Super Bowl Wetten in der Schweiz: Veranstalter, Quoten und Spielregeln
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Stand der Daten: Oktober 18, 2026 · abgeglichen mit der Gespa-Liste der bewilligten Veranstalter und der Spielregel-Version 4.2 von Sporttip.
Der Super Bowl ist seit Jahrzehnten der meistgesehene Sportereignis-Anlass der Welt. Für Schweizer Wettende sieht die Lage allerdings enger aus als für Zuschauer: Wetten auf das Endspiel der NFL sind hierzulande nur bei zwei Veranstaltern möglich, beide in der Hand der Kantone. Wer an einem Sonntag im Februar einen Schein abgeben will, landet unweigerlich bei Swisslos mit dem Produkt Sporttip oder bei Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Alles andere spielt sich in einer Grauzone ab, die das Geldspielgesetz mit harten Sanktionen belegt.

Super Bowl Wetten sind in der Schweiz exklusiv bei Swisslos (Sporttip) und Loterie Romande (Jouez Sport) möglich. Wer sich für das Endspiel der NFL interessiert, findet hier alle relevanten Informationen zu den bewilligten Anbietern, der Entstehung der Quoten, den zulässigen Wettarten und der rechtlichen Einordnung ausländischer Marken ohne Schweizer Bewilligung.
Die Beispiele rechnen in Franken und Schweizer Quote-Schreibweise, weil die beiden Bewilligten in Franken und in Dezimalquoten abrechnen. Wer aus dem Online-Sportwetten-Markt im weiteren Sinn kommt, sollte sich auf zwei Dinge einstellen: weniger Auswahl an Wettarten, dafür ein klar geregelter Rahmen mit gesetzlichem Spielerschutz.
Die Rechtslage: Warum in der Schweiz nur zwei Veranstalter Sportwetten anbieten dürfen
Die Schweiz hat 2019 mit dem Geldspielgesetz (BGS) einen Rahmen gesetzt, der für Online-Sportwetten nur einen sehr engen Korridor offenlässt. Online-Sportwetten gelten als Grossspiel, brauchen eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung und werden von der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht) beaufsichtigt – nicht vom ESBK, das nur die Casinos überwacht. Eine ausländische Bewilligung, gleich aus welchem Land sie stammt, hat hier keine Gültigkeit. Wer ohne Schweizer Bewilligung hierzulande Sportwetten organisiert, macht sich strafbar – bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe, bei gewerbsmässigem Handeln bis zu fünf Jahre.

Die Kantone haben gleichzeitig die Zahl der Bewilligten auf zwei begrenzt. Swisslos mit Sitz in Basel führt ihre Sportwetten unter dem Namen Sporttip, Loterie Romande mit Sitz in Lausanne unter dem Namen Jouez Sport. Beide Veranstalterinnen sind genossenschaftlich beziehungsweise als Aktiengesellschaft organisiert und schütten ihren Reingewinn an die Kantone und an die Stiftung Sportförderung Schweiz aus. Swisslos hat im Geschäftsjahr 2025 einen Reingewinn von 562 Millionen Franken verteilt – 506 Millionen an die kantonalen Fonds und 56 Millionen an die Sportförderung. Aus den Sportwetten allein stammen 109 Millionen Franken.
Die Spielregeln sind nicht überall identisch, aber die Logik ist es. Eine Wette auf den Super Bowl ist nur dann legal, wenn sie bei einem dieser beiden Veranstalter platziert wird, das Wettprogramm den Anlass enthält und die Quote zum Zeitpunkt der Abgabe feststeht. Wer bei einem anderen Anbieter spielt, ist rechtlich nicht Kunde eines Wettanbieters, sondern Beteiligter an einem in der Schweiz nicht erlaubten Geldspiel.
Servicegebiet: Wer wo spielen darf
Die beiden Veranstalterinnen decken unterschiedliche Kantone ab, und die Online-Konten sind an den Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet gebunden. Wer in einem Deutschschweizer Kanton wohnt, kann ein Swisslos-Konto eröffnen und dort Sporttip nutzen. Das Vertragsgebiet von Swisslos umfasst die Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer in einem dieser Kantone lebt, hat also nur einen einzigen bewilligten Anbieter.

Wer in Genf, Waadt, Freiburg, Neuenburg, Jura oder Wallis wohnt, ist im Einzugsgebiet der Loterie Romande. Jouez Sport heisst dort das Produkt, das die gleiche Funktion erfüllt. Ein Online-Konto bei der jeweils anderen Veranstalterin ist nicht möglich, auch wenn die Website grundsätzlich erreichbar ist. Bei der Registrierung wird der Ausweis hochgeladen, die Daten werden ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Wer umgezogen ist und im anderen Sprachgebiet wohnt, muss das Konto entsprechend neu eröffnen.
Die Loterie Romande unterhält 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz, hinzu kommen 221 Mitarbeitende – das sind die physischen Anlaufpunkte für jene, die lieber am Schalter spielen. Swisslos ist in der Deutschschweiz ähnlich dicht vertreten, allerdings mit anderer Verkaufsstellenstruktur. Beide bieten ihre Sportwetten online und am Schalter an; die Registrierung für Online-Wetten setzt allerdings voraus, dass die Person volljährig ist, im Vertragsgebiet wohnt und keine Spielsperre besteht.
Spielerschutz bei einem emotionalen Grossanlass: Was vor dem ersten Tipp gesetzt werden muss
Der Super Bowl ist ein Anlass, an dem auch Personen mitwetten, die sonst kaum Sportwetten platzieren. Genau für diese Fälle hat der Gesetzgeber einen Rahmen gezogen, der in den Spielregeln der Veranstalterinnen seinen Niederschlag findet. Die wichtigsten Bausteine sind Verlustlimiten, Pausen und Sperren sowie das schweizweite Sperrregister.
Verlustlimiten – vor der ersten Wette selbst festgelegt
Wer sich bei Sporttip online registriert, muss vor der ersten Wette Verlustlimiten für einen Tag, eine Woche und einen Monat setzen. Die Obergrenze für 24 Stunden liegt bei 9’999 Franken, für Personen unter 21 Jahren bei 1’000 Franken pro Tag. Eine Senkung der Limite gilt sofort. Eine Erhöhung der Limite wird nicht sofort wirksam, sondern erst nach 72 Stunden – diese Karenzzeit soll verhindern, dass eine Person in einer emotionalen Phase spontan das Limit hochsetzt und dann mehr verliert, als sie geplant hat. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich, die unabhängig von der Verlustlimite greift.
Das Geldspielgesetz schreibt vor, dass der Veranstalter Höchstwerte für Tages-, Wochen- oder Monatseinsätze beziehungsweise -verluste verlangen muss. Einen fixen staatlichen Einsatzdeckel, wie er in manchen anderen Ländern existiert, gibt es in der Schweiz nicht. Die Limite ist eine Selbsteinschätzung, die der Veranstalter technisch durchsetzt – wer das Limit erreicht hat, kann in diesem Zeitraum keine weiteren Wetten platzieren.
Pausen und Sperren – von einer freiwilligen Pause bis zur Eintragung im Sperrregister
Bei Swisslos kann der Zugang produktbezogen für eine Dauer von einem Tag bis 180 Tagen selbst gesperrt werden. Eine solche Sperre wird nicht vor Fristablauf aufgehoben. Wer sich für die maximale Dauer von 180 Tagen entscheidet, schaltet das Konto für ein halbes Jahr vollständig aus, ohne Ausnahmen und ohne Sonderlockerungen.
Daneben gibt es die unbefristete Spielsperre, die im schweizweiten Register eingetragen wird. Diese Sperre gilt nicht nur für Sporttip, sondern auch für die Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie für das Fürstentum Liechtenstein. Eine Aufhebung ist frühestens nach drei Monaten möglich und muss mit einer spezialisierten Fachstelle erfolgen – das ist die Voraussetzung dafür, dass die Sperre nicht im Affekt zurückgenommen wird, sondern erst nach einer reflektierten Phase.
Eine freiwillige Pause von bis zu sechs Monaten muss von Gesetzes wegen angeboten werden. Wer in der Westschweiz spielt, hat über die Loterie Romande ein vergleichbares Instrumentarium; die genauen Bezeichnungen und Fristen können in den Bedingungen der jeweiligen Veranstalterin abweichen. In jedem Fall gilt: Wer sich selbst sperrt, hat kein Recht auf Auszahlung von Einsätzen oder Gewinnen aus dieser Zeit, und zwar unabhängig davon, ob die Wette vor der Sperre platziert wurde.
Minderjährige und Identitätsprüfung
Online-Sportwetten sind in der Schweiz Personen ab 18 Jahren erlaubt. Wer minderjährig ist, kann kein Konto eröffnen, und es findet eine Altersprüfung statt. Die Identitätsprüfung ist obligatorisch: Bei der Online-Registrierung wird ein Ausweis hochgeladen, die Daten werden ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Jede Person darf sich nur einmal registrieren, Mehrfachkonten sind unzulässig.
Die Gespa hat 2025 Testkäufe an Verkaufsstellen durchgeführt. Bei 200 Versuchen, eine Sportwette an einem Schalter zu kaufen, wurde in 47,5 Prozent der Fälle eine Wette an eine minderjährige Person verkauft. Das ist ein erheblicher Anteil und ein Hinweis darauf, dass der Schutz im Online-Kanal strikter durchgesetzt wird als am Schalter. Wer eine Wette über das Internet platziert, hat also einen besseren Schutzmechanismus durchlaufen als jemand, der im Laden steht.
Wett-Tipps zum Super Bowl: Wie eine Einschätzung entsteht – und warum es keinen sicheren Tipp gibt
In den Wochen vor dem Super Bowl tauchen in den Medien Beiträge auf, die einen «sicheren Tipp» versprechen. Solche Beiträge sind mit Vorsicht zu lesen. Der Ausgang eines einzelnen Sportereignisses lässt sich nicht zuverlässig vorhersagen, und keine Statistik, keine Verletzungsanalyse und kein Quotenvergleich kann das Risiko eliminieren.
Wer trotzdem eine fundierte Einschätzung sucht, kann verschiedene Bausteine kombinieren. Die Form der Mannschaften in den Playoffs, die Verletzungssituation auf Schlüsselpositionen, die Statistiken aus der Regular Season, die Head-to-Head-Bilanz und die Heim- beziehungsweise Auswärtsstärke fliessen typischerweise in eine Analyse ein. Hinzu kommen die Wetterstatistik im Stadion, die Reisedistanz, die Halbzeit-Show als psychologischer Faktor und die Erfahrung der Trainer. All das ergibt zusammen eine vage Wahrscheinlichkeitsabschätzung, die dann gegen die vom Veranstalter angebotene Quote gespiegelt wird.
Die entscheidende Frage lautet: Ist die Quote für die Mannschaft, die ich für wahrscheinlicher halte, attraktiv genug, dass sie meine Einschätzung übersteigt? Eine Quote von 1.50 auf einen klaren Favoriten ist rechnerisch uninteressant, wenn die Wahrscheinlichkeit eines Sieges ohnehin bei 70 Prozent liegt. Eine Quote von 3.00 auf einen Aussenseiter ist nur dann spannend, wenn die tatsächliche Chance deutlich über 33 Prozent liegt. Quoten sind nämlich keine Wahrscheinlichkeiten, sondern spiegeln die Einschätzung des Veranstalters wider – und der Veranstalter behält einen Anteil.
Ein weiterer Punkt, der oft unterschätzt wird: Wetten sind kein Einkommen. Wer über lange Strecken profitable Wetten platziert, gehört zu einer sehr kleinen Minderheit, und die meisten Buchmacher leben davon, dass die Mehrheit der Wettenden im Schnitt verliert. Die Idee, mit einem cleveren Tipp auf den Super Bowl das Jahreseinkommen aufzubessern, hat in den seltensten Fällen Bestand.
Schliesslich ist der Super Bowl ein einzelnes Spiel. Eine Wette ist eine Wette – sie kann gewonnen oder verloren werden. Wer regelmässig wettet, sollte sich an Wetten orientieren, bei denen er einen Vorteil gegenüber der Quote sieht, und sich nicht von Medienspektakel oder Gruppendynamik mitreissen lassen. Dazu gehört auch die Erkenntnis, dass ein verlorener Schein am Super-Bowl-Sonntag den Monat nicht ruinieren sollte. Wer die vorab gesetzte Verlustlimite erreicht hat, sollte dasitzen und zuschauen – und nicht weiter wetten.
Wettarten und Quoten: Was es rund um den Super Bowl zu setzen gibt
Die Gespa-Liste bestimmt, was angeboten werden darf. Was am Ende tatsächlich im Wettprogramm steht, ist die Auswahl des Veranstalters. Sporttip und Jouez Sport unterscheiden sich im Detail, beide decken aber die wichtigsten Grundmärkte rund um den Super Bowl ab.
Siegerwette, Handicap und Over/Under
Die klassische Siegerwette – wer gewinnt das Endspiel – steht bei beiden Veranstaltern zur Verfügung. Da der Super Bowl aus Sicht der Veranstalterinnen ein Nischenmarkt ist, kann das Angebot kleiner ausfallen als bei einem Champions-League-Finale. Eine Wette auf den Sieger ist aber praktisch immer verfügbar, sobald die Finalteilnehmer feststehen.
Handicap-Wetten gleichen die Stärkeunterschiede aus. Eine Wette auf den Aussenseiter mit einem Handicap von +6,5 Punkten gewinnt, wenn das Team mit weniger als sieben Punkten Differenz verliert oder das Spiel gewinnt. Solche Wetten haben niedrigere Quoten, weil das Risiko breiter gestreut ist. Over/Under-Wetten, also Wetten auf die Gesamtzahl der Punkte, funktionieren nach dem gleichen Prinzip: Wer auf «über 47,5 Punkte» setzt, gewinnt, wenn beide Mannschaften zusammen mindestens 48 Punkte erzielen.
Was die Gespa-Liste nicht hergibt, sind Spezialmärkte wie die Anzahl der Passing-Yards eines einzelnen Spielers oder die exakte Punktdifferenz. Solche Märkte kennen ausländische Anbieter, sie sind in der Schweiz aber nicht erlaubt. Wer ein entsprechendes Angebot sieht, kann sicher sein, dass es nicht von einem bewilligten Veranstalter stammt.
Kombiwetten, Systemwetten und der Kombiboost
Eine Kombiwette fasst mehrere Voraussagen auf einem Schein zusammen. Die Quoten der einzelnen Voraussagen werden multipliziert, was den möglichen Gewinn deutlich erhöht – aber auch das Risiko, weil alle Voraussagen eintreffen müssen, damit der Schein gewinnt. Bei Sporttip gibt es einen Kombiboost: Wer mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von 1,50 kombiniert, erhält einen Bonus auf den Nettogewinn. Der Bonus steigt mit der Anzahl der Voraussagen – 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn Voraussagen. Der Bonus ist auf den Gewinn und den Einsatz limitiert, und es gelten die Bedingungen der jeweiligen Aktion.
Systemwetten sind Kombinationen mit teilweiser Absicherung. Wer sechs Spiele tippt, kann mit einer Systemwette Wetten platzieren, die auch dann etwas auszahlen, wenn nicht alle Voraussagen eintreffen. Das vermindert das Risiko, aber auch den möglichen Gewinn. Der Höchsteinsatz für eine Systemwette liegt bei 10’000 Franken gegenüber 1’000 Franken für Einzel- und Kombinationswetten. Bei Systemwetten kann der Kombiboost ebenfalls genutzt werden, sofern die Voraussagen die Mindestquote von 1,50 erfüllen.
Quotenboosts und Profitboosts sind weitere Aktionsinstrumente. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten und nur auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Person nur einmal nutzbar, in Einsatz und Höhe limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost.
Livewetten und Cash-Out
Livewetten sind erlaubt, sofern der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hält. Bei Sporttip gilt: Die Wette wird unabhängig davon angenommen, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1,00. In spielentscheidenden Situationen – etwa einem Elfmeter, einer Roten Karte oder einer VAR-Entscheidung – kann der Veranstalter Wetten ebenfalls mit Quote 1,00 werten. Wer also live wettet, tut das am besten in Phasen, in denen das Spiel noch nicht entschieden ist.
Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live – aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out, nicht in Teilen. Der Cash-Out-Betrag liegt immer unter dem möglichen Gewinn, wenn man die Wette laufen lässt, und hängt vom Stand der Sportereignisse ab. Der Veranstalter kann den Cash-Out-Betrag jederzeit anpassen und muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Ein ausgeführtes Cash-Out ist endgültig und lässt sich nicht rückgängig machen. Wer mit Cash-Out spielt, sollte sich bewusst sein, dass der ausgewiesene Betrag die Opportunitätskosten der offenen Wette bereits eingepreist hat.
Wie eine Quote entsteht und was die Marge bedeutet
Eine Quote spiegelt die Wahrscheinlichkeitseinschätzung des Veranstalters wider, korrigiert um einen Sicherheitsaufschlag. Bei einem ausgeglichenen Match – beide Mannschaften gleich stark – würde der Veranstalter auf jedes mögliche Ergebnis eine Quote knapp unter 2.00 anbieten. Bei einem klaren Favoriten liegt die Quote auf den Favoriten tiefer, auf den Aussenseiter höher.
Der Trick hinter der Marge: Die einzelnen Quoten multiplizieren sich nicht zu 100 Prozent, sondern zu weniger. Bei einer Zweiwege-Wette mit Quoten 1.90 auf jedes Ergebnis ergibt sich die Auszahlungsquote als 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 0.95. Die Marge ist 1 minus die Auszahlungsquote, also 0.05 oder 5 Prozent. Das heisst: Von jedem Franken, der auf diesen Markt gesetzt wird, zahlt der Veranstalter langfristig 95 Rappen zurück und behält 5 Rappen.
Das ist der Normalfall für ein Zweiwege-Match mit 1.90 / 1.90. Eine Marge von 5 Prozent auf einem Markt mit zwei gleich starken Teams ist ein typischer Wert, der je nach Sportart und Anlass zwischen 2 und 8 Prozent schwankt. Bei Märkten mit drei Ausgängen – etwa einem Unentschieden im Fussball – ist die Rechnung komplexer, aber das Prinzip bleibt: Die Quoten der Ausgänge addieren sich in der impliziten Wahrscheinlichkeit zu mehr als 100 Prozent, und der Überschuss ist die Marge.
Die Marge ist der Preis, den der Wettende für die Möglichkeit zahlt, überhaupt zu wetten. Auf einem Markt mit 5 Prozent Marge verliert ein Wettender im Schnitt 5 Rappen pro Franken Einsatz – das ist der Erwartungswert, solange der Wettende keinen Informationsvorsprung hat. Wer eine Quote von 1.90 auf einen Ausgang wettet, der nach eigener Einschätzung eine Trefferquote von 53 Prozent hat, macht langfristig Gewinn. Wer 50 Prozent schafft, verliert im Schnitt 5 Prozent pro Wette.
Diese Bandbreite – ein fairer Markt liegt näher an 3 Prozent Marge, ein überzogener Markt kann 7 Prozent oder mehr haben – ist es wert, beim Quotenvergleich im Kopf zu behalten. Eine isolierte Quote von 1.90 auf den Favoriten sagt nichts; erst im Vergleich mit dem Quotenniveau ähnlicher Anlässe zeigt sich, ob der Veranstalter grosszügig kalkuliert oder knauserig.
Super Bowl: Der Weg zum Endspiel und die nächste Ausgabe
Der Super Bowl ist das Endspiel der NFL, der National Football League, und das meistgesehene Sportereignis der Vereinigten Staaten. Der erste Super Bowl wurde 1967 als AFL-NFL World Championship Game ausgetragen und rückwirkend als Super Bowl I gezählt. Der Name «Super Bowl» wurde 1969 offiziell eingeführt.
Der Spielplan einer NFL-Saison
Die Regular Season der NFL beginnt Anfang September und endet Anfang Januar. 32 Mannschaften spielen 17 Saisonspiele, die besten sieben Teams pro Conference – die vier Divisionssieger und drei Wildcard-Teams – qualifizieren sich für die Playoffs. Die Playoffs beginnen Mitte Januar und werden im K.-o.-System ausgetragen, mit Vorrunde, Divisional Run, Conference Championships und schliesslich dem Super Bowl. Der Super Bowl wird traditionell am zweiten Sonntag im Februar ausgetragen.
Die Conference Championships entscheiden, welche Mannschaften aus der AFC und der NFC ins Endspiel einziehen. Die Sieger der beiden Conferences treffen sich dann im Super Bowl. Der Austragungsort wird Jahre im Voraus festgelegt und wechselt zwischen den Stadien der NFL.
Der nächste Super Bowl
Der Super Bowl LX wurde am 8. Februar 2026 im Levi’s Stadium in Santa Clara, Kalifornien, ausgetragen. Die Seattle Seahawks gewannen 29:13 gegen die New England Patriots. Zum wertvollsten Spieler wurde Kenneth Walker III gewählt, der 135 Rushing-Yards bei 27 Läufen erzielte. Jason Myers verwandelte mit fünf Field Goals einen Super-Bowl-Rekord. Das Stadion war mit 70’823 Zuschauern ausverkauft, der Halbzeit-Auftritt wurde von Bad Bunny bestritten, ein 30-Sekunden-Werbespot kostete 10 Millionen US-Dollar.
Der nächste Super Bowl, der Super Bowl LXI, ist für den 14. Februar 2027 im SoFi Stadium in Inglewood, Kalifornien, angesetzt. Sobald die Conference Championships im Januar 2027 ausgespielt sind, stehen die Teilnehmer fest und das Wettprogramm von Sporttip und Jouez Sport wird mit den entsprechenden Märkten bestückt.
Verlängerung und reguläre Spielzeit
Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus die Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Im American Football gibt es regelmässig Verlängerungen, und nicht jeder Markt endet mit der regulären Spielzeit. Der Super Bowl LI im Jahr 2017 war der erste, der in die Verlängerung ging – die New England Patriots gewannen 34:28 gegen die Atlanta Falcons.
Wer auf den Sieger wettet, sollte darauf achten, ob die Wette die reguläre Spielzeit oder das gesamte Spiel inklusive Verlängerung umfasst. In den meisten Fällen gilt das gesamte Spiel, weil ein Unentschieden im American Football nach der regulären Spielzeit durch die Overtime aufgelöst wird. Es lohnt sich aber, das im Wettprogramm nachzulesen, weil die Wettart nicht überall identisch beschrieben wird.
Veranstalter im Vergleich: Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport im Direktvergleich
Die folgende Übersicht stellt die zwei bewilligten Veranstalterinnen nebeneinander. Ausländische Marken werden in einem separaten Abschnitt behandelt, weil sie in der Schweiz keine Bewilligung haben und daher in einer anderen Kategorie stehen.
| Marke | Schweizer Bewilligung | Veranstalter und Produkt |
|---|---|---|
| Sporttip | Gespa-Bewilligung als Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Produkt Sporttip |
| Jouez Sport | Gespa-Bewilligung als Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS) | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Lausanne; Produkt Jouez Sport |
| Playzilla | Keine Schweizer Bewilligung | Im Ausland beheimatet, keine Gespa-Anerkennung |
| Betscore | Keine Schweizer Bewilligung | Im Ausland beheimatet, keine Gespa-Anerkennung |
| Wettigo | Keine Schweizer Bewilligung | Im Ausland beheimatet, keine Gespa-Anerkennung |
| Jackbit | Keine Schweizer Bewilligung | Im Ausland beheimatet, keine Gespa-Anerkennung |
| Sportuna | Keine Schweizer Bewilligung | Im Ausland beheimatet, keine Gespa-Anerkennung |
| FortuneJack | Keine Schweizer Bewilligung | Im Ausland beheimatet, keine Gespa-Anerkennung |
| BetPanda | Keine Schweizer Bewilligung | Im Ausland beheimatet, keine Gespa-Anerkennung |
| Bahigo | Keine Schweizer Bewilligung | Im Ausland beheimatet, keine Gespa-Anerkennung |
Swisslos Sporttip
Swisslos, mit Sitz in Basel, ist die gemeinsame Landeslotterie der Deutschschweizer Kantone, des Tessins und des Fürstentums Liechtenstein. Das Unternehmen organisiert Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019, die 2020 in Kraft getreten ist. Die Sportwetten laufen unter dem Produktnamen Sporttip.
Das Vertragsgebiet umfasst 19 Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein – also den grössten Teil der Deutschschweiz und die italienischsprachige Schweiz. Ein Online-Konto bei Sporttip ist nur für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in diesem Gebiet möglich. Wer dort gemeldet ist, kann online und an den Verkaufsstellen spielen.
Das Wettprogramm von Sporttip enthält American Football und die NFL. Sobald die Super-Bowl-Teilnehmer feststehen, wird das Wettprogramm um den Endspiel-Anlass erweitert. Die wichtigsten Märkte – Sieger, Handicap, Over/Under – sind dann verfügbar, dazu Kombinationsmärkte und gelegentlich Spezialmärkte, die der Veranstalter im Rahmen der Gespa-Liste für zulässig hält. Der Mindesteinsatz liegt bei 1 Franken, der Höchsteinsatz bei 1’000 Franken für Einzel- und Kombinationswetten und bei 10’000 Franken für Systemwetten. Sporttip kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Die Spielregeln sind in Version 4.2 dokumentiert und gelten seit 2026. Daraus ergeben sich eine Reihe von Details, die für Wettende relevant sind: Verlustlimiten vor der ersten Wette, eine 72-Stunden-Karenzzeit bei Limitenerhöhungen, die Cash-Out-Bedingungen, der Kombiboost und die Handhabung von abhängigen Wettereignissen über die Bet-Builder-Funktion.
Fazit: Sporttip ist der einzige bewilligte Online-Sportwetten-Anbieter für den grössten Teil der Deutschschweiz und das Tessin. Wer dort wohnt, kommt an Sporttip nicht vorbei, wenn er legal wetten will. Das Angebot ist solide, die Spielregeln sind klar dokumentiert, und die Spielerschutzinstrumente entsprechen den gesetzlichen Vorgaben. Für reine Super-Bowl-Wetten ist das Wettprogramm nicht so breit wie bei grossen internationalen Anbietern – die Auswahl an Spezialmärkten ist kleiner, dafür ist die Rechtslage eindeutig.
Loterie Romande Jouez Sport
Die Loterie Romande, mit Sitz in Lausanne, ist die gemeinsame Lotterie der sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie organisiert Lotterien und Sportwetten unter dem Produktnamen Jouez Sport. Die Kontaktadresse lautet Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne.
Jouez Sport deckt das gleiche Spektrum an Wettarten ab wie Sporttip, allerdings beschränkt auf das Vertragsgebiet der Westschweiz. Wer in einem dieser sechs Kantone wohnt, kann ein Online-Konto eröffnen und an den Verkaufsstellen spielen. Die Loterie Romande unterhält 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und beschäftigt 221 Mitarbeitende.
Die Spielregeln ähneln jenen von Sporttip, weil beide Veranstalterinnen die gleichen gesetzlichen Vorgaben erfüllen müssen. Die genauen Fristen, Mindestquoten und Höchsteinsätze können im Detail abweichen, das Grundprinzip ist dasselbe. Auch Jouez Sport muss Verlustlimiten anbieten, ein Sperrregister führen und das Wettprogramm auf die Gespa-Liste abstimmen.
Fazit: Jouez Sport ist das Pendant zu Sporttip für die Westschweiz. Das Angebot ist vergleichbar, die Spielregeln entsprechen den Vorgaben, und die Spielerschutzinstrumente greifen auf die gleiche Weise. Wer in der Romandie wohnt, hat mit Jouez Sport einen bewilligten Anbieter, der die gleichen Wetten anbietet wie Sporttip, und keine Alternative innerhalb des bewilligten Marktes.
Ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung: Warum sie hier keine Option sind
In der Werbung, in sozialen Medien und über Suchmaschinen tauchen immer wieder ausländische Wettanbieter auf, die auch in der Schweiz um Kundschaft werben. Dazu gehören Playzilla, Betscore, Wettigo, Jackbit, Sportuna, FortuneJack, BetPanda und Bahigo. Diese Marken haben in der Schweiz keine Bewilligung und sind nicht von der Gespa anerkannt. Eine ausländische Lizenz – gleich aus welchem Land – hat hier keine Gültigkeit.
Das hat mehrere Konsequenzen. Wer bei einer solchen Marke spielt, ist nicht Kunde eines bewilligten Veranstalters, sondern Beteiligter an einem in der Schweiz nicht erlaubten Geldspiel. Die Veranstalterin macht sich strafbar, der Spieler nicht – aber: Einsätze und Gewinne können im Rahmen von Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Es gibt keinen Schweizer Spielerschutz, kein Sperrregister und keine Schweizer Rekursmöglichkeit. Auszahlungen hängen vom Goodwill des Anbieters ab, der keiner Schweizer Aufsicht untersteht.
Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Internetanbieter per DNS-Sperre blockieren. Ende 2025 umfasste die Liste 671 Domains. Die Sperre wird regelmässig aktualisiert; wer einen blockierten Anbieter über einen anderen Link erreicht, hat keine zusätzliche Sicherheit gewonnen. Die Sperre ist auch ein Hinweis darauf, dass die ausländische Marke in der Schweiz aktiv beworben wird – ein Vergehen, das mit Bussen bis zu 500’000 Franken geahndet werden kann.
Fazit: Ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung sind in der Schweiz keine seriöse Option. Das grössere Wettangebot und die höheren Boni, mit denen sie werben, stehen ausserhalb des Schweizer Rechtsraums. Wer dort spielt, hat keine Garantie für eine Auszahlung, keinen Schutz im Streitfall und riskiert, dass das Geld im Rahmen einer Strafverfolgung eingezogen wird. Die Bewilligung der Schweizer Veranstalterinnen ist kein Marketing-Etikett, sondern ein echter Schutzmechanismus.
Steuern und Auszahlung: Was vom Gewinn übrig bleibt
Wer in der Schweiz wettet, fragt sich, was vom Gewinn übrig bleibt. Die Antwort hängt von der Höhe des Gewinns und vom Wohnsitzkanton ab, und sie ist klarer als in vielen anderen Ländern.
Steuerfreibetrag und Verrechnungssteuer
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Der Bundessteuerfreibetrag liegt seit dem 1. Januar 2026 bei 1’071’000 Franken, 2025 waren es noch 1’070’400 Franken. Wer einen Gewinn unter diesem Betrag erzielt, zahlt keine Einkommenssteuer darauf. Erst oberhalb des Freibetrags fällt die Verrechnungssteuer an, die der Veranstalter direkt abzieht: 35 Prozent des Gewinns werden einbehalten und können über die Steuererklärung zurückgefordert werden.
Die kantonalen Freibeträge sind unterschiedlich. Wer in Genf wohnt, hat einen anderen Freibetrag als jemand in Zürich. Die Faustregel «je nach Kanton» ist hier treffend, weil sie ohne grossen Aufwand die wichtigste Information vermittelt: Es gibt keinen einheitlichen Schweizer Wert. Wer einen grösseren Gewinn erzielt, sollte die kantonale Steuerverwaltung oder einen Steuerberater fragen, bevor er die Erklärung abgibt.
Die meisten Wettenden gewinnen weit unter dem Freibetrag. Ein typischer Gewinn auf einer Siegerwette zum Super Bowl liegt im niedrigen bis mittleren dreistelligen Bereich, wenn überhaupt. Ein Wettender, der 100 Franken einsetzt und eine Quote von 1.90 trifft, gewinnt 90 Franken brutto – weit unter jedem Freibetrag und steuerfrei.
Gewinne aus ausländischen Anbietern
Wer ausländische Anbieter nutzt, hat keinen Anspruch auf den Schweizer Freibetrag. Deren Gewinne fallen in das normale Einkommen und werden je nach Kanton besteuert. Der Kanton Thurgau etwa behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als steuerbares Einkommen. Das ist ein weiterer Grund, warum das Spielen bei ausländischen Anbietern über die rechtlichen Risiken hinaus auch steuerlich nachteilig ist.
Auszahlung und Zahlungswege
Gewinne und Guthaben werden bei Sporttip und Jouez Sport ausschliesslich auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausgezahlt – das schreibt das Geldspielgesetz vor. Anonyme Auszahlungen oder Kryptowährungen sind im bewilligten Markt nicht möglich. Kreditaufnahmen zum Wetten sind verboten. Welche konkreten Zahlungsmittel ein Veranstalter anbietet – Banküberweisung, PostFinance, Debitkarte – ist Sache der jeweiligen Geschäftsbedingungen und kann sich von Zeit zu Zeit ändern.
Die Auszahlungsdauer hängt vom Veranstalter und vom gewählten Zahlungsweg ab. In der Regel wird eine Auszahlung innert weniger Werktage abgewickelt, bei Banküberweisungen kann es etwas länger dauern. Wer eine bestimmte Frist braucht, sollte vor der Anmeldung prüfen, wie lange die Auszahlung dauert – insbesondere, wenn der Super-Bowl-Gewinn schnell auf dem Konto sein soll.
Wie der Super-Bowl-Sonntag abläuft: Eine typische Wett-Sequenz
Wer zum ersten Mal auf den Super Bowl wettet, durchläuft eine Reihe von Schritten, die ungewohnt sein können. Die folgende Sequenz beschreibt den typischen Ablauf bei Sporttip; bei Jouez Sport verhält es sich analog.
Konto und Verlustlimite. Vor dem ersten Tipp steht die Registrierung. Wer sich online anmeldet, lädt einen Ausweis hoch, die Daten werden geprüft, das Konto wird aktiviert. Direkt nach der Aktivierung müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden. Wer das nicht tut, kann nicht wetten – die Verlustlimite ist Voraussetzung, nicht Optional.
Wettprogramm und Quote. Sobald die Conference Championships gespielt sind, werden die Quoten auf den Super Bowl veröffentlicht. Sieger, Handicap und Over/Under sind die Standardmärkte; weitere Märkte können je nach Veranstalter dazukommen. Die Quoten verändern sich bis zum Anpfiff, abhängig von Wettvolumen, Verletzungen und anderen Faktoren.
Tipp abgeben. Wer sich für eine Wette entschieden hat, gibt sie online oder am Schalter ab. Online geht es über das Konto, am Schalter mit einem Wettschein. Bei Online-Wetten wird der Einsatz sofort vom Konto abgebucht. Bei Livewetten während des Spiels gilt das gleiche Prinzip, allerdings mit dem Hinweis, dass die Quote sich schnell ändern kann.
Spiel und Auswertung. Das Spiel läuft, die Wette bleibt offen. Nach Spielende wertet der Veranstalter die Wetten aus. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus die Nachspielzeit; Verlängerung zählt nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist. In den meisten Fällen deckt die Siegerwette das gesamte Spiel ab.
Auszahlung. Gewinne werden dem Wettkonto gutgeschrieben und können auf das hinterlegte Zahlungskonto ausgezahlt werden. Cash-Out ist eine Alternative: Wer die Wette nicht bis zum Ende laufen lassen will, kann sie vorzeitig beenden und den angebotenen Betrag mitnehmen. Der Cash-Out-Betrag liegt immer unter dem Gewinn, der bei einem normalen Ausgang angefallen wäre – das ist der Preis für die vorzeitige Sicherheit.
Nach dem Spiel. Wer nach dem Spiel weiter wetten will, kann das tun. Wer die Verlustlimite erreicht hat, kann nicht mehr. Wer das Gefühl hat, dass das Wetten überhandnimmt, kann eine Pause einlegen oder eine Spielsperre beantragen. Die Instrumente sind da, sie müssen aber genutzt werden.
Wichtige Spielregeln im Überblick
Die Spielregeln der Veranstalterinnen sind lang, aber einige Punkte verdienen besondere Aufmerksamkeit, weil sie sich direkt auf die Wette auswirken.
- Mindesteinsatz und Höchsteinsatz. Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei 1 Franken, der Höchsteinsatz bei 1’000 Franken. Systemwetten dürfen bis 10’000 Franken eingesetzt werden. Diese Limiten können vom Veranstalter jederzeit geändert werden.
- Mindestquote für Kombiboost. Wer den Kombiboost nutzen will, muss alle Voraussagen mit einer Mindestquote von 1,50 spielen. Wer eine Quote von 1,30 auf einem Spiel hat, kann diesen Boost nicht aktivieren.
- Abhängige Wettereignisse. Wetten, die voneinander abhängig sind – etwa ein Spielstand in einem Viertel und das Endergebnis – können bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert werden. Eine Kombination ohne diese Funktion kann für ungültig erklärt und der Einsatz zurückerstattet werden.
- Cash-Out als vollständige Auszahlung. Cash-Out gibt es nur als vollständige Auszahlung, nicht in Teilen. Wer den Cash-Out-Knopf drückt, gibt die gesamte Wette ab, nicht einen Teil davon.
- Wetten, die nach dem Ausgang platziert werden. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1,00. In spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, VAR – kann der Veranstalter Wetten ebenfalls mit Quote 1,00 werten.
- Spielregel-Änderungen. Der Veranstalter kann die Spielregeln jederzeit ändern. Wer sich auf die aktuellen Bedingungen berufen will, sollte die Online-Version der Spielregeln prüfen.
Häufige Fragen zum Super Bowl und zu Wetten in der Schweiz
Ist Wetten auf den Super Bowl in der Schweiz legal, und wenn ja, bei wem?
Ja, aber nur bei den zwei bewilligten Veranstalterinnen. Swisslos betreibt Sporttip für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone. Ausländische Anbieter mit Lizenz in Curaçao, Malta, Deutschland oder anderswo haben in der Schweiz keine Gültigkeit, und die Bewerbung solcher Angebote ist nach dem Geldspielgesetz eine Ordnungswidrigkeit. Wer in der Schweiz wohnt, kann nur bei der für seinen Wohnsitzkanton zuständigen Veranstalterin legal online wetten.
Steht American Football auf der Gespa-Liste der erlaubten Sportarten?
American Football und die NFL stehen auf der Gespa-Liste, ebenso der Super Bowl als Endspiel. Damit sind Wetten auf das Endspiel grundsätzlich erlaubt, sofern sie im Wettprogramm des Veranstalters angeboten werden. Was nicht auf der Liste steht, darf nicht angeboten werden – etwa Eckball- oder Kartenmärkte aus dem Fussball, die in der Gespa-Liste fehlen. Spezialmärkte einzelner Spieler, wie sie ausländische Anbieter kennen, sind im bewilligten Markt nicht verfügbar. Die Liste ist abschliessend.
Wann und wo findet der nächste Super Bowl statt?
Der Super Bowl LXI ist für den 14. Februar 2027 im SoFi Stadium in Inglewood, Kalifornien, angesetzt. Der Super Bowl wird traditionell am zweiten Sonntag im Februar ausgetragen, in der Regel im Wechsel zwischen verschiedenen NFL-Stadien. Der Super Bowl LX am 8. Februar 2026 wurde im Levi’s Stadium in Santa Clara ausgetragen, die Seattle Seahawks gewannen 29:13 gegen die New England Patriots. Sobald die Conference Championships Anfang Januar 2027 gespielt sind, stehen die Finalteilnehmer fest und das Wettprogramm wird ergänzt.
Wie entsteht eine Quote auf den Sieger, und was bedeutet die Marge?
Die Quote ist die umgekehrte Wahrscheinlichkeit: Eine Quote von 2,00 entspricht einer Trefferwahrscheinlichkeit von 50 Prozent, eine Quote von 4,00 entspricht 25 Prozent. Der Veranstalter baut einen Sicherheitsaufschlag ein, die Marge. Bei einer Zweiwege-Wette mit Quoten 1,90 / 1,90 ergibt sich eine Auszahlungsquote von 0,95 – der Veranstalter zahlt 95 Rappen pro Franken Einsatz zurück und behält 5 Rappen. Die Marge ist der Preis, den der Wettende für die Möglichkeit zahlt, überhaupt zu wetten. Sie liegt je nach Markt und Sportart zwischen 2 und 8 Prozent, in Spezialfällen auch darüber. Wer die Margen vergleicht, sieht, welcher Veranstalter knauserig kalkuliert und welcher grosszügig.
Wie wird der Gewinn einer Kombiwette aus mehreren Quoten berechnet?
Die Quoten der einzelnen Voraussagen werden multipliziert. Drei Voraussagen mit Quoten 1,80, 2,10 und 1,95 ergeben eine Gesamtquote von 1,80 × 2,10 × 1,95 = 7,37. Bei einem Einsatz von 10 Franken ist der Bruttogewinn 73,70 Franken. Die Marge steigt mit jeder weiteren Voraussage, weil der Veranstalter auf jedem Teilausgang seinen Anteil einbehält. Eine Kombiwette mit vier Voraussagen hat typischerweise eine Marge von 12 bis 15 Prozent, eine mit acht Voraussagen noch deutlich mehr. Der Kombiboost von Sporttip mildert das teilweise ab, erfordert aber eine Mindestquote von 1,50 auf jeder Voraussage.
Zählt die Verlängerung bei Sporttip-Wetten zur regulären Spielzeit?
Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus die Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Im American Football endet ein Spiel bei Gleichstand nach vier Vierteln in der Overtime, und die meisten Siegerwetten decken das gesamte Spiel ab. Es lohnt sich aber, das im Wettprogramm zu prüfen, weil die Beschreibung der Wettart nicht überall identisch ist. Wer auf den Sieger wettet, will wissen, ob ein Overtime-Touchdown den Aussenseiter noch zum Sieger macht.
Die Gespa-Liste: Was darf überhaupt gewettet werden?
Das Geldspielgesetz kennt eine geschlossene Liste erlaubter Wetten. Die Gespa führt diese Liste und führt darin Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten auf, die bewilligt werden dürfen. American Football und die NFL stehen auf dieser Liste, ebenso der Super Bowl als Endspiel. Wer auf den Sieger, auf einzelne Spielabschnitte oder auf Punkte wettet, ist im Rahmen der Liste unterwegs.
Was nicht auf der Liste steht, ist auch nicht erlaubt. Eckball-Wetten und Kartenmärkte fehlen in der Gespa-Liste, ebenso ein Esports-Bereich. Ranglistenwetten sind nur erlaubt, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet. Trainingsläufe – etwa in Formel-1- oder Ski-Kontexten – dürfen nicht als Wette angeboten werden. Wettbewerbe mit überwiegend Minderjährigen sind vom Wettangebot ausgeschlossen, was den Nachwuchsbereich betrifft. Wer also ein Spezialmarkt-Angebot eines ausländischen Anbieters kennt und das gleiche bei Sporttip oder Jouez Sport sucht, sucht oft vergebens.
Die Gespa-Liste wird regelmässig aktualisiert; die Version vom 10. September 2026 ist die zum Zeitpunkt dieser Seite aktuelle Grundlage. Die Liste wird im Schweizer Kontext oft zitiert, weil sie die einzige Referenz ist, an der sich Wettende und Veranstalterinnen orientieren können. Wer auf der Liste steht, darf angeboten werden; wer nicht drauf steht, hat im bewilligten Markt nichts zu suchen.
Die Geschichtsbücher: Wer hat die meisten Super Bowls gewonnen?
Die New England Patriots und die Pittsburgh Steelers führen die Liste mit je sechs gewonnenen Super Bowls an. Die San Francisco 49ers und die Dallas Cowboys folgen mit je fünf Siegen. Tom Brady gewann als Spieler sieben Super Bowls – eine Zahl, die erst durch Bradys besondere Karriere möglich wurde. Bill Belichick kommt als Trainer auf acht Super-Bowl-Siege, davon zwei mit den New York Giants und sechs mit den Patriots. Das sind die Eckdaten einer langen Geschichte, die mit dem AFL-NFL World Championship Game 1967 begann.
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Inhalt erstellt vom Team «asiahandicapch»
