Yankee Wettanbieter in der Schweiz: was die Systemwette kostet und wer sie anbietet

Updated Oktober 2026
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Stand: Oktober 18, 2026 | Geprüft gegen die Spielregeln von Sporttip (Swisslos) und das Règlement Jouez Sport (Loterie Romande) sowie die BGS-Bewilligungslandschaft der Gespa.

Vier Holzwürfel stehen in einer Reihe auf einem Tisch, das Licht einer Lampe wirft vier Schatten auf die Platte.
Bei Sporttip beträgt der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1'000 und für eine Systemwette CHF 10'000.

Ein Yankee bündelt vier Voraussagen zu einer Reihe fest verzahnter Teilwetten, und schon eine falsche Auswahl entscheidet darüber, ob am Ende nur ein Bruchteil zurückkommt oder das ganze Konstrukt leer ausgeht. In der Schweiz ist die Auswahl an Wettanbietern für eine solche Systemwette klein: Nur Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport verfügen über eine Bewilligung nach dem Geldspielgesetz. Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, hat keinen Zugang zum hiesigen Sperrregister und keinen Schweizer Rechtsschutz.

Ein Yankee verknüpft vier Voraussagen zu einer Reihe von Teilwetten, die auch bei einzelnen Fehlern noch Gewinne abwerfen können. Hier erfahren Sie, wie sich dieses System von anderen Varianten abhebt, welche Einsatzgrenzen bei den bewilligten Anbietern Sporttip und Jouez Sport gelten und worin sich diese von ausländischen Marken unterscheiden. Der Anbietervergleich liefert dazu die Übersicht.

Wettmärkte und Aufbau einer Yankee-Wette

Eine Yankee-Wette ist eine Systemwette aus genau vier Voraussagen. Aus diesen vier Tipps ergeben sich elf fest verbundene Teilwetten: sechs Kombinationen zu je zwei Voraussagen, vier Kombinationen zu je drei Voraussagen und eine Kombiwette über alle vier. Jede Teilwette wird einzeln mit dem gleichen Grundeinsatz platziert, weshalb der Gesamteinsatz das Elffache eines Einzeleinsatzes beträgt. Wer etwa pro Teilwette 2 Franken setzt, ist 22 Franken los, bevor ein einziges Spiel angepfiffen ist.

Das hat zwei Folgen, die der Name «Systemwette» eher verschleiert als erklärt. Erstens: Eine Yankee-Wette erzeugt Teilgewinne, und genau darin liegt der Reiz. Treffen drei der vier Voraussagen, gewinnen die vier Dreierkombinationen, die drei Zweierkombinationen aus den richtigen Tipps und je nach Konstellation Teile der übrigen. Wer ein Vierer-Yankee abschliesst, braucht also nicht zwingend alle vier richtig, um überhaupt etwas ausbezahlt zu bekommen. Zweitens: Die elf Teilwetten sind nicht unabhängig. Sie teilen sich Voraussagen, und die Marge des Anbieters wirkt in jeder einzelnen. Aus elf Quoten wird eine Gesamtquote – das Produkt der Einzelquoten –, aber eben auch elf Mal ein kleiner Abzug für den Buchmacher.

Die Mindestquote pro Voraussage ist Sache des Anbieters. Sporttip verlangt für den hauseigenen Kombiboost, dass jede der mindestens vier Voraussagen auf einer Quote von 1.50 oder höher sitzt; wer darunter bleibt, fällt aus dem Bonus heraus, die Wette selbst bleibt aber gültig. Bei Jouez Sport muss die Einzelquote oder die Gesamtquote einer Kombiwette nach dem Reglement mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen, was konstruktive Grenzen setzt.

Der Gewinn wird bei Sporttip aus Einsatz mal Gesamtquote berechnet, anschliessend auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Das klingt nach einer Fussnote, ist aber Geld: Bei einer Auszahlung von CHF 127’433 etwa wird auf 127.44 aufgerundet und auf 127.40 abgerundet – 3 Rappen weniger als die Rechnung verspricht. Die Faustregel dahinter: Systemwetten werden in Rappen abgerechnet, nicht in Bruchteilen davon.

Wie die Marge in jeder Teilwette wirkt

Eine illustrativ gewählte Zweiwege-Wette zu beiden Seiten mit Quote 1.90 wirkt harmlos, ist aber ein nützliches Rechenbeispiel, um die Mechanik des Marktes zu zeigen. Payout Share = 1 / (1/1.90 + 1/1.90) = 1 / (0.5263 + 0.5263) = 1 / 1.0526 = 0.9500. Die Marge liegt also bei rund 5 % – 5 Rappen von jedem Franken, der auf diesem Markt gesetzt wird, behält der Anbieter. Auf einer einzelnen Einzelwette ist das leicht zu übersehen, weil der Verlust erst über viele Wetten sichtbar wird. In einer Yankee-Wette mit elf Teilwetten wirkt der gleiche Mechanismus elf Mal. Bei einer angenommenen Marge von 5 % pro Teilwette liegt die kumulierte Marge unterhalb dieses Werts, weil sich die Auszahlungen teilweise überlappen – sie ist nicht 55 %, aber sie ist auch nicht «die Marge einer Einzelwette». Die ehrliche Aussage: Die Marge des Marktes schlägt in jeder der elf Teilwetten zu, und die Höhe hängt von den ausgewählten Voraussagen ab. Wer einen Markt mit 8 % Marge anspielt, bezahlt 8 % auf jeder dieser Positionen.

Eine Konsequenz daraus: Wer in einem Yankee Anbieter bevorzugt, die in den ausgewählten Ligen konsequent tiefe Margen fahren, schont über die elf Teilwetten hinweg einen Teil des Geldes, das sonst im Buchmachersack landet. Wer die Quote 1.85 statt 1.90 nimmt, gibt in jedem Markt implizit 8.1 % statt 5.3 % ab – auf elf Positionen fällt das stärker ins Gewicht, als eine einzelne Zahl suggeriert.

Teilgewinne, Verlust und warum die Quote nicht alles ist

Drei Voraussagen richtig, eine falsch: In diesem Fall gewinnen die vier Dreierkombinationen (jeweils aus den drei richtigen Tipps), die drei Zweierkombinationen unter den richtigen Tipps sowie drei der vier möglichen Zweierkombinationen, die mindestens zwei der richtigen Voraussagen enthalten. Bezogen auf den ursprünglichen Gesamteinsatz fällt der Gewinn in der Regel kleiner aus als bei einer sauberen Einzelwette auf die richtige Auswahl, weil die elf Teilwetten das Kapital breit gestreut haben. Dafür entschädigt die Chance, dass auch eine unvollständige Runde noch etwas abwirft.

Zwei richtig, zwei falsch: Hier überleben nur die eine Zweierkombination aus den richtigen Voraussagen. Der Gewinn aus dieser einen Teilwette deckt in den seltensten Fällen den Gesamteinsatz der anderen zehn. Wer mit einem Yankee regelmässig breite Trefferquoten unter 50 % einfährt, baut Verluste auf, die sich nicht durch eine einzelne hohe Auszahlung kompensieren lassen.

Ein praktischer Punkt, der gerne vergessen geht: Bei Sporttip wird eine Wette ungültig, sobald ein Wettereignis abgesagt und nicht innerhalb von 48 Stunden nachgeholt wird. In einer Einzelwette gibt es den Einsatz zurück. Im Yankee erhält die betroffene Voraussage die Quote 1.00 – und diese 1.00 fliesst in die Gesamtquote der Teilwetten ein, in denen sie steckt. Wer seinen Schein also mit vier Partien aus unterschiedlichen Ligen füllt, sollte im Kopf haben, dass eine Annullation das ganze Konstrukt verschiebt, ohne es komplett zu retten.

Anbieter im Vergleich: was die zwei Bewilligten bieten und was die Ausländischen nicht bieten

Die Liste der Schweizer Wettanbieter für eine Systemwette wie den Yankee ist mit zwei Namen vollständig. Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport decken das gesamte bewilligte Angebot ab. Alles, was daneben im Internet wirbt, fällt entweder in die Kategorie «ohne Schweizer Bewilligung» oder operiert im Casino-Bereich, der nach dem Geldspielgesetz eine separate Bewilligung erfordert und hier nicht zur Diskussion steht.

Die folgende Einordnung folgt der Reihenfolge, in der die Seite die Anbieter behandelt, von der bewilligten Organisation bis zu den ausländischen Marken ohne Schweizer Bewilligung.

Anbieter Schweizer Bewilligung Organisator / ausgewiesene Lizenz
Sporttip Ja (BGS, Gespa) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Jouez Sport Ja (BGS, Gespa) Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne
1Bet Nein ausgewiesene Lizenz: nicht etabliert
Wettigo Nein ausgewiesene Lizenz: nicht etabliert
PowBet Nein ausgewiesene Lizenz: nicht etabliert
Cloudbet Nein ausgewiesene Lizenz: nicht etabliert
Bahigo Nein ausgewiesene Lizenz: nicht etabliert
BDMBet Nein ausgewiesene Lizenz: nicht etabliert
FortuneJack Nein ausgewiesene Lizenz: nicht etabliert
GG.BET Nein ausgewiesene Lizenz: nicht etabliert

Die Tabelle trägt eine Information, die jede Diskussion über «die beste Quote» oder «den schnellsten Support» in den Hintergrund rückt: Die Spalte der Schweizer Bewilligung kennt in der obersten Hälfte zwei Ja und in der unteren acht Nein. Wer in der Schweiz wettet, hat die Wahl zwischen genau zwei Plattformen mit vollem Schutz hierzulande – oder er verlässt das System und akzeptiert die Lücken, die daraus folgen.

Sporttip (Swisslos)

Sporttip ist das Sportwetten-Produkt der SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel. Veranstaltet wird es gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019, die sogenannte IKV 2020. Wer dort ein Online-Konto eröffnen will, muss Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet haben – den Deutschschweizer Kantonen Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich, dazu Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer in Genf oder Lausanne wohnt, fällt in das andere Vertragsgebiet.

Für eine Yankee-Wette und andere Systemwetten setzt Sporttip einen Mindesteinsatz von CHF 1 pro Teilwette. Der Höchsteinsatz liegt bei CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und bei CHF 10’000 für eine Systemwette. Diese Limite gilt pro Wette, nicht pro Tag – und sie kann von Swisslos jederzeit und ohne Angabe von Gründen geändert werden, was eine Wette über der Limite schlicht nichtig macht.

Zum Kombiboost: Er gilt online für Prematch-, Live- und Systemwetten, verlangt mindestens vier Voraussagen mit Einzelquote 1.50 oder höher und stockt den Nettogewinn gestaffelt auf – 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn richtigen Tipps. Der Einsatz selbst und auch die Gewinnerhöhung sind limitiert, ein Cash-Out lässt den Boost verfallen. Wer einen Yankee mit vier passenden Quoten baut, holt sich also 5 % Bonus auf den Nettogewinn, ohne dass der Wette selbst ein Mehreinsatz entsteht.

Cash-Out ist bei Sporttip verfügbar – online, vor Spielbeginn und live, für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten. Allerdings nur als vollständiges Cash-Out, ohne Teilauszahlung, und Swisslos garantiert nicht, dass der Markt bis zum Schluss offen bleibt. Wer seinen Yankee vorzeitig schliessen will, nimmt einen tieferen Betrag als den möglichen Endgewinn und riskiert, dass der Cash-Out-Knopf für einzelne Teilwetten gar nicht angeboten wird.

Verdikt: Sporttip ist für Schweizer Wetten mit Wohnsitz im Vertragsgebiet die einzige bewilligte Anlaufstelle, die das volle Systemwetten-Angebot inklusive Kombiboost abdeckt. Wer das Maximum aus einem Yankee herausholen will, kommt an der Limite von CHF 10’000 pro Systemwette nicht vorbei, und wer Cash-Out nutzt, akzeptiert die unausgesprochene Regel, dass die Funktion auf keinem Markt garantiert ist.

Jouez Sport (Loterie Romande)

Jouez Sport ist das Pendant für die Westschweiz, betrieben von der Loterie Romande mit Sitz in Lausanne (Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne). Verbreitet wird das Angebot über 2’350 Verkaufsstellen in den Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, plus die Online-Plattform für Bewohner dieser Kantone. 221 Mitarbeitende betreuen das Angebot.

Bei den Einsätzen geht Jouez Sport eigene Wege. Online liegt der Mindesteinsatz bei CHF 2 (in der Verkaufsstelle CHF 3, bei Multiples CHF 2). Der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombiwette beträgt CHF 500, ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Das ist enger als bei Sporttip, wo eine Systemwette bis CHF 10’000 geht – dafür multipliziert Jouez Sport die zulässigen Gewinne sehr grosszügig: Bis zu CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und bis zu CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Gesamtquote muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Der Maximalgewinn ist also nicht durch die Quote, sondern durch die beiden Decken begrenzt.

Was Jouez Sport nicht im Reglement erwähnt, ist ebenso aufschlussreich wie das, was es erwähnt. Es gibt keinen ausgewiesenen Kombiboost nach dem Sporttip-Modell, und Cash-Out ist im Règlement nicht geregelt. Wer diese Funktionen sucht, ist bei Sporttip besser aufgehoben. Wer mit kleineren Einsätzen spielt und einen hohen Maximalgewinn pro Multiple mitnimmt, findet hier ein klar definiertes Korsett.

Verdikt: Jouez Sport richtet sich an Westschweizer Wettende, die das Systemwetten-Konstrukt mit harten Gewinndecken spielen wollen. Wer hohe Einzelwetten über CHF 500 oder einen Kombiboost sucht, stösst hier an Grenzen.

Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Acht Anbieter aus dem internationalen Markt tauchen regelmässig in der Wahrnehmung Schweizer Wettender auf: 1Bet, Wettigo, PowBet, Cloudbet, Bahigo, BDMBet, FortuneJack und GG.BET. Sie alle werben online, sie alle akzeptieren nach eigener Auskunft Spieler aus einer Vielzahl von Ländern – und sie alle haben keine Schweizer Bewilligung nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51). Eine ausländische Lizenz, gleich aus welchem Land sie stammt, hat in der Schweiz keine Rechtskraft (Art. 4 BGS).

Was das in der Praxis heisst: Die Anbieter sind nicht an die Schweizer Spielregeln gebunden, sie sind nicht an das hiesige Sperrregister angeschlossen, und im Streitfall gibt es keine Schweizer Anlaufstelle. Auszahlungen werden nach den Regeln des Anbieters abgewickelt, nicht nach denen der Gespa. Wer bei einer dieser Marken spielt, hat im Konfliktfall den Rechtsweg im jeweiligen Sitzland – mit allen Sprach- und Kostenfragen, die das mit sich bringt. Die Gespa führt eine Sperrliste solcher Domains; Schweizer Telekomanbieter sperren sie auf DNS-Ebene, was aber durch Domain-Wechsel umgangen werden kann.

Steuerlich gilt: Gewinne aus ausländischen Grossspielen unterliegen keiner Verrechnungssteuer, dafür aber je nach Kanton einer anderen Praxis. Der Kanton Thurgau etwa behandelt solche Gewinne als voll steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Eine typische Auszahlung von wenigen hundert Franken ist in den meisten Kantonen steuerfrei, weil der Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn deutlich darüber liegt – aber die Auslegung bleibt kantonal unterschiedlich. Hier ist der Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung der korrekte Anlaufpunkt, nicht der Buchmacher.

Verdikt: Ausländische Marken sind keine Alternative zu den bewilligten Organisatoren, sondern ein paralleler Markt mit anderen Regeln, ohne Schweizer Schutz und mit einer anderen Steuerlage. Wer dort spielt, sollte sich bewusst sein, dass die fehlende Bewilligung kein Versäumnis der Anbieter ist, sondern die Konsequenz des Gesetzes.

Grundlagen und Einordnung: was ein Yankee leistet und was er kostet

Eine Yankee-Wette ist eine unterhaltsame Art, vier Voraussagen gleichzeitig zu spielen, weil sie Teilgewinne erlaubt, ohne dass alle vier richtig sein müssen. Die Kehrseite steht in derselben Mechanik: Elf Teilwetten, die Marge des Anbieters in jeder einzelnen, der Gesamteinsatz elffach gestreckt, die Chance auf einen Gewinn, der die Auslagen deckt, deutlich tiefer als bei einer einzelnen Kombiwette über die gleichen vier Tipps.

Ein Golfball liegt auf einem gepflegten Grün nahe am Loch, im goldenen Licht der Abendsonne.
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Die Mechanik einer Kombiwette zum Vergleich: Sie packt alle vier Voraussagen in eine einzige Wette. Die Gesamtquote ist dasselbe Produkt der Einzelquoten – bei einem Yankee also dasselbe Produkt wie bei der einzigen Vierer-Kombiwette im System. Der Unterschied liegt in der Trefferquote: Eine Kombiwette zahlt nur, wenn alle vier richtig sind. Ein Yankee zahlt bereits, wenn mindestens zwei richtig sind (dann gewinnt die eine Zweierkombination aus den richtigen Voraussagen). Die Frage ist nicht «was ist besser», sondern «welche Trefferquote erwarte ich» – wer konsequent eine Quote von 1.90 anspielt und dauerhaft über 50 % liegt, wird mit einer Vierer-Kombiwette mehr holen. Wer unregelmässig trifft und das Risiko breiter streuen will, fährt mit dem Yankee glatter, akzeptiert aber die höhere Marge.

Die Verwandtschaft zwischen den Systemwetten folgt einer einfachen Logik: Mehr Voraussagen, mehr Teilwetten, höherer Gesamteinsatz. Der Super Yankee (mancherorts auch «Canadian» genannt) nimmt fünf Voraussagen und baut 26 Teilwetten daraus – zehn Zweier-, zehn Dreier-, fünf Viererkombinationen und eine Fünferkombiwette. Der Heinz setzt sechs Voraussagen in 57 Teilwetten um – 15 Zweier-, 20 Dreier-, 15 Vierer-, 6 Fünferkombinationen und eine Sechserkombiwette. Bei CHF 1 pro Teilwette sind das beim Super Yankee CHF 26 Grundeinsatz, beim Heinz CHF 57. Die Limits, die Sporttip und Jouez Sport setzen, werden damit schnell relevant: Wer bei Sporttip eine Systemwette über CHF 10’000 setzen will, ist ausgerechnet beim Heinz mit grosszügigen Einzelquoten rasch an der Limite.

Die Frage, welcher dieser Wetten-Typen «der richtige» ist, hängt von der Spielstrategie ab, nicht von einer objektiven Überlegenheit. Wer sein Glück in einer einzelnen, klar begründeten Auswahl sucht, ist mit einer Einzelwette am schlechtesten bedient, weil die Marge voll zuschlägt. Wer vier oder fünf Auswahlen mit einer These verbindet, fährt mit dem Yankee oder Super Yankee, weil die Teilgewinne häufiger eintreffen. Wer einfach den Nervenkitzel sucht und keine These hat, bezahlt vor allem die Marge.

Wie man die Rechnung selbst nachvollzieht

Für eine einzelne Teilwette gilt: Gewinn = Einsatz × Quote, was bei einer Quote von 2.10 und einem Einsatz von CHF 5 zu CHF 10.50 Bruttogewinn führt. Bei einer Kombiwette wird die Gesamtquote zum Produkt der Einzelquoten: 1.85 × 1.90 × 2.10 × 1.75 = etwa 12.93, der Bruttogewinn aus einem Einsatz von CHF 5 ist also CHF 64.65. Beim Yankee wird diese Gesamtquote auf alle elf Teilwetten verteilt, und der Einsatz gilt für jede einzeln: 5 Franken mal 11 = 55 Franken Gesamteinsatz, um elf verschiedene Kombinationen derselben vier Voraussagen zu spielen.

Was ein Yankee-Rechner im Netz leistet, ist die schnelle Berechnung dieses Produkts und der elf Teilgewinne. Was er nicht leistet, ist eine Aussage darüber, ob die Quote angemessen ist. Dafür bräuchte er die tatsächliche Marktquote – also jene Zahl, die ohne die Marge des Anbieters gelten würde. Die Differenz zwischen angebotener Quote und «fairer» Quote ist die Marge, und ein Rechner, der beide nicht kennt, kann sie auch nicht ausweisen. Wer die Marge eines Marktes prüfen will, rechnet sie selbst aus oder vergleicht die Quoten mehrerer Anbieter für dasselbe Ereignis.

Cash-Out als Sonderfall

Der Cash-Out, also die vorzeitige Auszahlung einer offenen Wette, ist bei Sporttip möglich, nicht aber im Reglement von Jouez Sport verankert. Bei Sporttip gilt: Nur online, nur als vollständiges Cash-Out, verfügbar vor Spielbeginn und live, für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten – und ohne Garantie, dass er für jeden Markt angeboten wird. Der ausbezahlte Betrag ist tiefer als der mögliche Endgewinn, abhängig vom aktuellen Stand der Sportereignisse, und kann von Swisslos jederzeit geändert werden.

In einem Yankee ist Cash-Out eine besondere Überlegung wert. Elf Teilwetten mit unterschiedlichen Konstellationen – eine vollständige vorzeitige Auszahlung behandelt alle elf gemeinsam. Wer nur einzelne Teilwetten vorzeitig sichern will, kann das bei Sporttip nicht, weil Teilauszahlungen nicht angeboten werden. In der Praxis heisst das: Enteder man lässt den Yankee laufen, oder man schliesst ihn ganz. Diese Einschränkung gehört in jede Überlegung, ob Cash-Out Teil der Strategie ist.

Rechtslage: warum die Auswahl in der Schweiz so klein ist

Das Schweizer Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) teilt Glücksspiele in zwei Kategorien: Geldspiele in Casinos und Grossspiele. Online-Sportwetten fallen unter die Grossspiele (Art. 3 lit. c und e BGS) und werden von der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, beaufsichtigt – nicht von der ESBK, die nur die Casinos überwacht. Der Grund liegt in der Geschichte: Sportwetten waren in der Schweiz jahrzehntelang Sache der Kantone und wurden über die Landeslotterien Swisslos und Loterie Romande organisiert; das neue Gesetz hat diese Struktur bestätigt.

Eine gusseiserne Strassenlaterne in einer ruhigen Altstadtgasse am Abend, das Kopfsteinpflaster glänzt feucht.
Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300'000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1'000'000.

Die Kantone haben in der interkantonalen Vereinbarung die Zahl der Veranstalterinnen für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos und Loterie Romande. Eine dritte oder vierte Marke mit Schweizer Bewilligung existiert nicht und kann nicht bewilligt werden, solange diese Vereinbarung gilt. Eine ausländische Lizenz (Curaçao, Malta, Deutschland) hat in der Schweiz keine Rechtskraft, gleich wie seriös das ausstellende Land sie vergibt. Die einzige massgebliche Bewilligung ist die Schweizerische, und die gibt es nur für die zwei genannten Organisatoren.

Die Gespa führt eine Sperrliste mit ausländischen Domains, die in der Schweiz über DNS gesperrt werden. Ende 2025 standen 671 Domains auf dieser Liste. Die Sperre ist nicht perfekt – wer den DNS-Server wechselt oder einen VPN-Tunnel nutzt, erreicht die Domains weiterhin, und die Betreiber reagieren mit neuen Domains (Domain-Hopping). Die Sperrliste ist also ein Filter, kein Zaun.

Was die beiden bewilligten Organisatoren anbieten dürfen, ist ebenfalls geregelt. Art. 25 BGS verlangt eine Bewilligung pro Spiel, und die Gespa führt eine Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen (Stand 10.09.2026). Qualifikationsrunden sind nur dann erlaubt, wenn sie auf der Liste stehen; Frauenwettbewerbe ebenso; Ranglistenwetten sind erlaubt, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet, niemals auf Trainingsläufe. Eckball- und Kartenmärkte finden sich ebenso wenig auf der Liste wie ein E-Sports-Bereich. Wer auf solche Märkte setzen will, kann das in der Schweiz nicht legal tun.

Werbung für nicht bewilligtes Glücksspiel ist in der Schweiz eine Widerhandlung (Art. 74 Abs. 3 BGS) und kann mit einer Busse bis zu CHF 500’000 geahndet werden (Art. 131 BGS). Gratiswetten und Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); 2025 hat die Gespa 24 Zusagen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Werbung, die sich an Minderjährige richtet, ist verboten (Art. 74 BGS).

Wer mitmachen darf

Online-Sportwetten sind in der Schweiz Personen ab 18 Jahren vorbehalten, und die Online-Registrierung verlangt einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz und im Vertragsgebiet des jeweiligen Anbieters. Bei Sporttip kommt hinzu: Identitätsprüfung per Ausweis, Adressabgleich, höchstens ein Konto pro Person. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten – Sporttip schliesst das explizit aus, und die Regeln der Gespa verbieten Selbstwetten.

Minderjährige sind in der Schweiz konsequent ausgeschlossen, und im Streitfall haben ausgeschlossene oder gesperrte Personen keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS). Die Gespa hat 2025 Testkäufe an Verkaufsstellen durchgeführt: Bei 200 Versuchen wurde in 47.5 % der Fälle einem Minderjährigen eine Sportwette verkauft. Das ist kein Argument gegen das System, aber ein Hinweis darauf, dass der Jugendschutz in der Praxis Lücken hat.

Werbeanbieter, Boni und die Grenzen der Werbung

Ein wichtiger Punkt, der in der öffentlichen Diskussion oft verschwimmt: Boni und Gratiswetten sind nicht verboten, aber sie sind bewilligungspflichtig. Die Gespa entscheidet pro Aktion. Der Sporttip-Kombiboost ist bewilligt und in den Spielregeln dokumentiert; er ist keine spontane Marketingaktion, sondern ein genehmigtes Produktmerkmal. Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung einen «100 % Bonus» sieht, sollte sich klarmachen, dass diese Aktion nie durch eine Schweizer Behörde geprüft wurde – weder die Fairness der Bedingungen noch die Frage, ob der Bonus überhaupt ausgezahlt wird, wenn er zur Auszahlung ansteht.

Verantwortungsvolles Wetten: Limits, Sperren und das Schweizer Register

Eine Yankee-Wette ist kein Nebenbei-Geschäft. Der Gesamteinsatz ist das Elffache eines Einzeleinsatzes, und bei vier Fussballspielen am Wochenende reden wir schnell über 50 bis 100 Franken pro Schein. Wer nicht vorab weiss, wie viel er an einem Wochenende riskieren will, setzt im Zweifel mehr, als er geplant hat.

Die Schweizer Verordnung über Geldspiele (VGS) verlangt, dass die Veranstalter mindestens eine Obergrenze für den täglichen, wöchentchen oder monatlichen Einsatz oder Verlust anbieten (Art. 87 VGS). Sporttip setzt diese Anforderung so um, dass vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage festgelegt werden müssen. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – wer am Sonntagabend spontan das Limit hochsetzen will, kann am Montagmorgen noch nicht wetten. Zusätzlich gibt es eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage.

Das Sperrsystem ist zweistufig. Bei Swisslos kann man sich selbst produktbezogen für 1 bis 180 Tage sperren, ohne Möglichkeit der vorzeitigen Aufhebung. Wer sich für eine unbefristete Spielsperre entscheidet, wird in das schweizweite Register eingetragen; diese Sperre gilt auch für Casinos inklusive Online-Casinos sowie für das Fürstentum Liechtenstein. Das gemeinsame Register sorgt dafür, dass eine Sperre bei Sporttip nicht durch eine Kontoeröffnung bei einem anderen Schweizer Anbieter umgangen werden kann.

Eine selbstgewählte Sperre über maximal sechs Monate muss jeder Anbieter anbieten (Art. 89 VGS). Die Aufhebung einer freiwilligen Sperre ist frühestens nach drei Monaten möglich (Art. 84 VGS) und muss durch eine spezialisierte Stelle begleitet werden (Art. 81 BGS). Wer sich sperren lässt, weil er merkt, dass das Wetten ausser Kontrolle gerät, soll durch das Verfahren darin bestärkt werden, die Sperre nicht leichtfertig wieder aufzuheben.

Für ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung gilt keines dieser Verfahren. Sie sind nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, sie kennen die Schweizer 72-Stunden-Regel nicht, und sie unterliegen keiner Schweizer Aufsicht. Wer sich bei einem dieser Anbieter sperren will, muss die jeweiligen Verfahren dieses Anbieters durchlaufen – und hat keine Garantie, dass die Sperre tatsächlich eingehalten wird. Das ist einer der handfesten Unterschiede zwischen einem bewilligten Anbieter und einem ausländischen.

Einsatz- und Verlustkontrolle konkret

Wer bei Sporttip wettet, kann sich selbst drei Verlustlimiten setzen, die vor der ersten Teilnahme festgelegt werden. Die Tageslimite ist die kurzfristige Bremse, die Wochenlimite fängt eine Pechsträhne ab, die Monatslimite setzt die längerfristige Grösse. In der Praxis empfiehlt es sich, die Wochen- und Monatslimite enger zu setzen, als es der finanzielle Spielraum eigentlich zulassen würde – wer mit einem Wettbudget von CHF 200 pro Monat plant, ist mit einer Limite von CHF 150 besser bedient, weil die Reserve für spontane Mehrfachwetten bleibt.

Bei der Einzahlung gilt: Das Swisslos-Wallet kann per Online-Zahlungsmittel oder Einzahlungsschein mit mindestens CHF 20 aufgeladen werden, höchstens CHF 10’000 in 30 Tagen, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Zwei Auszahlungen pro Jahr sind kostenlos, ab der dritten kann eine Kommission von 3 % anfallen, und die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben, Gewinne darüber innert 3 Arbeitstagen auf das hinterlegte Bank- oder Postkonto überwiesen.

Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Swisslos-Zwecks. Wer eine Auszahlung bestreiten will, muss innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief Einsprache erheben. Diese Fristen sind sportlich, aber sie stehen in den Spielregeln, und sie gelten.

Steuern und Auszahlungen: was vom Gewinn übrig bleibt

Gewinne aus bewilligten Schweizer Sportwetten sind grundsätzlich einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Dieser Freibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (eidgenössisch) – 2025 waren es CHF 1’070’400. Die kantonalen Freibeträge weichen davon ab, weshalb die Faustregel «je nach Kanton» gilt, nicht ein einzelner Wert. Über dem Freibetrag behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein; zurückholen lässt sich diese Verrechnungssteuer, indem der Gewinn in der Steuererklärung deklariert wird.

Ein typischer Gewinn aus einem Yankee liegt deutlich unter diesem Freibetrag, weshalb die meisten Wettenden nie mit der Verrechnungssteuer in Berührung kommen. Das ist kein Steuertipp, sondern eine Beschreibung des Mechanismus: Wer mit kleinen Einsätzen spielt, fällt nicht in die Steuerpflicht.

Anders liegt der Fall bei Gewinnen aus ausländischen Anbietern. Diese Gewinne unterliegen keiner Verrechnungssteuer, dafür behandelt sie der Kanton Thurgau als voll steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Andere Kantone kennen ähnliche Regeln oder haben noch keine klare Praxis. Hier führt kein Weg an einer Anfrage bei der kantonalen Steuerverwaltung oder beim Steuerberater vorbei. Die Aussage «ausländische Gewinne sind steuerfrei» ist pauschal falsch.

Eine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz existiert nicht. Wer liest, dass «5 % Wettsteuer» vom Einsatz abgezogen werden, hat es mit einer ausländischen Quelle zu tun, deren Regeln in der Schweiz nicht gelten. Bei Sporttip und Jouez Sport fliesst der Einsatz unverändert in die Wette.

Wie Sie einen Yankee planen, ohne sich zu verrennen

Vier Voraussagen sind schnell gefunden, aber die Mechanik der Systemwette belohnt eine andere Herangehensweise, als man spontan wählt. Der Grund liegt in der Reihenfolge der Marge: Eine Wette mit vier Auswahlen zu Quote 1.50 ist nicht «sicherer» als eine Wette mit vier Auswahlen zu Quote 1.85, sondern hat eine höhere implizite Wahrscheinlichkeit pro Voraussage – und damit einen höheren Erwartungswert, sofern die eigenen Tipps tatsächlich eine 66-prozentige Trefferquote haben. Wer auf Quote 1.50 setzt, aber nur 50 % der Zeit richtig liegt, verliert auf Dauer trotz der «niedrigen» Quote.

Der zweite Punkt betrifft die Auswahl. Ein Yankee ist kein Zufallsgenerator. Wer vier Spiele auswählt, ohne die Paarungen zu kennen, spielt Lotto mit dem Geld des Buchmachers. Wer vier Spiele auswählt, die er aus eigener Analyse für wahrscheinlich hält, spielt mit einem Vorteil – oder zumindest mit einem ehrlichen Blick auf die eigenen Trefferquoten. Die Frage «wie gut tippe ich?» lässt sich am Ende eines Monats aus den Wettbestätigungen ablesen, nicht im Voraus.

Der dritte Punkt betrifft den Gesamteinsatz. Bei einem Elffach-Einsatz pro Schein ist es verlockend, den Einzeleinsatz tief zu halten, um die Wochenlimite nicht zu reissen. Wer 1 Franken pro Teilwette setzt, gibt 11 Franken pro Schein aus, 44 Franken an einem Wochenende mit vier Wetten. Das ist tragbar, sofern das Budget es hergibt. Wer 5 Franken pro Teilwette setzt, gibt 55 Franken pro Schein aus – und braucht ein klares Stoppschild, bevor die Woche um ist.

Der vierte Punkt betrifft die Cash-Out-Entscheidung. Cash-Out ist keine Strategie, sondern eine Versicherung gegen einen unangenehmen Verlauf. Wer Yankee-Scheine mit Cash-Out abschliesst, weil er «auf Nummer sicher gehen will», bezahlt die Versicherung mit einem Abzug auf den möglichen Endgewinn. In den meisten Fällen ist das durchdachte Halten des Scheins billiger als der vorzeitige Ausstieg – aber es gibt Konstellationen, in denen ein Cash-Out Sinn ergibt, etwa wenn eine Voraussage vor dem Anpfiff der anderen Spiele bereits durch ein verletztes Schlüsselspiel in Frage steht.

Auswahl der richtigen Plattform

Wer in der Deutschschweiz oder im Tessin wohnt, kommt an Sporttip nicht vorbei, wenn er in der Schweiz bewilligt wetten will. Wer in der Westschweiz wohnt, hat mit Jouez Sport die einzige bewilligte Alternative. Die Frage, welche der beiden Plattformen die bessere ist, lässt sich nicht pauschal beantworten, weil die Profile sich unterscheiden.

Kriterium Sporttip Jouez Sport
Vertragsgebiet Deutschschweiz, Tessin, Liechtenstein Westschweiz (FR, GE, JU, NE, VD, VS)
Mindesteinsatz online CHF 1 pro Teilwette CHF 2 (online) / CHF 3 (Verkaufsstelle)
Höchsteinsatz Einzel/Kombi CHF 1’000 CHF 500
Höchsteinsatz Systemwette CHF 10’000 CHF 7’500 pro Wettschein mit Multiples
Maximalgewinn Einzel/Kombi nicht beziffert in Regeln CHF 300’000
Maximalgewinn Multiple nicht beziffert in Regeln CHF 1’000’000
Kombiboost 5–100 % gestaffelt nicht im Reglement ausgewiesen
Cash-Out online, vollumfänglich, keine Garantie pro Markt nicht im Reglement geregelt

Die Tabelle zeigt, dass die beiden Anbieter nicht in einem direkten Wettbewerb zueinanderstehen, sondern unterschiedliche Profile bedienen. Sporttip ist grosszügiger bei den Einsätzen und bietet einen komboboost, der bei mehr als vier Voraussagen relevant wird. Jouez Sport ist grosszügiger beim Maximalgewinn und engt dafür die Einsätze ein.

Wer mit kleinen Einsätzen spielt und einen grossen Maximalgewinn pro Multiple anstrebt, ist bei Jouez Sport richtig. Wer mit höheren Einsätzen spielt und den Kombiboost mitnehmen will, ist bei Sporttip richtig. Wer in beiden Gebieten wohnt – etwa als Wochenaufenthalter in Zürich und Lausanne – kann sich nicht bei beiden anmelden, weil die Online-Registrierung an den Wohnsitz im Vertragsgebiet gebunden ist.

Häufige Fragen

Was genau ist eine Yankee-Wette, und aus welchen Teilwetten besteht sie?

Ein Yankee ist eine Systemwette aus vier Voraussagen, die in elf fest verbundene Teilwetten aufgeteilt wird: sechs Zweierkombinationen, vier Dreierkombinationen und eine Viererkombiwette. Jede Teilwette wird mit dem gleichen Einsatz gespielt; der Gesamteinsatz entspricht damit dem Elffachen eines Einzeleinsatzes. Schon ab zwei richtigen Voraussagen entsteht ein Teilgewinn aus der einen möglichen Zweierkombination.

Wie viele Voraussagen müssen bei einer Yankee-Wette richtig sein, damit ein Gewinn entsteht?

Mindestens zwei. Bei zwei richtigen Voraussagen gewinnt genau eine der sechs Zweierkombinationen. Bei drei richtigen Voraussagen gewinnen die vier Dreierkombinationen, drei der vier möglichen Zweierkombinationen und drei der sechs Zweierkombinationen, die mindestens zwei der richtigen Tipps enthalten. Eine vollständige Auszahlung aller elf Teilwetten verlangt, dass alle vier Voraussagen richtig sind.

Welcher Höchsteinsatz gilt bei Sporttip für eine Systemwette?

CHF 10’000. Für Einzel- und Kombinationswetten liegt die Limite bei CHF 1’000. Der Mindesteinsatz beträgt CHF 1 pro Teilwette, online wie offline. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Worin unterscheiden sich Yankee, Super Yankee und Heinz?

Ein Super Yankee (auch Canadian genannt) nimmt fünf Voraussagen und baut daraus 26 Teilwetten – zehn Zweier-, zehn Dreier-, fünf Viererkombinationen und eine Fünferkombiwette. Ein Heinz geht noch einen Schritt weiter und kombiniert sechs Voraussagen in 57 Teilwetten – 15 Zweier-, 20 Dreier-, 15 Vierer-, 6 Fünferkombinationen und eine Sechserkombiwette. Der Gesamteinsatz steigt entsprechend: Beim Super Yankee das 26-fache, beim Heinz das 57-fache des Einzeleinsatzes pro Teilwette.

Wie genau sind Yankee-Rechner, und was berücksichtigen sie nicht?

Ein Yankee-Rechner multipliziert die Einzelquoten zur Gesamtquote und verteilt sie auf die elf Teilwetten – diese Rechnung ist exakt. Was ein Rechner nicht leistet, ist die Einschätzung, ob die Quoten angemessen sind. Dafür müsste er die faire Marktquote kennen, also jene Quote ohne die Marge des Anbieters. Wer wissen will, wie viel Marge in einer Quote steckt, rechnet sie selbst aus oder vergleicht die Quoten mehrerer Anbieter für dasselbe Ereignis. Rechner, die eine Trefferwahrscheinlichkeit oder einen «Value» ausweisen, arbeiten mit Annahmen, die sie nicht offenlegen.

Welche Organisatoren bieten in der Schweiz Systemwetten an, und was gilt bei ausländischen Seiten?

In der Schweiz sind nur Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport bewilligt. Beide Organisatoren bieten Systemwetten an, jeder in seinem Vertragsgebiet. Ausländische Anbieter wie 1Bet, Wettigo, PowBet, Cloudbet, Bahigo, BDMBet, FortuneJack und GG.BET haben keine Schweizer Bewilligung und sind nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen. Im Streitfall greift das Recht des jeweiligen Sitzlands, nicht das Schweizer Recht, und für die Besteuerung der Gewinne gilt die kantonale Praxis des Wohnsitzkantons.

Inhalt erstellt vom Team «asiahandicapch»