Online Cricket Wetten Schweiz 2026 – Anbieter, Recht, Wettformen im Vergleich
Ladevorgang...
Wer in der Schweiz auf Cricket wetten will, hat in erster Linie eine juristische Frage zu beantworten, bevor er sich um Quoten, Boni oder Formate kümmert. Zwei Veranstalterinnen dürfen hierzulande Sportwetten anbieten, und nur zwei: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Beide brauchen eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz, beide werden von der Gespa beaufsichtigt, und beide führen eine geschlossene Liste an Sportarten und Wetttypen. Steht Cricket auf dieser Liste, ist es für Spielende im jeweiligen Vertragsgebiet spielbar. Steht es nicht dort, ist es bei einem Schweizer Veranstalter nicht im Programm, und jede ausländische Wettseite, die Schweizer Kunden bedient, tut das ohne Schweizer Bewilligung. Die folgenden Abschnitte erläutern das Zusammenspiel von Recht, Format und Quote, stellen die wichtigsten Wettanbieter gegenüber und beantworten abschliessend fünf Fragen, die bei der Vorbereitung einer Cricket-Wette regelmässig auftauchen. Der Datenstand der regulatorischen Angaben ist der Oktober 18, 2026, geprüft gegen die Bewilligungsregister und die Spielregeln von Swisslos und Loterie Romande.

Spielplan, Formate und Turniere: warum Cricket-Wetten eine eigene Logik haben
Cricket ist nicht ein Spiel, sondern drei, und jede der drei Formen verändert das Wettangebot. Wer ohne den Kontext der drei Wette antritt, riskiert Zahlen übereinander zu lesen, die nicht vergleichbar sind. Test, ODI und T20 stehen für unterschiedliche Längen, unterschiedliche Tiebreak-Regeln und unterschiedliche Märkte – und jeder dieser Unterschiede schlägt sich in den Wettquoten nieder.
Test, ODI, T20: was sich für die Wette wirklich ändert
Im Cricket stehen sich zwei Mannschaften mit je elf Spielern gegenüber, ein Spiel hat zwei oder vier Innings, ein Over besteht aus sechs regulären Bällen. Das ist der gemeinsame Boden, auf dem alles andere aufsetzt. Ein Test-Match dauert bis zu fünf Tage mit täglich drei Sessions von ungefähr zwei Stunden, ein One-Day International in der Regel 50 Overs pro Innings, ein Twenty20 20 Overs pro Innings mit höchstens 75 Minuten pro Innings. Aus diesen drei Eckdaten folgen die Märkte, die ein Anbieter überhaupt anbieten kann: Beim Test gehört die Draw-Wette zum Standard, beim ODI und T20 fällt sie weg und wird durch die Over/Under-Linie ersetzt. Auch die Live-Wette verändert sich, weil ein T20-Innings in rund 75 Minuten durchläuft und damit sehr viel mehr Aktualisierungen pro Spielzeit produziert als ein fünf Tage langes Test-Match.

Zwei Konsequenzen lohnen sich für Spielende. Erstens: Wer T20-Kombiwetten aus mehreren Spielen baut, muss die Innings-Länge kennen. Eine «erste Over 50» über fünf Spiele ist nicht fünf Mal 50, sondern fünf Mal eine Wette auf den Spielstand nach sechs Bällen. Wer den Markt übersieht, sieht sich nachher nicht einer einzelnen Zahl gegenüber, sondern deren fünf – und der Unterschied zwischen den Märkten ist in der Regel genau die Marge, die der Anbieter mitnimmt. Zweitens: Beim Test ist die Draw-Wette kein Restposten, sondern eine eigenständige Quote, die sich während der fünf Tage bewegt. Bei einem Wettanbieter ohne Live-Quoten beim Test heisst das für den Spielenden, dass er eine Position über fünf Tage hält, ohne reagieren zu können – was bei einer Aufholjagd des unterlegenen Teams teuer werden kann.
Die grossen Turniere und was sie für den Wettkalender bedeuten
Der Cricket World Cup der Männer findet alle vier Jahre statt und wird seit 1987 mit 50 Overs pro Innings gespielt, davor wurden 60 Overs gespielt; die erste Austragung war 1975 in England, Rekordsieger ist Australien mit sechs Titeln. Die jüngste Ausgabe 2023 wurde in Australien gewonnen, das Turnier 2027 wird in Südafrika, Simbabwe und Namibia ausgetragen und auf 14 Teams erweitert. Das Finale 2019 endete nach 50 Overs 241:241, im Super Over 15:15, England gewann anhand der Zahl der Boundaries – ein Ergebnis, das in den Quoten-Büchern als Beleg steht, dass Cricket auch nach 50 Overs und einem Super Over noch unentschieden stehen kann. Für die Wette heisst das: Die Bandbreite an Märkten ist bei einem World Cup am grössten, der Quotenschwankungsumfang ebenfalls, und wer die Geschichte des Turniers kennt, sieht leichter, wann eine Quote über- oder unterreagiert.

Neben dem World Cup prägen zwei weitere Reihen den Spielplan. Die internationalen bilateralen Serien liefern den Grundrhythmus und Test-Matches über fünf Tage. Auf Klub-Ebene ist die Indian Premier League das bekannteste Beispiel für eine nationale Twenty20-Liga mit internationalen Spielern. Die IPL spielt im Frühjahr, was bedeutet, dass zwischen März und Mai die grösste Dichte an Kurzformat-Spielen auf dem Weltmarkt liegt. In dieser Phase ist die Tiefe der Wettangebote am grössten, die Gefahr, auf einem kleinen Markt zu landen, aber auch – und die eigenen Quoten von Sporttip und Jouez Sport können in dieser Zeit wegen der Spiel-Fülle auch am stärksten von denen grosser internationaler Anbieter abweichen. Für Spielende heisst das: Wer im IPL-Fenster plant, vergleicht die Quoten vorgängig und entscheidet sich bewusst für die Schweizer Plattform, die das Wettprogramm trägt, oder gegen sie – nicht aus Gewohnheit, sondern mit klarem Blick auf das Angebot.
Duckworth-Lewis-Stern: warum die Regenregel jede Wette verändert
Die Duckworth-Lewis-Stern-Methode berechnet das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft in durch Wetter unterbrochenen Limited-Overs-Spielen. Eingeführt wurde sie 1997 und 1999 vom International Cricket Council offiziell übernommen; seit November 2014 trägt sie nach Steven Stern den Namen Duckworth-Lewis-Stern. In 50-Over-Spielen muss jedes Team mindestens 20 Overs spielen, im Twenty20 mindestens fünf, sonst wird das Spiel als «No Result» gewertet – Ausnahme: ein Team ist all out oder erreicht das Ziel früher. Was die Methode für die Wette bedeutet, ist konkret: Eine Wette auf das Gesamtergebnis nach Regenunterbrechung basiert nicht mehr auf dem Spielverlauf, sondern auf einer statistischen Anpassung. Die Quote, die vor dem Spiel angeboten wird, gilt für den vereinbarten Markt; die Frage, ob das Spiel nach DLS fortgesetzt wird oder als «No Result» endet, ist eine Frage der Spielregeln, nicht der Quote. Wer auf den Sieger wettet und das Spiel wegen DLS abgebrochen wird, hält am Ende keine Wette, deren Ausgang das Spiel hätte, sondern eine Wette, deren Ausgang die Methode festgelegt hat.
Das hat eine praktische Konsequenz für das eigene Risiko. Eine Wette auf den Sieger bei einer Wetterlage, die DLS wahrscheinlich macht, ist eine Wette, deren Ausgang die Spielregeln vorab einschränken – sie sollte in der eigenen Bewertung der Quote eingepreist sein. Eine Wette auf ein einzelnes Over, das im Voraus festgelegt wird, ist davon nicht betroffen, weil sie sich auf eine konkrete Spielphase bezieht und die DLS-Methode hier nicht eingreift. Wer bei einem unsicheren Wetterprognose-Spiel trotzdem auf den Sieger setzt, sollte sich bewusst sein, dass die Quote dafür eine Teil-Sicherheit gegen den «No Result» enthält, und dass diese Teil-Sicherheit der Anbieter bezahlt – und nicht umsonst.
Top-10-Anbieter für Cricket in der Schweiz: was die Auswahl wirklich trägt
In der Schweiz darf Sportwetten nur anbieten, wer eine Schweizer Bewilligung hat. Das sind Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Wer eine ausländische Seite nutzt, tut das ohne Schweizer Bewilligung und ohne die Schweizer Schutzregeln – und genau deshalb ist die Liste hier nicht «die zehn besten Cricket-Anbieter der Schweiz», sondern eine Gegenüberstellung: zwei lizenzierte Schweizer Anbieter, denen die Aufsicht und das Schweizer Schutzregime zur Verfügung stehen, und acht ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung, deren Angebote für Schweizer Spielende über das ausländische Hausrecht laufen und nicht über das BGS. Wer die Liste zurate zieht, sollte das mit im Kopf behalten, bevor er den ersten Buchmacher öffnet.
Was die Tabelle zeigt und warum eine Spalte nicht reicht
Die Gegenüberstellung hier ist nach drei Säulen gebaut: Marke, Schweizer Bewilligungssituation, Veranstalterin oder ausländische Lizenz wie angegeben. Eine Spalte zum Quoten-Niveau ist bewusst nicht aufgenommen – die Quoten für Cricket sind je nach Anlass, Wetttyp und Zeitpunkt zu unterschiedlich, als dass eine einzige Spalte dem gerecht würde. Wer Cricket-Quoten vergleicht, vergleicht sie auf einer eigenen Seite für eine eigene Partie, ein eigenes Format und einen eigenen Wetttyp; jede generische Liste ist hier Werbung, keine Information. Die Spalten, die in der Tabelle stehen, sind die Spalten, die in der Schweiz entscheidend sind: Wer hat eine Bewilligung, wer nicht, und welche Lizenz wird ausserhalb der Schweiz geltend gemacht.
| Marke | Schweizer Bewilligung | Veranstalterin oder ausländische Lizenz wie angegeben |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung BGS | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung BGS | Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne |
| Betscore | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz wie angegeben: nicht festgestellt |
| 22Bet | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz wie angegeben: nicht festgestellt |
| bet-at-home | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz wie angegeben: nicht festgestellt |
| Betify | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz wie angegeben: nicht festgestellt |
| ZotaBet | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz wie angegeben: nicht festgestellt |
| BetAlright | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz wie angegeben: nicht festgestellt |
| N1 Bet | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz wie angegeben: nicht festgestellt |
| BetFury | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz wie angegeben: nicht festgestellt |
Die Tabelle zeigt in einer Spalte, was die Bewilligungssituation in der Schweiz ist, und in der anderen, wer hinter dem Produkt steht – oder, im Fall der ausländischen Marken, wer sich als verantwortlich nennt, ohne dass diese Angabe in der Schweiz etwas bedeutet. Die Tabelle ersetzt die Bewilligungsabfrage nicht; sie ist die schnellste Erinnerung daran, welche Marke mit welcher rechtlichen Form der Sportart zuzuordnen ist.
Was die Tabelle nicht zeigt: Wie vollständig das Cricket-Programm bei jeder Marke ist, wie tief die Quoten in einem laufenden Spiel sind, welche Live-Übertragungen angeboten werden, welche Zahlungsmittel konkret akzeptiert werden, wie hoch die Auszahlungsgeschwindigkeit im Einzelfall ist. Zu diesen Punkten geben die Wettprogramme und AGB der jeweiligen Marke Auskunft. Wer hier konkrete Werte erwartet, sollte im Wettprogramm der jeweiligen Marke nachsehen, und zwar am konkreten Spiel, für das er wetten will – eine Suche, die bei einem lizenzierten Schweizer Anbieter direkt im Wettschein mündet und bei einem ausländischen Anbieter im Account-Bereich.
Swisslos Sporttip: was den lizenzierten Anbieter im Cricket trägt
Swisslos, mit Sitz in Basel, veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020); die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Das Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Sporttip ist die einzige Plattform dieses Veranstalters, auf der Cricket-Quoten erscheinen, wenn die Gespa-Liste Cricket enthält – was je nach Saison und Vertragsgebiet unterschiedlich sein kann.
Die Quoten bei Sporttip sind so zu lesen, wie Sporttip-Quoten generell zu lesen sind: mit eingebauter Marge. Ein Beispiel: Wenn ein Zwei-Wege-Markt mit Quoten 1.90 / 1.90 angeboten wird, ergibt sich die Auszahlungsquote aus 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 0.95, also 95 Prozent, und die Marge liegt bei 5 Prozent. Diese 5 Prozent sind das, was Sporttip von jedem Franken Einsatz auf diesem Markt einbehält – nicht bei einem einzelnen Spiel, sondern im Durchschnitt über die Märkte, die das Spiel nutzen. Eine echte Cricket-Quote ist selten symmetrisch, weil der Anbieter die wahrscheinlichere Seite knapper ansettet; dann liegt die Marge meist tiefer als 5 Prozent, und der Spielende bekommt mehr zurück. Genau das ist der Punkt, an dem die Marge der eigenen Quote sichtbar wird: Je näher die beiden Seiten an 1.90 / 1.90 sind, desto, sauberer die Quote – und desto leichter der Vergleich.
Sporttip bietet Prematch- und Livewetten auf das, was die Gespa-Liste trägt. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer in der Schlussphase eines T20-Spiels auf den Sieger setzt, riskiert, dass die Wette mit Quote 1.00 gewertet wird, wenn Swisslos die Situation als spielentscheidend einstuft – ein Punkt, der im Spielregeln-Dokument ausdrücklich erwähnt ist.
Beim Cash-Out bietet Sporttip die Funktion für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Wer auf Cricket eine Livewette platziert und Cash-Out nutzt, sollte verstehen, dass der Cash-Out-Wert in der Regel die entgangene Marge plus den eigenen Nachteil aus der kurzfristigen Preisbewegung enthält.
Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000; Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Für Spielende, die mit kleinen Einsätzen testen wollen, ist CHF 1 der unterste Satz – und genau das ist auch die Bandbreite, in der die meisten Cricket-Wetten bei Sporttip abgegeben werden. Wer mit höheren Einsätzen plant, sollte die eigenen Höchstlimiten mit der Gesamtstruktur des Wettscheins abgleichen.
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Damit ist die Registrierung bei Sporttip die einzige Schwelle, die zwischen Schweizer Spielenden und dem Cricket-Wettangebot steht – kein VPN, keine ausländische Identität, sondern der eigene Wohnsitz im Vertragsgebiet und der eigene Ausweis.
Für die Beurteilung heisst das: Sporttip ist die einzige Cricket-Wette in der Schweiz, die unter dem BGS läuft. Die Plattform trägt die Schweizer Spielregeln, die Schweizer Spielersperre, die Schweizer Limiten und die Schweizer Verlustlimiten, und sie führt Auszahlungen ausschliesslich auf ein Konto im Namen des Spielenden aus. Wer Cricket in der Schweiz wetten will und auf eine Plattform mit Schweizer Aufsicht Wert legt, landet bei Sporttip – vorausgesetzt, das Vertragsgebiet passt und die Gespa-Liste enthält Cricket.
Loterie Romande Jouez Sport: was den zweiten lizenzierten Anbieter trägt
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, und sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Damit ist Jouez Sport das westliche Gegenstück zu Sporttip, mit eigenem Vertragsgebiet, eigenem Vertrieb und eigenem Wettprogramm. Was die Cricket-Wetten angeht, gilt auch hier: Was die Gespa-Liste trägt, wird angeboten – und das kann sich von Saison zu Saison unterscheiden.
Wer in Genf, Waadt oder einem der anderen Westschweizer Kantone wohnt, hat mit Jouez Sport die zu seinem Wohnsitz passende lizenzierte Plattform. Die Spiellogik ist die gleiche wie bei Sporttip – die Spielregeln, die Limiten, die Verlustlimiten, die Spielersperre sind im BGS einheitlich geregelt und werden von beiden Veranstaltern umgesetzt. Was sich unterscheidet, ist der konkrete Wettkalender: Die Quoten und das Programm der beiden Anbieter sind nicht identisch, weil die Gespa-Liste nicht für jeden Anbieter gleich ausfällt und weil die Veranstalter eigene Akzente setzen können. Wer zwischen den beiden hin- und herwechselt, sollte nicht nur die Quoten vergleichen, sondern auch die Verfügbarkeit der spezifischen Märkte, die er spielen will.
Für die Beurteilung: Jouez Sport ist die Cricket-Wette für die Westschweiz, mit dem vollen Schweizer Schutzregime, der Schweizer Aufsicht und der Schweizer Limitenstruktur. Wer in der Romandie wohnt und Cricket spielen will, hat in Jouez Sport die einzige lizenzierte Plattform seines Kantons. Wer in einem Deutschschweizer Kanton wohnt, hat diese Möglichkeit nicht – und umgekehrt. Das vertragsgebietsbasierte Modell ist die zweite Besonderheit der Schweizer Cricket-Wetten, neben der geschlossenen Liste der Gespa.
Betscore, 22Bet, bet-at-home, Betify, ZotaBet, BetAlright, N1 Bet, BetFury: was die ausländischen Marken für Schweizer Spielende bedeuten
Die acht ausländischen Anbieter in der Liste haben keine Schweizer Bewilligung. Das heisst: Sie sind in der Schweiz nicht zugelassen, sie werden nicht von der Gespa beaufsichtigt, sie sind nicht an das Schweizer Ausschlussrecht zur Eröffnung des Spielerkontos gebunden, sie sind nicht an die Schweizer Limitenregelung und nicht an die Schweizer Verlustlimiten gebunden, und sie sind nicht an die Schweizer Werbebestimmungen gebunden. Eine Lizenz in Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist ein Vergehen – bis drei Jahre oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Handeln bis fünf Jahre (Art. 130 BGS). Der Spielende wird in der Schweiz nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keinen Schweizer Schutz, keine Schweizer Spielersperre und keinen Schweizer Rekurs.
Die Gespa führt eine Sperrliste mit ausländischen Domains, die Schweizer Telekomanbieter via DNS sperren. Die erste Liste wurde am 3. September 2019 veröffentlicht, Ende 2025 waren 671 Domains gesperrt, und die Gespa nennt Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele für Domain-Hopping – das heisst, gesperrte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt. Wer also eine der genannten Marken in der Schweiz aufruft, kann je nach DNS-Sperre auf eine neue Domain stossen – das ist die Spielregel des ausländischen Marktes in der Schweiz, und sie ist nicht die Ausnahme.
Was die ausländischen Marken an Cricket anbieten, ist im Einzelfall breit, aber für Schweizer Spielende schwer einzuordnen, weil die Schweizer Aufsicht fehlt. Cricket-Quoten, Livewetten, Cash-Out-Funktionen, Bonusangebote – das alles ist möglich, aber ohne Schweizer Aufsicht. Für Spielende heisst das: Wer eine ausländische Marke nutzt, tut das auf eigenes Risiko – ohne Schweizer Schutz, ohne Schweizer Limiten, ohne Schweizer Sperre und ohne Schweizer Steuerbehandlung. Die ausländische Lizenz schützt nicht, sie erlaubt nur das Angebot in dem Land, in dem die Lizenz ausgestellt wurde.
Für die Beurteilung: Diese acht Marken sind keine Alternative zu Sporttip oder Jouez Sport, sondern ein anderes Wettmodell mit einem anderen Schutzregime. Wer sie nutzt, sollte wissen, dass er damit die Schweizer Schutzregeln verlässt – und genau das ist die Pointe der Top-10-Liste hier: Sie zeigt die Auswahl, die sich Schweizer Spielenden tatsächlich stellt, und sie macht sichtbar, dass die Auswahl an lizenzierten Anbietern sehr klein ist und die Auswahl an unzugänglichen Anbietern sehr gross.
Was Cricket in der Schweiz überhaupt bedeutet: Bewilligung, Gespa-Liste, Vertragsgebiet
Die Schweiz kennt keine Mehrzahl von Sportwetten-Anbietern, weil das Geldspielgesetz die Zahl der Veranstalterinnen für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Swisslos und Loterie Romande sind die beiden Veranstalterinnen, und sie brauchen je eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung nach dem BGS (Art. 21–25 BGS). Die Aufsicht führt die Gespa, nicht die ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt. Eine Schweizer Bewilligung gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS), und die kantonalen Vertragsgebiete sind in der IKV 2020 festgelegt. Was auf welcher Plattform gewettet werden kann, ist nicht frei, sondern folgt einer geschlossenen Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen, die die Gespa führt (Art. 25 BGS, Art. 29 VGS; Stand 10.09.2026). Steht Cricket auf der Liste, ist es auf Sporttip und/oder Jouez Sport spielbar; steht es nicht auf der Liste, ist es auf keiner lizenzierten Schweizer Plattform spielbar.
Was darf auf Cricket gewettet werden? Die Liste ist detailliert: Qualifikationsspiele nur, wenn sie gelistet sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet, nie auf Trainingsfahrten; Eckball- und Kartenmärkte sind in der Liste nicht vorgesehen, und eine eigene Esports-Sektion fehlt. Live-Wetten sind zulässig, Premesso und live, soweit die Bewilligung es erlaubt; das BGS enthält keine gesetzliche Einschränkung bestimmter Live-Märkte. Cash-Out ist nicht gesetzlich geregelt, sondern Sache des Veranstalters – Sporttip beschreibt die Funktion in seinen FAQ und in den Spielregeln. Virtuelle Sportwetten: nicht festgelegt – hier wird nichts geschrieben. Esports: hierzu enthält die Liste nichts.
Was muss bei der Online-Registrierung erfüllt sein? Mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Vertragsgebiet, keine laufende Spielsperre, eine Person pro Konto (Art. 47–52 VGS). Swisslos liest die Daten aus dem hochgeladenen Ausweis aus und prüft sie gegen Adressdatenbanken. Wer diese Voraussetzungen erfüllt, kann online ein Konto eröffnen; wer eine ausländische Identität nutzt, kann das Konto nicht eröffnen, weil die Adressdatenbank das nicht abdeckt.
Welche Märkte und Quoten es im Cricket wirklich gibt
Cricket ist in der Schweiz keine alltägliche Sportart, und das schlägt sich in der Tiefe des Wettprogramms nieder. Die Gespa-Liste enthält Cricket nur in den Formen und Wettbewerben, die sie explizit aufführt; die Plattformen dürfen Cricket-Quoten nur dort anbieten, wo die Liste es erlaubt. Was sich daraus ergibt: Wer auf Cricket wetten will, sieht sich bei Sporttip und Jouez Sport einem saisonal und turnierabhängig schwankenden Angebot gegenüber. Während eines Cricket World Cups ist das Angebot breiter, in der spielfreien Zeit ist es schmal. Wer in einer schmalen Phase plant, sollte die Quoten vor der Erwartung prüfen, nicht danach.
Die Märkte, die im Cricket üblich sind, spiegeln das Format. Beim Test: Sieger, Draw, Doppelte Chance, Top Batsman, Top Bowler, Höchstes Erst-Innings-Team, Session-Wetten. Beim ODI: Sieger, Over/Under-Gesamtpunkte, Höchster Einzelschlag, Wicket-Methode. Beim T20: Sieger, Over/Under, Höchster Sechserschlag, Erstes Wicket, Powerplay-Wetten. Welche dieser Märkte bei Sporttip oder Jouez Sport jeweils im Programm sind, hängt von der Gespa-Liste ab. Die Plattformen sind nicht verpflichtet, alle theoretisch möglichen Cricket-Märkte anzubieten, und sie tun es in der Regel nur dort, wo die Liste es erlaubt.
Quoten, Margen und das, was die Quote wirklich bedeutet
Die Quote auf einem Cricket-Markt ist mehr als die Zahl, die im Wettschein steht. Sie ist der Preis, den der Anbieter für das Risiko verlangt, und sie enthält die Marge des Anbieters. Eine symmetrische Zwei-Wege-Quote von 1.90 / 1.90 enthält eine Auszahlungsquote von 95 Prozent und eine Marge von 5 Prozent – der Anbieter behält im Durchschnitt 5 Rappen pro Franken Einsatz auf diesem Markt. Das ist nicht bei einem konkreten Wettschein der Fall, sondern im Durchschnitt über die Märkte. Eine asymmetrische Quote von 1.70 / 2.30 enthält eine andere Marge: 1 ÷ (1/1.70 + 1/2.30) = 0.9375, also 93.75 %, die Marge liegt bei 6.25 %. Die Quote des Spielenden enthält diese Marge, und genau deshalb ist die eigene Bewertung der Quote der einzige Schutz gegen die Marge.
Wie sich die Marge praktisch zeigt: Je populärer ein Markt ist, desto näher stehen die Quoten an 1.90 / 1.90, weil mehr Spielende auf den Markt wetten und der Anbieter die Marge nicht so leicht erhöhen kann, ohne Marktanteil zu verlieren. Je exotischer ein Markt ist, desto weiter können die Quoten auseinander liegen und desto höher ist die Marge. Im Cricket bedeutet das: Sieger-Wetten auf World-Cup-Spiele haben niedrigere Margen als Session-Wetten auf Test-Spiele. Wer konsequent spielen will, wettet auf den Hauptmarkt, nicht auf den exotischen Nebensatz.
Beispielrechnung: Eine Quote von 1.90 / 1.90, Einsatz CHF 10. Der potenzielle Gewinn bei einem Sieg der gewetteten Mannschaft: CHF 10 × 1.90 = CHF 19, also Reingewinn CHF 9. Bei einer Quote von 2.10 / 1.80, Einsatz CHF 10, potenzieller Gewinn bei 2.10: CHF 10 × 2.10 = CHF 21, Reingewinn CHF 11. Die Differenz zwischen den beiden Wetten ist nicht nur die Quote, sondern die implizite Wahrscheinlichkeit – und genau hier liegt das, was die Quote wirklich bedeutet.
Recht, Steuern und Werbung in der Schweiz: was die Schweiz von anderen Märkten unterscheidet
Die Schweiz hat ein eigenes Sportwettenrecht, das mit dem Geldspielgesetz 2019 neu geordnet wurde. Wer Cricket in der Schweiz versteht, muss diese Ordnung verstehen – nicht in jedem Detail, aber in den Grundzügen. Wer die Grundzüge nicht kennt, läuft Gefahr, eine ausländische Plattform mit einer Schweizer zu verwechseln oder die Werbung einer Plattform mit deren Zulässigkeit gleichzusetzen. Beides kommt vor, und beides kostet am Ende Geld oder Schutz.
Bewilligung, Vertragsgebiet, Sperrliste
Die Veranstalterinnen für Lotterien und Sportwetten sind auf zwei begrenzt: Swisslos und Loterie Romande. Beide brauchen eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung nach dem BGS (SR 935.51), beide werden von der Gespa beaufsichtigt. Eine Schweizer Bewilligung gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Das Vertragsgebiet von Swisslos umfasst die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein (11 Kantone plus 8 Kantone plus Ticino und Liechtenstein, gemäss IKV 2020 und Sporttip-Spielregeln Version 4.2). Das Vertragsgebiet der Loterie Romande umfasst die sechs Westschweizer Kantone FR, GE, JU, NE, VD, VS.
Wer in einem Deutschschweizer Kanton wohnt, hat Zugang zu Sporttip. Wer in einem Westschweizer Kanton wohnt, hat Zugang zu Jouez Sport. Wer in einem Kanton wohnt, der zu keinem Vertragsgebiet gehört – was nach der Liste der Kantone nicht vorkommt – hat keinen Zugang zu einer lizenzierten Schweizer Plattform. Wer im Ausland wohnt, hat in der Schweiz keinen Zugang zu einer lizenzierten Schweizer Plattform, weil die Veranstalter die Voraussetzung «Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Vertragsgebiet» haben und durchsetzen.
Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter via DNS sperren. Die erste Liste wurde am 3.09.2019 veröffentlicht, Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Gesperrte Domains werden ersetzt, das nennt die Gespa Domain-Hopping; sie nennt Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele für diesen Markern und bet365 als auf der Liste. Wer eine ausländische Plattform in der Schweiz aufruft, kann also auf eine andere Domain stossen. Was nicht existiert: Eine schweizweite Sperrung von Zahlungen für unzugangene Wettseiten – wer Schweizer Sonnenberg ist, kann das Schweizer Sonnenberg.
Steuern: Freibetrag, Verrechnungsrate, ausländische Gewinne
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn und werden darüber hinaus besteuert. Der Bundesfreibetrag liegt seit 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400); der kantonale Freibetrag unterscheidet sich, weshalb die Regel «je nach Kanton» lautet und nie ein einzelner kantonaler Betrag genannt wird. Über dem Freibetrag behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die der Spielende über die Steuererklärung zurückholen kann. Für die meisten Cricket-Spielenden heisst das: Keine Einkommensteuer und keine Verrechnungssteuer auf dem Gewinn, weil die Gewinne unter dem Freibetrag liegen. Eine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz existiert nicht.
Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Schweizer Verrechnungssteuer, weil die Erkennung nach Schweizer Recht nicht stattfindet. Die kantonale Steuerpraxis im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen jedoch als voll steuerbares Einkommen unabhängig vom Betrag. Für die anderen Kantone gilt die kantonale Steuerpraxis; die Empfehlung «Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung fragen» ist allgemein und ernst gemeint, weil eine ausländische Cricket-Wette in einem Kanton steuerfrei sein kann und im anderen nicht.
Für die Beurteilung heisst das: Wer in der Schweiz Sportwetten bei Swisslos oder Loterie Romande spielt, hat eine klare steuerliche Behandlung – Freibetrag, Verrechnungssteuer, kantonale Eigenheiten. Wer ausländische Plattformen nutzt, hat eine unklare steuerliche Behandlung – keine Verrechnungssteuer, aber kantonale Steuern, und die Pflicht, den Gewinn in der eigenen Steuererklärung zu deklarieren, wenn der Kanton das verlangt.
Werbung, Boni und das, was Werbung in der Schweiz bedeutet
Werbung für Geldspiele darf in der Schweiz nicht aufdringlich oder irreführend sein und nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen gerichtet sein (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und wird mit einer Busse bis CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS). Gratis-Spiele oder Gratis-Guthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); 2025 hat die Gespa 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Bonushöhen und Bedingungen kommen ausschliesslich aus den Bedingungen jedes Veranstalters.
Für die Spielenden heisst das: Die Werbung, die ein Schweizer Veranstalter zeigt, ist nach Schweizer Regeln geprüft; die Werbung, die eine ausländische Plattform zeigt, ist es nicht. Quotenboosts und Profitboosts bei Sporttip sind nach den Spielregeln Version 4.2 geregelt; sie gelten nur online für Prematch-Einzelwetten, sie sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, sie sind in Einsatz und Erhöhung limitiert, bei Cash-Out verfällt der Boost. Wer einen Schweizer Bonus annimmt, sollte diese Regeln kennen.
Spielersperre, Limiten und das Schweizer Schutzregime
Die Schweiz hat kein einheitliches Spielersperren-Register wie Deutschland, aber die Spielsperre nach Art. 80–82 BGS ist im Schweizer Recht verankert. Eine Spielsperre wird in ein schweizweites Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine Spielsperre wegen Überschuldung oder Spielsucht wird von Amts wegen oder auf Antrag ausgesprochen; eine freiwillige Spielsperre kann frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), unter Beteiligung einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Eine selbst gesetzte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS).
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in das schweizweite Register eingetragen. Wer eine schwere Selbstsperre will, kann sie beantragen; wer eine Pause braucht, kann sie selbst setzen. Wer eine ausländische Plattform nutzt, hat keine Schweizer Spielsperre – die Schweizer Spielsperre greift nur bei den Schweizer Veranstaltern, nicht bei ausländischen Anbietern.
Bei Sporttip müssen Spielende vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Obergrenze CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000); eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Diese Limiten sind das Schweizer Schutzregime in der Praxis: Wer eine Verlustlimite setzt, kann nicht mehr ausgeben, als die Limite erlaubt; wer sie erhöhen will, muss 72 Stunden warten, was eine Schutzfrist gegen impulsive Erhöhungen ist.
Für die Beurteilung heisst das: Die Schweiz hat kein fixes nationales Verlustlimit, aber ein funktionierendes veranstalterseitiges Limitensystem. Die Schweiz hat keine nationale Auszahlungsbegrenzung, aber die Veranstalter begrenzen die Auszahlung auf das eigene Konto im Namen des Spielenden (Art. 50 Abs. 2 VGS). Die Schweiz hat keine staatliche Werbezeitbegrenzung, aber Regeln gegen aufdringliche Werbung. Die Schweiz hat keine Spielsucht-Testkäufe, die die Wirksamkeit der Massnahmen im Alltag messen – die Gespa-Testkäufe 2025 zeigen, dass an Verkaufsstellen in 47.5 Prozent der 200 Testfälle eine Sportwette an Minderjährige verkauft wurde; das ist die ehrliche Zahl, nicht die beruhigte.
Verantwortliches Spielen: was Cricket-Spielende in der Schweiz selbst tun können
Beim Cricket ist die Versuchung des langen Spiels besonders gross. Ein Test-Match dauert bis zu fünf Tage mit täglich drei Sessions, ein T20 ist nach knapp drei Stunden vorbei. Wer auf Test-Matches wettet, hält eine Position, die sich über mehrere Tage verändert; wer auf T20 wettet, hat eine kurze, klare Position. Beide haben unterschiedliche Risiken – das lange Spiel hat das Risiko der schleichenden Verlustposition, der immer neuen Wette, der immer neuen Livewette auf das Spiel, das man selbst nicht sehen kann. Das kurze Spiel hat das Risiko der schnellen Entscheidung, der Wette aus dem Bauch, der Wette, weil ein anderes Spiel gerade läuft.
Verlustlimiten setzen und einhalten
Wer in der Schweiz Sporttip nutzt, muss vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Obergrenze CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000); eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Die eigenen Verlustlimiten sind das wichtigste Instrument, das ein Spielender selbst in der Hand hat. Wer eine Verlustlimite setzt, kann nicht mehr ausgeben, als die Limite erlaubt – die Plattform sperrt die Wette, sobald die Limite erreicht ist. Das ist nicht die Limite des Anbieters, sondern die eigene Limite.
Drei Punkte, die beim Setzen der Limite helfen. Erstens: Eine realistische Limite setzen, nicht die Obergrenze. Wer die Obergrenze setzt, hat formal eine Limite, aber keine, die im Alltag etwas ändert. Zweitens: Eine Limite, die unter dem eigenen verfügbaren Einkommen liegt, nicht auf Augenhöhe mit ihm. Wer die Limite am verfügbaren Einkommen ausrichtet, hat eine Limite, die im Notfall nicht greift. Drittens: Eine Erhöhung der Limite ist eine ernste Entscheidung. Die Schweizer Plattformen geben 72 Stunden Wartezeit, damit eine Erhöhung nicht aus einer Laune heraus passiert. Wer die Wartezeit ignoriert, indem er die Limite trotzdem erhöht, hat die Limite nicht.
Wer eine ausländische Plattform nutzt, hat keine Schweizer Verlustlimite. Die ausländische Plattform kann eigene Limiten anbieten, sie ist aber nicht verpflichtet, und sie ist nicht an die Schweizer 72-Stunden-Regel gebunden. Wer auf eine ausländische Plattform angewiesen ist, sollte die eigenen Limiten selbst setzen – schriftlich, mit einer Konsequenz bei Überschreitung, und mit einer Fachstelle, die im Ernstfall eingreifen kann.
Spielsperre, Selbstsperre und Pause
Die Schweizer Plattformen bieten drei Stufen: Eine Spielsperre über das schweizweite Register, eine produktbezogene Selbstsperre und eine selbst gesetzte Pause. Die produktbezogene Selbstsperre bei Swisslos läuft 1 bis 180 Tage, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine schwere Spielsperre über das schweizweite Register wird eingetragen und gilt auch für Casinos. Eine selbst gesetzte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden.
Was im Ernstfall hilft: Die Fachstellen der Kantone. Sie beraten kostenlos, sie kennen die Schuldenberatung, sie wissen, was im konkreten Kanton möglich ist. Die Schweizer Spielsperre ist im BGS geregelt, nicht in den Bedingungen der Plattform – wer eine schwere Sperre will, hat einen Anspruch darauf, und die Plattform muss ihn umsetzen.
Wer auf eine ausländische Plattform wettet, hat keinen Schweizer Anspruch auf Spielsperre. Die ausländische Plattform kann eigene Sperren anbieten, sie ist aber nicht verpflichtet. Wer auf eine ausländische Plattform angewiesen ist, sollte die Spielsperre selbst beantragen – über die kantonale Fachstelle, die die Schweizer Spielsperre in das Register einträgt. Das Register gilt für die Schweizer Plattformen, nicht für die ausländischen.
Die Regeln der Plattform und das, was sie kosten
Die Spielregeln von Sporttip (Version 4.2) und die Bedingungen von der Online-Teilnahme (gültig ab 13.01.2025) sind das, was auf einer Cricket-Wette bei Sporttip gilt. Sie regeln, wann eine Wette mit Quote 1.00 gewertet wird, wann eine Kombiwette annulliert wird, wann ein Cash-Out verfällt. Sie regeln die Limiten, die Verlustlimiten, die Spielersperre, die Bonusregeln. Wer eine Wette platziert, sollte diese Regeln kennen – nicht im Detail, aber in den Grundzügen. Wer eine Livewette in einer spielentscheidenden Situation platziert, riskiert eine Wette mit Quote 1.00. Wer eine Kombiwette auf zwei abhängige Ereignisse derselben Sportveranstaltung ohne den Fallback platziert, riskiert die Annullierung der gesamten Kombiwette.
Die Regeln sind öffentlich, sie stehen auf der Website, sie sind in der Bedingungen-Datei. Wer sie nicht liest, hat im Streitfall die schlechteren Karten. Das gilt für die Schweizer Plattformen genauso wie für die ausländischen – nur ist das, was im Streitfall gilt, bei den ausländischen Plattformen nicht das BGS, sondern das Hausrecht des ausländischen Anbieters.
Häufige Fragen zu Cricket-Wetten in der Schweiz
Kann man in der Schweiz bei Swisslos oder Loterie Romande auf Cricket wetten?
Ob Cricket bei Sporttip oder Jouez Sport im Programm steht, hängt davon ab, ob die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten und Wetttypen Cricket enthält. Swisslos und Loterie Romande sind die einzigen Veranstalterinnen, die in der Schweiz Sportwetten anbieten dürfen; beide brauchen eine Schweizer Bewilligung nach dem BGS und führen nur das, was die Gespa-Liste trägt. Ist Cricket auf der Liste, ist es im Vertragsgebiet des jeweiligen Veranstalters spielbar – Swisslos in der Deutschschweiz und im Tessin, Loterie Romande in den sechs Westschweizer Kantonen. Ist Cricket nicht auf der Liste, ist es bei keinem lizenzierten Schweizer Anbieter spielbar; ausländische Anbieter haben in der Schweiz keine Bewilligung.
Was bedeuten Test-Match, One-Day-Spiel und Twenty20 für die Auswahl der Wetten?
Die drei Formen haben unterschiedliche Längen und damit unterschiedliche Märkte. Ein Test-Match dauert bis zu fünf Tage mit täglich drei Sessions und kennt die Draw-Wette; ein ODI umfasst in der Regel 50 Overs pro Innings, ein T20 20 Overs pro Innings mit höchstens 75 Minuten pro Innings. Beim T20 fällt die Draw-Wettung weg, beim Test ist sie Standard. Auch die Tiebreak-Regel ist unterschiedlich: Beim Test endet das Spiel als Tie, wenn nach allen Innings der Punktestand gleich ist, was sehr selten ist; als Draw gilt ein Spiel, bei dem die Zeit vor Ende aller Innings abläuft. Die Märkte, die ein Anbieter anbietet, folgen diesen Regeln – ein T20-Spiel hat andere Märkte als ein Test.
Wie wirkt sich die Duckworth-Lewis-Stern-Methode bei Regenunterbrechungen auf eine Wette aus?
Die Duckworth-Lewis-Stern-Methode berechnet das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft in durch Wetter unterbrochenen Limited-Overs-Spielen. In 50-Over-Spielen muss jedes Team mindestens 20 Overs spielen, im T20 mindestens fünf, sonst wird das Spiel als «No Result» gewertet – Ausnahme: ein Team ist all out oder erreicht das Ziel früher. Für die Wette heisst das: Eine Wette auf den Sieger bei einer Wetterlage, die DLS wahrscheinlich macht, ist eine Wette, deren Ausgang die Methode vorab einschränkt; eine Wette auf ein einzelnes Over ist davon nicht betroffen. Die Quote, die vor dem Spiel angeboten wird, gilt für den vereinbarten Markt; die Methode verändert den Ausgang, nicht die Quote.
Wie berechnet sich der Gewinn bei Cricket-Wetten aus Einsatz und Quote?
Der potenzielle Gewinn bei einer Wette ist Einsatz × Quote. Bei einer Quote von 1.90 und einem Einsatz von CHF 10 ist der potenzielle Gewinn CHF 19, also der Reingewinn CHF 9. Bei einer Quote von 2.10 und einem Einsatz von CHF 10 ist der potenzielle Gewinn CHF 21, also der Reingewinn CHF 11. Bei einer Kombiwette werden die Quoten der einzelnen Wetten multipliziert: Drei Wetten mit Quoten 1.50, 2.00 und 3.00 ergeben eine Kombiquote von 9.00; bei einem Einsatz von CHF 10 ist der potenzielle Gewinn CHF 90, der Reingewinn CHF 80. Die Quote, die im Wettschein steht, ist die Quote des Anbieters – sie enthält die Marge.
Wie lässt sich die Marge in Cricket-Quoten abschätzen?
Die Marge ist das, was der Anbieter im Durchschnitt von jedem Franken Einsatz auf einem Markt einbehält. Für eine Zwei-Wege-Wette mit symmetrischen Quoten 1.90 / 1.90 ergibt sich die Auszahlungsquote aus 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 0.95, also 95 Prozent, und die Marge liegt bei 5 Prozent. Bei asymmetrischen Quoten 1.70 / 2.30 ergibt sich die Auszahlungsquote aus 1 ÷ (1/1.70 + 1/2.30) = 0.9375, also 93.75 Prozent, die Marge liegt bei 6.25 Prozent. Je näher die Quoten an 1.90 / 1.90 sind, desto näher ist der Marge bei 5 Prozent; je weiter sie auseinander liegen, desto höher ist der Marge.
Wie werden Gewinne bei ausländischen Wettseiten im Vergleich zu Sporttip-Gewinnen besteuert?
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn und werden darüber hinaus besteuert; der Bundesfreibetrag liegt seit 1.1.2026 bei CHF 1’071’000, der kantonale Freibetrag unterscheidet sich. Über dem Freibetrag behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt werden kann. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Schweizer Verrechnungssteuer; die kantonale Steuerpraxis im Thurgau behandelt sie als voll steuerbares Einkommen unabhängig vom Betrag, andere Kantone haben ihre eigene Praxis. Wer ausländische Gewinne in der Schweiz versteuern will, sollte den Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung fragen, weil die kantonale Praxis unterschiedlich ist.
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Inhalt erstellt vom Team «asiahandicapch»
