Wer in der Schweiz auf die Australian Open wetten will
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Wer in der Schweiz auf die Australian Open wetten will, hat eine kürzere Auswahl als in fast jedem anderen Markt in Europa. Seit 2019 regelt das Geldspielgesetz (BGS), dass nur zwei Veranstalter Sportwetten anbieten dürfen: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Eine ausländische Bewilligung – aus Malta, Curaçao oder anderswo – hat in der Schweiz keine rechtliche Wirkung (Art. 4 BGS). Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, kann zwar nicht bestraft werden, läuft aber Gefahr, dass die Gewinne im Kanton Thurgau vollumfänglich als Einkommen versteuert werden und sein Einsatz im Strafverfahren gegen den Anbieter beschlagnahmt wird.

Die Australian Open 2026 sind gespielt: Carlos Alcaraz gewann das Herreneinzel, Jelena Rybakina das Dameneinzel, das Finale fand am 1. Februar 2026 in Melbourne statt. Für 2027 stehen die Daten bereits fest: 17. bis 31. Januar 2027. Wer heute überlegt, eine Wette zu platzieren, blickt also entweder zurück auf das Turnier im Januar, oder nach vorn auf die nächste Ausgabe.
Stand: Oktober 18, 2026 | Geprüft gegen die Bewilligungsregister der Gespa und die Spielregeln der beiden Schweizer Veranstalter.
Wer in der Schweiz auf die Australian Open wetten will, kommt an zwei Namen nicht vorbei. Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport sind die einzigen Anbieter mit einer Bewilligung der Gespa für Grossspiele (Art. 21–25 BGS). Jeder von ihnen bedient sein eigenes Vertragsgebiet. Wer in der Deutschschweiz wohnt, spielt bei Swisslos; wer im Welschland wohnt, spielt bei der Loterie Romande. Eine Anmeldung beim «falschen» Veranstalter ist mit Wohnsitznachweis gar nicht möglich.
Daneben existieren ausländische Plattformen, die Schweizer Spielerinnen und Spieler über Werbung im Internet erreichen – Rainbet, BassBet, DirectionBet, Betovo, Rollbit, Sportuna, Cloudbet, Bahigo. Keine von ihnen verfügt über eine Schweizer Bewilligung. Sie können auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden, sind nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen und bieten im Streitfall keinen Schweizer Rechtsweg. Dass sie in einem anderen Land eine Lizenz halten, bedeutet in der Schweiz rechtlich nichts.
Dieser Beitrag bietet einen Überblick über die legalen Wettmöglichkeiten in der Schweiz und erläutert die rechtlichen Rahmenbedingungen. Danach folgen Details zu Wettarten, Spielplänen und Turnierformaten, gefolgt von einem Vergleich der beiden Schweizer Veranstalter. Abschliessend wird die Rolle ausländischer Anbieter beleuchtet, die rechtliche Situation eingeordnet und die häufigsten Fragen beantwortet.
Spielerschutz bei den Australian Open – was den Wettenden in der Schweiz schützt
Das Geldspielgesetz schützt den Spielenden nicht durch ein Verbot, sondern durch drei Mechanismen: eine Bewilligungspflicht für den Anbieter, eine Registrierungspflicht mit Identitätsprüfung für den Spielenden und ein Ausschlussregister, das gegen Spielsperren greift.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme muss man Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von 9’999 CHF (unter 21 Jahren 1’000 CHF). Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – die Statuten sehen24 Stunden vor, die Swisslos-Regeln gehen mit72 Stunden darüber hinaus. Wer sich selbst vom Spielen ausschliessen will, kann bei Swisslos den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage sperren lassen; eine Aufhebung vor Fristablauf ist nicht möglich. Eine unbefristete Spielsperre wird in ein schweizweites Register eingetragen und gilt auch für Casinos, einschliesslich Online-Casinos, sowie im Fürstentum Liechtenstein. Freiwillige Einzahlungslimiten für jeweils 30 Tage sind zusätzlich möglich.

Für die Australian Open bedeutet das: Wer nachts um drei Uhr ein Match sieht und plötzlich setzen will, hat dieselben Schutzschranken vor sich wie beim Sonntagsspiel der Super League. Die Limite gilt unabhängig davon, ob ein Spiel live übertragen wird, ob man zu Hause ist oder unterwegs, und ob man alleine oder mit anderen zusammen spielt. Cash-Out ändert daran nichts, denn das Cash-Out ist eine Auszahlungsfunktion, kein Schutzmechanismus.
Bei einem ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung greift dieser Rahmen nicht. Die Plattformen führen eigene Limits, ihre eigenen Selbstausschlüsse und ihre eigenen Auszahlungsregeln – ohne Anbindung an das Schweizer Ausschlussregister. Wer dort spielt und sich später sperren lassen will, muss dies auf jeder Plattform einzeln tun.
Wettarten und Quoten für die Australian Open
Die Australian Open bieten ein Standardrepertoire an Wettmärkten, das sich nicht wesentlich von anderen Grand-Slam-Turnieren unterscheidet. Was die Quoten unterscheidet, ist die Marge – der Anteil, den der Veranstalter von jeder Wette einbehält.
Wettarten im Überblick
Bei Sporttip können Wettende auf den Sieger eines Matches wetten (Einzelwette, ohne Kombination), auf das genaue Satzergebnis (2:0, 2:1, 0:2, 1:2 bei den Damen; 3:0, 3:1, 3:2, 0:3, 1:3, 2:3 bei den Herren), auf die Gesamtzahl der Spiele in einem Match (over/under) und auf den Turniersieger. Langzeitwetten auf den Turniersieger sind ebenfalls möglich. Eine Kombinationswette verbindet mehrere Voraussagen zu einer Gesamtquote; der Kombiboost belohnt vier bis fünfzehn Voraussagen mit Quoten ab1.50 mit einem Bonus auf den Nettogewinn von 5 % (bei vier) bis 100 % (bei fünfzehn).
Die Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Ereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz sowie Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost.
Marge und Gewinn
Die Marge eines Marktes ist die Differenz zwischen dem, was die Wettenden zusammen einsetzen, und dem, was bei fairen Quoten ausbezahlt würde. Bei zwei gleichstarken Spielern mit Quoten von 1.90 auf jeden ergibt die Formel eine Auszahlungsquote von ungefähr 95 %, entsprechend einer Marge von etwa 5 %. Bei drei möglichen Ausgängen (zum Beispiel Sieger A, Sieger B, Tiebreak-Sieger) liegt die typische Marge eines Grand-Slam-Marktes zwischen 5 % und 8 %; exotischere Märkte wie exakte Satzergebnisse oder Gesamtzahl der Spiele können darüber liegen. Diese Spannweite gilt für die meisten grossen Wettanbieter; sie ist das Ergebnis des Quotenkampfes unter den Veranstaltern, nicht einer einzelnen plattformspezifischen Entscheidung.
Der Gewinn einer Wette berechnet sich aus Einsatz mal Quote. Bei einer Einzelwette mit 50 CHF Einsatz und Quote 2.50 beträgt der Gewinn 125 CHF (Rückzahlung inklusive Einsatz). Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote. Eine Vierer-Kombi mit Quoten 1.60, 2.00, 1.85 und 2.20 ergibt die Gesamtquote 13.02, bei 20 CHF Einsatz einen Gewinn von 260.40 CHF. Der Gewinnbetrag wird bei Sporttip zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.
Die Quoten verändern sich laufend, abhängig von Wetten anderer Spieler, Verletzungen, Wetterbedingungen in Melbourne und dem Spielverlauf. Wer am Tag vor dem Match setzt, sieht andere Quoten als wer am Tag nach der Auslosung setzt. Der Spielplan zwingt zu schnellem Handeln: ein Match der ersten Runde beginnt oft, wenn in der Schweiz bereits Mitternacht ist.
Spezielle Regeln für Tennis
Die reguläre Spielzeit bei Sporttip umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit – wobei das bei Tennis ohne Bedeutung ist, da das Match nach dem entscheidenden Punkt endet. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind.
Bei den Herren wird auf drei Gewinnsätze gespielt, bei den Damen auf zwei. Der Match-Tiebreak im Entscheidungssatz (bis 10 Punkte) ist für Wettende ein zentraler Faktor: Sätze können bei 6:6 noch kippen, und die Gesamtzahl der Spiele muss den kürzeren Match-Tiebreak berücksichtigen.
Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Wettgewinn bei voller Austragung, hängt vom Stand der Ereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten – ein garantierter Markt ist es nicht.
Bei voneinander abhängigen Wettereignissen derselben Sportveranstaltung – etwa «Satz1 an Spieler A» und «Match an Spieler A» auf demselben Spiel – kombiniert Sporttip diese nur über die Bet-Builder-Funktion. Eine versehentlich angenommene Kombination ohne diese Funktion kann Swisslos für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.
Livewetten gelten unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausables platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen – bei Tennis sind das weniger eindeutig als beim Fussball, aber ein Aufschlag zum Matchgewinn zählt – kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten.
Die Australian Open – Spielplan und Turnierformat über zwei Wochen
Die Australian Open sind das erste der vier Grand-Slam-Turniere des Jahres und werden seit 1905 ausgetragen, damals unter dem Namen Australasian Championships. Die erste Ausgabe fand im November 1905 statt; die Australasian Lawn Tennis Association war ein Jahr zuvor gegründet worden. Heute ist der Melbourne Park in Melbourne die Austragungsstätte; bis 2007 wurde auf Rebound Ace gespielt, von 2008 bis 2019 auf Plexicushion und seit 2020 auf GreenSet.
Die Ausgabe 2026 ist gespielt
Im Herreneinzel gewann Carlos Alcaraz, im Dameneinzel Jelena Rybakina. Für 2027 sind der 17. bis 31. Januar angesetzt. Das Herrenturnier wurde auf drei Gewinnsätze ausgetragen, das Damenturnier auf zwei, jeweils mit Tiebreak bei 6:6 und Match-Tiebreak im Entscheidungssatz.
Die Ausgabe 2027 steht vor der Tür
Für die Australian Open 2027 sind der 17. bis 31. Januar 2027 angesetzt. Wer heute überlegt zu wetten, plant also typischerweise für dieses Datum. Die Qualifikation beginnt einige Tage vor dem Hauptfeld; das Hauptfeld startet mit 128 Spielern bei Herren und Damen und reduziert sich täglich, bis am zweiten Wochenende die Halbfinals und am letzten Wochenende die Finals stattfinden.
Was das für die Wette bedeutet
Die zwei Wochen Spielplan bedeuten, dass Wettende in der Schweiz mit einer Zeitverschiebung von zehn Stunden leben müssen: Wenn in Melbourne das Halbfinale läuft, ist es in der Schweiz früher Abend. Matches der ersten Runde beginnen oft um1 Uhr Schweizer Zeit und enden nach 3 Uhr. Wer auf Livewetten setzt, schläft wenig.
Rekordsieger der Australian Open in der Open Era ist Novak Djokovic mit zehn Titeln im Herreneinzel; bei den Damen hält Serena Williams mit sieben Titeln den Rekord. Margaret Court gewann insgesamt elf Einzeltitel, darunter Titel aus der Zeit vor der Open Era ab 1969. Diese Zahlen geben einen Anhaltspunkt für die Quote der Longshots bei Turniersiegerwetten: Ein siebenfacher Australian-Open-Sieger hat einen anderen Marktwert als ein Spieler ohne Grand-Slam-Titel.
Vergleich der Veranstalter für Australian-Open-Wetten
In der Schweiz gibt es zwei Veranstalter mit Bewilligung. Sie sind keine Konkurrenten im Markt – jeder bedient sein Gebiet – aber sie unterscheiden sich in Wettangebot, Spielerschutz und Auszahlungswegen. Eine Seite im Westschweizer Vertragsgebiet kann nur bei der Loterie Romande spielen; eine Seite im Deutschschweizer Vertragsgebiet typischerweise nur bei Swisslos. Für Spielerinnen und Spieler ist die Frage daher meist nicht «welcher ist besser», sondern «was bietet der einzige Veranstalter in meinem Gebiet».
| Marke | Schweizer Bewilligung | Veranstalter / Produkt |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Ja (Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung BGS) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft (Basel); Produkt Sporttip |
| Loterie Romande Jouez Sport | Ja (Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung BGS) | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande); Produkt Jouez Sport |
| Rainbet | Nein (keine Schweizer Bewilligung) | ausländisch, keine Schweizer Bewilligung dokumentiert |
| BassBet | Nein (keine Schweizer Bewilligung) | ausländisch, keine Schweizer Bewilligung dokumentiert |
| DirectionBet | Nein (keine Schweizer Bewilligung) | ausländisch, keine Schweizer Bewilligung dokumentiert |
| Betovo | Nein (keine Schweizer Bewilligung) | ausländisch, keine Schweizer Bewilligung dokumentiert |
| Rollbit | Nein (keine Schweizer Bewilligung) | ausländisch, keine Schweizer Bewilligung dokumentiert |
| Sportuna | Nein (keine Schweizer Bewilligung) | ausländisch, keine Schweizer Bewilligung dokumentiert |
| Cloudbet | Nein (keine Schweizer Bewilligung) | ausländisch, keine Schweizer Bewilligung dokumentiert |
| Bahigo | Nein (keine Schweizer Bewilligung) | ausländisch, keine Schweizer Bewilligung dokumentiert |
Swisslos Sporttip
Swisslos hat den Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Die Sportwetten laufen unter dem Produktnamen Sporttip. Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt.
Im Geschäftsjahr 2025 verteilte Swisslos einen Reingewinn von 562 Mio. CHF: 506 Mio. CHF an die kantonalen Fonds und 56 Mio. CHF an die Stiftung Sportförderung Schweiz, die Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe alimentiert. Aus den Sportwetten stammten 109 Mio. CHF (2024: 122 Mio. CHF). Das ist mehr als nur ein Wettanbieter – es ist ein Verteiler von Sportfördergeldern.
Für die Australian Open heisst das: Swisslos ist die einzige legale Wettadresse für rund zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung, einschliesslich der Deutschschweiz und des Tessins. Das Wettangebot umfasst alle Standardmärkte; die Mindestquote für den Kombiboost liegt bei 1.50; die maximale Gewinnerhöhung erreicht100 % bei fünfzehn qualifizierenden Voraussagen. Der Mindesteinsatz beträgt 1 CHF, der Höchsteinsatz 1’000 CHF pro Einzel- oder Kombinationswette und 10’000 CHF pro Systemwette. Wer in der Deutschschweiz wohnt, kommt an Sporttip nicht vorbei – und das ist kein Nachteil.
Loterie Romande Jouez Sport
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Kontaktadresse ist Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Die Loterie Romande zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Für Westschweizer Wettende ist sie die einzige legale Adresse.
Im Vergleich zu Sporttip ist die Spielmechanik vergleichbar: gleiche Gesetzesgrundlage, ähnliche Spielregeln, gleicher Spielerschutzrahmen. Das Produkt heisst Jouez Sport statt Sporttip, das Vertragsgebiet ist die Romandie statt die Deutschschweiz plus Liechtenstein. Für Spielerinnen und Spieler im Welschland ist die Frage nach dem Vergleich obsolet, da sie keine Wahl haben; für die Vollständigkeit der Information ist Jouez Sport die gleichwertige Adresse im anderen Landesteil.
Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung
Rainbet, BassBet, DirectionBet, Betovo, Rollbit, Sportuna, Cloudbet und Bahigo sind Beispiele für ausländische Plattformen, die Schweizer Spielerinnen und Spieler über Werbung im Internet erreichen. Keine von ihnen verfügt über eine Schweizer Bewilligung; eine ausländische Lizenz – gleich aus welchem Land – hat in der Schweiz keine rechtliche Wirkung (Art. 4 BGS). Das organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat; der Spieler wird nicht bestraft, aber sein Einsatz kann im Strafverfahren gegen den Anbieter beschlagnahmt werden, und seine Gewinne können in Kantonen wie Thurgau als Einkommen versteuert werden.
Der wesentliche Unterschied: Diese Plattformen sind nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen. Wer sich bei Swisslos oder in einem Schweizer Casino sperren lässt, wird dort nicht automatisch auch gesperrt. Wer dort spielt, hat im Streitfall keinen Schweizer Rechtsweg. Die Gespa kann diese Domains auf die Sperrliste setzen, was eine DNS-Sperre bei Schweizer Internetprovidern auslöst; die Plattformen weichen aber durch Domain-Hopping aus. Im Februar 2026 listete die Sperrliste 671 Domains.
Wer dort spielt, sollte mindestens die Verlustlimite selbst setzen, sich selbst ausschliessen können und die Auszahlungswege kennen. Auszahlungen auf Kryptowährungen sind bei diesen Plattformen üblich; in der Schweiz sind Auszahlungen auf nicht-namentliche Konten und Kryptowährungen bei bewilligten Anbietern verboten. Das ist ein wesentlicher qualitativer Unterschied: Schweizer Anbieter zahlen nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Spielenden aus, ausländische Anbieter oft auf beliebige Wallets.
Verdict
Die zwei Schweizer Veranstalter sind die einzige legale Wahl. Wer in der Deutschschweiz oder im Tessin wohnt, spielt bei Swisslos Sporttip; wer in der Romandie wohnt, spielt bei Loterie Romande Jouez Sport. Wer bereits ein Konto bei einem ausländischen Anbieter hat, sollte wissen, dass diese Anbieter keinen Schweizer Rechtsweg bieten, nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen sind und im Streitfall die Gewinne aus kantonaler Sicht steuerpflichtig sein können. Eine seriöse Beratung beim Steuerberater empfiehlt sich vor grösseren Beträgen.
Rechtslage in der Schweiz für Wetten auf die Australian Open
Die rechtliche Lage für Wetten auf die Australian Open in der Schweiz ist im Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) abschliessend geregelt. Sportwetten sind Grossspiele (Art. 3 lit. c und e BGS) und werden von der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht in Bern; Geldspielkonkordat in Kraft seit 1.1.2021) beaufsichtigt. Nicht das ESBK, das nur Casinos beaufsichtigt.
Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS) und gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei beschränkt: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Eine Liste weiterer bewilligter Buchmacher gibt es nicht, weil es keine gibt; die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der gesperrten ausländischen Domains.

Was darf gewettet werden
Gewettet werden darf nur auf Sportereignisse. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht erlaubt. Das erlaubte Angebot ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Version vom 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Qualifikationsrunden nur, wenn sie auf der Liste stehen; Frauenwettbewerbe nur, wenn sie auf der Liste stehen; Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet; nie Wetten auf Trainingsläufe. Die Liste zeigt keine Eckball- oder Kartenmärkte und keine Esports-Sektion. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS).
Livewetten sind erlaubt, Prematch und live, sofern der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat; das BGS kennt keine statutarische Einschränkung bestimmter Livemärkte. Cash-Out ist nicht gesetzlich geregelt; es ist eine Funktion jedes Veranstalters (Sporttip: Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, voller Cash-Out, nicht garantiert pro Markt). Zu virtuellen Sportarten ist die Lage nicht geregelt. Esports erscheint nicht auf der Gespa-Liste.
Spielerschutz und Limits
Sportwetten sind ab 18 Jahren (Gespa); Minderjährige sind online nicht zugelassen (Art. 72 BGS). Pro Person ein Konto mit verifizierter Identität (Art. 47–52 VGS). Die Limits werden vom Spieler gesetzt, nicht vom Staat: Der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen (Art. 87 VGS); Senkungen gelten sofort, Erhöhungen statutengemäss nach 24 Stunden – Swisslos‘ und Loterie Romandes eigene Regeln wenden72 Stunden an. Die Schweiz hat keinen statutarischen festen Einzahlungs-Cap.
Die Spielsperre (Art. 80–82 BGS): Ausschluss überschuldeter oder spielsüchtiger Personen und Selbstausschluss, eingetragen in ein gemeinsames Register ausgeschlossener Personen. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), unter Einbezug einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Eine selbstgewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Ausgeschlossene oder minderjährige Spieler haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).
Die Gespa-Testkäufe 2025 ergaben: An Verkaufsstellen wurde in 47.5 % von 200 Fällen eine Sportwette an Minderjährige verkauft. Der Schutz an Verkaufsstellen ist also nicht so streng, wie er sein sollte. Online ist die Lage besser, weil die Identitätsprüfung bei der Registrierung greift.
Zahlungen
Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausbezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS) – anonyme Auszahlungen oder Krypto-Auszahlungen existieren in bewilligten Schweizer Wetten nicht. Keine Kreditierung an Spieler (Art. 75 Abs. 1 BGS). Welche Zahlungsmarken ein Veranstalter akzeptiert, ist seine Sache und nur aus seinen Bedingungen ersichtlich.
Die Schweiz hat kein Zahlungsblock-Tool gegen nicht bewilligte Wettplattformen. Die Behauptung, Banken oder Kartenherausgeber würden Zahlungen an solche Anbieter blockieren, ist falsch.
Steuern
Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen (die ESTV nennt explizit Sportwetten) sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Die Bundes-Schwelle liegt seit dem 1. Januar 2026 bei 1’071’000 CHF (2025: 1’070’400 CHF); die kantonale Schwelle unterscheidet sich, daher die Formulierung «je nach Kanton», nie eine einzelne kantonale Zahl. Über der Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die durch Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Ein typischer Wettender gewinnt weit darunter: keine Einkommensteuer und keine Verrechnungssteuer auf dem Gewinn.
Gewinne von ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis des Thurgaus behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag als voll steuerpflichtiges Einkommen. Es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz. Eine verbindliche Auskunft gibt nur der Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung.
Werbung und Boni
Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und nicht an Minderjährige oder ausgeschlossene Personen gerichtet sein (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Glücksspiele ist verboten (Art. 74 Abs. 3) und wird mit einer Busse bis zu 500’000 CHF bestraft (Art. 131 BGS). Gratisfspiele oder Gratiscredits brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS;2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos); Bonus-Beträge und -Bedingungen kommen nur aus den Bedingungen jedes Veranstalters. Kein Werbeverbot zu bestimmten Tageszeiten. Promo-Codes werden nicht abgedruckt.
Offshore
Eine ausländische Bewilligung (Curaçao, Malta, Deutschland oder irgendein anderes Land) hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Das Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat – bis zu 3 Jahre oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Handeln bis zu 5 Jahre (Art. 130 BGS). Der Spieler wird nicht bestraft (BJ), aber Einsätze und Gewinne können im Strafverfahren gegen den Anbieter beschlagnahmt werden, und es gibt keinen Schutz und keine Fair-Play-Kontrolle. Sperrung: Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter via DNS sperren (Art. 86–93 BGS; erste Liste 3. September 2019, 671 Domains Ende 2025); gesperrte Domains werden innert Stunden ersetzt (Domain-Hopping – die Gespa nennt Interwetten und Bet-at-Home und nennt bet365 als auf der Liste). Ehrliche Beschreibung: Offshore bedeutet keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Ausschlussregister, kein Schweizer Rechtsweg, ausländische Gewinne nach kantonalem Recht steuerpflichtig; bewilligt bedeutet voller Schweizer Schutz, aber nur zwei Veranstalter, eine geschlossene Liste von Sportarten und Märkten, eine Wohnsitzpflicht und Verifikation. Keine der beiden Optionen ist «die sichere Wahl» per Definition.
Was die Australian Open sind und was sie prägt
Die Australian Open sind das älteste der vier Grand-Slam-Turniere und das erste des Tennisjahres. Sie werden im Melbourne Park in Melbourne ausgetragen. Der Belag war bis 2007 Rebound Ace, ab 2008 Plexicushion und ist seit 200 GreenSet.
Das Tiebreak-Format beeinflusst Wetten auf Satz- und Spielanzahl massgeblich, da der Match-Tiebreak zum Satz zählt und kürzer ist als ein Standard-Satz.
Rekordsieger der Australian Open in der Open Era ist Novak Djokovic mit zehn Titeln im Herreneinzel; bei den Damen hält Serena Williams mit sieben Titeln den Rekord. Margaret Court gewann insgesamt elf Einzeltitel, darunter Titel aus der Zeit vor der Open Era ab 1969. Diese Zahlen geben einen Anhaltspunkt für die Quote der Longshots bei Turniersiegerwetten.
(Wie oben erwähnt, fand das Turnier Anfang 2026 statt.) Für die Ausgabe 2027 sind der 17. bis 31. Januar angesetzt.
Häufige Fragen zu Wetten auf die Australian Open in der Schweiz
Wann fanden die Australian Open zuletzt statt, und wann ist die nächste Ausgabe?
(Rückblick auf 2026: Das Turnier fand Anfang des Jahres statt.) Für die Ausgabe 2027 sind der 17. bis 31. Januar 2027 angesetzt. Die zwei Wochen Spielplan bedeuten eine Zeitverschiebung von zehn Stunden: Ein Match um 14 Uhr Ortszeit beginnt in der Schweiz um 4 Uhr nachts.
Darf in der Schweiz auf die Australian Open gewettet werden, und bei welchem Veranstalter?
Ja, auf bewilligten Plattformen, und davon gibt es nur zwei: Swisslos mit dem Produkt Sporttip für die Deutschschweizer Kantone plus Tessin und Liechtenstein, und die Loterie Romande mit Jouez Sport für die Westschweizer Kantone. Eine Anmeldung ist nur mit Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet möglich. Ausländische Plattformen dürfen in der Schweiz keine Sportwetten anbieten, eine ausländische Lizenz hat hier keine rechtliche Wirkung.
Wie wirkt sich der Match-Tiebreak im Entscheidungssatz auf Wetten auf Satz und Spielausgang aus?
Das Tiebreak-Format (inklusive Match-Tiebreak bis 10 Punkte im Entscheidungssatz) ist für Wettende entscheidend: Satzwetten können sich bei 6:6 noch drehen, und die Gesamtzahl der Spiele wird durch den verkürzten Entscheidungssatz beeinflusst. Bei den Damen wird auf zwei Gewinnsätze gespielt, bei den Herren auf drei.
Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote, und was ist die Marge?
Der Gewinn ist Einsatz mal Quote. Bei einer Einzelwette mit 50 CHF Einsatz und Quote 2.50 ergibt das125 CHF inklusive Einsatz. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote. Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter einbehält. Bei zwei gleichstarken Spielern mit Quoten von 1.90 ergibt die Auszahlungsquote etwa 95 % und die Marge etwa 5 %. Exotische Märkte liegen darüber.
Welche Verlustlimiten gelten, und wie lässt sich eine Spielsperre beantragen?
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme muss man Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von 9’999 CHF (unter 21 Jahren 1’000 CHF). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine Spielsperre kann bei Swisslos produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst gesetzt werden, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in das schweizweite Register eingetragen und gilt auch für Casinos.
Wie funktioniert der Steuerfreibetrag bei Wettgewinnen, und was heisst «je nach Kanton»?
Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei. Die Bundesschwelle liegt seit dem 1. Januar 2026 bei 1’071’000 CHF. Die kantonale Schwelle unterscheidet sich, daher die Formulierung «je nach Kanton». Über der Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die durch Deklaration in der Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Gewinne von ausländischen Anbietern werden im Kanton Thurgau unabhängig vom Betrag als Einkommen besteuert.
Tennis – asiahandicapch
Inhalt erstellt vom Team «asiahandicapch»
