicht vorbei. Das ist gleichzeitig Stärke und Einschränkung – Stärke, weil die Bewilligung, das Sperrregister und die Aufsicht greifen; Einschränkung, weil kein alternatives Angebot daneben liegt, an dem sich die Quote messen liesse. Für einen Lesenden, der sich auf die gesetzliche Schutzarchitektur verlassen will, ist Sporttip die richtige Wahl. Für einen, der eine zweite Quote sucht, endet die Suche hier – er muss sie bei der Loterie Romande nicht finden, weil er dort kein Konto eröffnen kann, wenn sein Kanton nicht zur Westschweiz gehört.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande – Société de la Loterie de la Suisse Romande – veranstaltet Sportwetten unter dem Namen Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Zentrale liegt in Lausanne, Avenue de Provence 14; das Unternehmen betreibt 2’350 Verkaufsstellen und beschäftigt 221 Mitarbeitende.

Im Online-Angebot liegt der Mindesteinsatz bei CHF 2, in Verkaufsstellen bei CHF 3 (für Multiples CHF 2); der Höchsteinsatz pro Einzel- oder Kombiwette ist CHF 500, der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen; die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss zwischen 1.10 und 100’000 liegen.

Im französischsprachigen Pendant zu Sporttip gilt Entsprechendes: Jouez Sport ist für Westschweizer Haushalte die einzige legale Adresse. Die Kombinationslogik und das Bonusinstrumentarium unterscheiden sich – der Höchstgewinn pro Multiple ist höher angesetzt als bei Sporttip, dafür ist die Einzelwetten-Limite enger. Wer zwischen Genf und Lausanne wohnt und eine Siegerwette platzieren will, landet bei Jouez Sport – und dieselbe Frage nach einer Gegenquote stellt sich nicht, weil das Gegenüber jenseits der Kantonsgrenze liegt.

Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Der gemeinsame Nenner dieser Anbieter ist die fehlende Schweizer Konformität – sie sind keine Alternative, sondern ein anderes Rechtsregime. Wer aus einer Werbeanzeige zu ihnen stösst, sollte wissen, dass die dort offerierte «gratis Wette» oder der «100 % Bonus» in der Schweiz nicht zulässig wäre; die Werbung dafür ist nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten und nach Art. 131 BGS mit einer Busse bis zu CHF 500’000 bedroht. Für Lesende, die einen Bonus mit der Wettquote vergleichen wollen: Der einzige Weg, eine Schweizer Wettquote legal zu nutzen, führt über Sporttip oder Jouez Sport. Wer auf einen anderen Anbieter ausweicht, vergleicht nicht zwei legale Angebote, sondern ein legales gegen ein nicht-zugelassenes.

Steuern, Freibetrag und der kantonale Unterschied

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen – die ESTV zählt Sportwetten ausdrücklich dazu – sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der bundesrechtliche Schwellenwert liegt seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (im Jahr 2025 noch CHF 1’070’400). Über dieser Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die bei der Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Weil die kantonalen Schwellenwerte anders liegen, gilt im konkreten Fall «je nach Kanton», nie eine einzelne kantonale Zahl.

Ein typischer Sportwetter liegt mit seinem Gewinn aus einer EM-Siegerwette um Grössenordnungen unter dem Freibetrag – eine Wette von CHF 50 mit Quote 6.00 ergibt CHF 300 Bruttogewinn, davon keine Einkommensteuer und keine Verrechnungssteuer. Gewinne aus ausländischen Anbietern fallen nicht unter die Schweizer Verrechnungssteuer; nach der Praxis des Kantons Thurgau etwa werden sie als steuerbares Einkommen behandelt, unabhängig von der Höhe.

Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht – niemand behält auf dem Wettschein einen «Taxe»-Betrag ein. Wer so etwas sieht, hat es mit dem ausländischen Anbieter zu tun, der in seiner Heimat eine Wettsteuer kennt; in der Schweiz ist das anders. Für die genaue Behandlung eines konkreten Gewinns empfiehlt sich eine Anfrage beim Steuerberater oder bei der kantonalen Steuerverwaltung.

Praktischer Ablauf: Vom Klick bis zur Auszahlung

Wer bei Sporttip oder Jouez Sport eine EM-Siegerwette platziert, durchläuft eine feste Reihenfolge. Zuerst die Registrierung: Schweizer Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Vertragsgebiet, volljährig, kein Eintrag im Sperrregister, ein Konto pro Person, Identitätsprüfung per Ausweis-Upload. Dann die Limiten: vor dem ersten Einsatz werden für 1, 7 und 30 Tage Verlustlimiten gesetzt, mit einer Obergrenze von CHF 9’999 (CHF 1’000 unter 21). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden.

Wer die Limiten gesetzt hat, kann die Wette platzieren: Wettprogramm öffnen, Kategorie Fussball, Turnier Europameisterschaft, Markt Sieger, Auswahl treffen, Einsatz eingeben, Wettschein abschicken. Bei einer Online-Wette wird der Einsatz sofort vom Spielkonto abgebucht; eine Annahmebestätigung folgt direkt. Wer den Wettschein im Nachhinein ändern will, kann das nicht – nur stornieren, wenn die Wette noch nicht angenommen ist.

Wer gewinnt, sieht den Brutto- und Nettogewinn im Kontobereich; die Auszahlung erfolgt auf das hinterlegte Bank- oder Postkonto, in Franken, auf den Namen des Kontoinhabers. Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet – eine Rundung, die bei vielen kleinen Wetten sichtbar wird, bei einer EM-Siegerwette um Grössenordnungen weniger ins Gewicht fällt. Bei Cash-Out gilt: vor Spielbeginn oder live, nur online, nur als vollständiges Cash-Out, nicht rückgängig zu machen, nicht für jeden Markt garantiert.

Häufige Fragen zur EM-Siegerwette

Wie werden Siegerquoten für die Europameisterschaft berechnet und was bedeutet die Marge darin?

Eine Siegerquote spiegelt die Einschätzung des Veranstalters für jedes mögliche Turnierresultat. Das Produkt der Kehrwerte aller angebotenen Quoten ergibt die Auszahlungsquote des Marktes; was unter 100 % bleibt, ist die Marge – das, was der Veranstalter von jedem Franken Einsatz vorab einbehält. Bei einer hypothetischen Zwei-Wege-Wette mit beiden Seiten zu Quote 1.90 läge die Auszahlungsquote bei rund 95 % und die Marge entsprechend bei 5 %.

Wann findet die nächste Europameisterschaft statt, und welche Ausgabe wurde zuletzt gespielt?

Die letzte EM-Endrunde fand vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 in Deutschland statt; Spanien besiegte im Finale am 14. Juli 2024 im Olympiastadion Berlin England mit 2:1 und gewann seinen vierten Titel. Die nächste EM-Endrunde beginnt am 9. Juni 2028 mit dem Eröffnungsspiel in Cardiff und endet am 9. Juli 2028 im Wembley-Stadion in London; das Turnier wird in England, Schottland, Wales und Irland ausgetragen.

Bieten Sporttip und Jouez Sport Wetten auf den Europameister an, und was regelt dazu die Gespa-Liste?

Beide Veranstalter dürfen Wetten auf den Turniersieger der EM anbieten – die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen in der Version vom 10. September 2026 enthält Siegerwetten auf internationale Turniere, soweit diese aufgeführt sind. Wetten auf Wettbewerbe oder Märkte, die nicht in dieser Liste stehen, dürfen weder Swisslos noch Loterie Romande anbieten; Qualifikationsspiele nur, wenn die Phase selbst gelistet ist.

Wie lässt sich aus einer Quote wie 6.00 die implizite Wahrscheinlichkeit ablesen?

Die implizite Wahrscheinlichkeit einer Quote ist 1 geteilt durch die Quote – bei 6.00 also etwa 16.7 %, ohne Berücksichtigung der Marge. Wer die Marge herausrechnen will, braucht die Auszahlungsquote des Marktes: Teilt man 1 durch die Auszahlungsquote, erhält man den «fairen» Divisor und damit die faire Wahrscheinlichkeit; in der Praxis hilft der Vergleich mit der Konkurrenz, der in der Schweiz aber fehlt.

Wie lange bleibt ein Einsatz auf den Turniersieger gebunden, und kann er vorzeitig ausbezahlt werden?

Eine EM-Siegerwette bindet den Einsatz vom Moment der Platzierung bis zum Endspiel – bei der EM 2028 also rund zwei Jahre. Cash-Out auf Langzeitwetten ist bei Sporttip möglich, aber nur online, nur als vollständiges Cash-Out, ohne Teilauszahlung und ohne Garantie, dass der Markt jederzeit offen bleibt. Bei einer mehr als zweijährigen Bindungsdauer ist die Verfügbarkeit von Cash-Out nicht selbstverständlich; sie hängt davon ab, ob der Veranstalter den Markt zum gewünschten Zeitpunkt anbietet.

Wie wird ein Gewinn besteuert, und gilt der Steuerfreibetrag überall gleich oder je nach Kanton?

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum bundesrechtlichen Schwellenwert von CHF 1’071’000 pro Einzelgewinn seit dem 1. Januar 2026 einkommensteuerfrei; darüber werden 35 % Verrechnungssteuer einbehalten, die bei der Steuererklärung zurückgefordert werden können. Die kantonalen Schwellenwerte unterscheiden sich – «je nach Kanton» –, weshalb eine pauschale Aussage pro Kanton nicht möglich ist; Gewinne aus ausländischen Anbietern fallen nicht unter die Verrechnungssteuer, sind aber je nach Kanton anders zu versteuern.

Inhalt erstellt vom Team «asiahandicapch»