Heinz-Sportwetten 2026: Was eine Systemwette mit 57 Wetten kostet

Updated Oktober 2026
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*Stand: Oktober 18, 2026 · Geprüft gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Swisslos Sporttip (Version 4.2) sowie das Règlement Jouez Sport (17. Ausgabe, September 2024).*

Eine Heinz-Wette sieht auf den ersten Blick aus wie eine Kombiwette mit Bonus. Auf den zweiten Blick sind es 57 Wetten, die parallel laufen, und ein Einsatz, der sich vervielfacht, bevor ein Spiel überhaupt angepfiffen ist. Wer das Prinzip einmal durchgerechnet hat, versteht auch, warum die Schweizer Bewilligungslage bei dieser Wettart so wichtig wird: Wer hier spielt, spielt mit einem Vielfachen des üblichen Einsatzes.

Ein leerer Wettschein aus Papier liegt neben einem Bleistift und einem Radiergummi auf einem hellen Holztisch im Tageslicht.
Eine Heinz-Wette ist eine Systemwette auf 6 Auswahlen, die aus 57 einzelnen Wetten besteht.

Was eine Heinz-Wette ist und aus welchen Einzelwetten sie besteht

Der Begriff stammt nicht aus der Schweiz. In der angelsächsischen Wettliteratur heisst die Wette Heinz, weil sie aus 57 Mehrfachwetten besteht. Sechs Auswahlen, alle möglichen Paarungen ab der Doppelwette aufwärts. Eine Einzelwette auf eine der sechs Auswahlen ist nicht Teil der Heinz, auch wenn der Wettschein das suggeriert.

Konkret setzt sich eine Heinz-Wette aus folgenden Wetten zusammen:

Das ergibt 57 Zeilen auf dem Wettschein, und jede Zeile hat einen eigenen Einsatz. Wer eine Heinz mit CHF 1 pro Einzelwette spielt, zahlt CHF 57, nicht CHF 1. Wer CHF 2 pro Zeile setzt, ist bereits bei CHF 114.

Ein aufgeschlagenes Notizbuch mit handschriftlichen Pfeilen und Kästchen liegt neben einer Kaffeetasse auf einem Schreibtisch am Fenster.
Die Super-Heinz-Wette erweitert das Prinzip auf 7 Auswahlen und umfasst 120 einzelne Wetten.

Was die Heinz von einer gewöhnlichen Kombiwette unterscheidet, ist die Streuung. Eine normale Kombiwette verlangt, dass jede Auswahl gewinnt, damit die Wette etwas auszahlt. Eine Heinz-Wette verlangt das nicht. Sie verlangt nur, dass mindestens zwei der sechs Auswahlen richtig sind, damit überhaupt ein Ertrag herauskommt. Welche zwei das sind, spielt keine Rolle; eine Heinz zählt aus jeder möglichen Kombination, die mindestens zwei richtige Auswahlen enthält.

Diese Streuung hat zwei Konsequenzen, die in entgegengesetzte Richtungen wirken. Sie federt Verluste ab: Eine Auswahl kann danebengehen, ohne dass die ganze Wette verloren ist, weil die 57er-Konstruktion die verbleibenden Auswahlen weiter gewinnbringend kombiniert. Sie verteuert aber gleichzeitig den Einsatz massiv, und sie verschiebt die Gewinnwahrscheinlichkeit nach unten, weil mehr Wetten zu gewinnen sind, damit ein nennenswerter Ertrag entsteht.

Wettmärkte und Quoten: Wo die Heinz gebildet werden kann und was die Marge kostet

Eine Heinz-Wette ist kein eigener Markt. Sie ist eine Form, in die jeder Markt gepackt werden kann, der mehrere Auswahlen hergibt. Drei Wege sind in der Praxis üblich:

Ein Fussball liegt auf dem Rasen eines leeren Stadions am frühen Abend, dahinter erheben sich schneebedeckte Berge unter klarem Himmel.
Bei Sporttip beträgt der Höchsteinsatz für eine Systemwette CHF 10'000, für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1'000.

Was die Heinz auf jedem dieser Wege mitnimmt, ist die Marge des Anbieters. Jede Quote trägt einen Abschlag gegenüber der «wahren» Wahrscheinlichkeit, und in einer Heinz-Wette multiplizieren sich die Quoten. Das Produkt aus sechs Einzelquoten enthält sechs Margen, nicht eine. Wer auf sechs Auswahlen mit Quote 2.00 setzt, sieht eine Gesamtquote von 64.00 für die Sechsfachwette, aber der Auszahlungsschlüssel dieser Sechsfachwette liegt merklich unter dem, was sechs einzelne 2.00er-Quoten ergeben würden, wenn jede einzelne Wette fair wäre.

In der Schweizer Praxis heisst das: Die Heinz ist im Schnitt teurer als die einfache Kombiwette, nicht weil der Anbieter sie extra bestraft, sondern weil jede zusätzliche Auswahl eine weitere Marge mitbringt. Bei einem Markt, der einzelne Quoten um 5 % schlechter anbietet als die faire Wahrscheinlichkeit, schlägt dieser Abschlag bei sechs kombinierten Auswahlen mit voller Wucht durch. Eine Faustregel, keine Garantie.

Die Quoten bei Swisslos und Loterie Romande werden auf zwei Nachkommastellen gerundet und anschliessend auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei sehr langen Kombinationen kann dieser Rundungsschritt das eine oder andere Zehntel ausmachen, er entscheidet aber selten über Gewinn oder Verlust.

Super-Heinz, Goliath und andere Full-Cover-Wetten im Vergleich

Der Heinz gehört zur Familie der Full-Cover-Wetten. Das sind Wetten, die sämtliche Mehrfachwetten über eine bestimmte Anzahl von Auswahlen abdecken. Die bekanntesten Vertreter sind:

Wetttyp Auswahlen Einzelwetten
Heinz 6 57
Super Heinz 7 120
Goliath 8 247

Die Super-Heinz-Wette erweitert das Prinzip auf sieben Auswahlen. Sie umfasst 21 Doppel-, 35 Dreier-, 35 Vierfach-, 21 Fünffach-, 7 Sechsfach- und 1 Siebenfachwette, also 120 Zeilen auf dem Wettschein. Eine Super-Heinz mit CHF 1 pro Einzelwette kostet entsprechend CHF 120.

Der Goliath geht noch weiter: acht Auswahlen, 247 Einzelwetten. Bei den Schweizer Veranstaltern ist die Obergrenze für eine Systemwette CHF 10’000 bei Sporttip, bei Jouez Sport liegt die Höchstsumme aller Multiples auf einem Wettschein bei CHF 7’500. Wer eine Goliath-Wette mit ernsthaften Einsätzen spielen wollte, stösst mit diesen Limits schnell an Grenzen, ohne dass es im Wettschein erwähnt wird.

Die Faustregel hinter diesen Wetten ist, dass die Vollständigkeit der Abdeckung mit der Anzahl Auswahlen rapide wächst. Von sechs auf sieben Auswahlen verdoppelt sich die Anzahl Wetten fast (57 auf 120). Von sieben auf acht verdoppelt sie sich nochmals (120 auf 247). Der Einsatz vervielfacht sich entsprechend, der potenzielle Ertrag nicht im selben Mass, weil die Marge mit jeder Auswahl zunimmt.

Was die Full-Cover-Familie eint, ist die Minimalbedingung: Mindestens zwei Auswahlen müssen richtig sein, damit es überhaupt einen Ertrag gibt. Eine einzelne richtige Auswahl reicht nicht. Wer nur auf eine Auswahl sicher ist, spielt die falsche Wettart.

Einsatzverteilung und Auszahlung: Wie eine Heinz-Wette rechnerisch funktioniert

Eine Heinz-Wette zahlt sich aus jeder Mehrfachwette aus, die mindestens zwei richtige Auswahlen enthält. Der Ertrag ist die Summe der Auszahlungen aus allen gewonnenen Mehrfachwetten.

Ein Beispiel mit drei Auswahlen, die allesamt gewinnen, illustriert die Mechanik. Angenommen, drei Auswahlen A, B und C haben die Einzelquoten 1.50, 2.00 und 2.50, und der Einsatz pro Einzelwette beträgt CHF 1. Die relevanten Mehrfachwetten, die aus diesen drei Auswahlen vollständig gewinnen, sind:

Gesamteinsatz für diese vier Wetten: CHF 4. Gesamtauszahlung: CHF 19.25. Nettoertrag: CHF 15.25.

Übertragen auf eine echte Heinz-Wette mit sechs Auswahlen, die alle gewinnen, ist die Mechanik dieselbe, nur dass 57 Zeilen gespielt werden, von denen die Sechsfachwette allein den grössten Ertrag bringt, die 15 Doppelwetten das Fundament bilden und die Wetten dazwischen den Ertrag weiter erhöhen. Die Reihenfolge der Auswahlen ist unerheblich, die Auszahlung hängt allein davon ab, welche Auswahlen richtig sind und welche Quoten sie tragen.

Was die Rechnung in der Praxis schwierig macht, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sechs Auswahlen alle richtig sind. Sie liegt weit unter der Trefferquote, die eine einzelne Auswahl bräuchte. Wer bei jeder Auswahl eine faire Trefferwahrscheinlichkeit von 60 % annimmt, hat bei sechs Auswahlen eine Gesamtwahrscheinlichkeit von 0.60 hoch 6, das sind rund 4.7 %, dass alle sechs richtig sind. Bei einer Trefferwahrscheinlichkeit von 50 % pro Auswahl sind es 1.6 %, bei 70 % pro Auswahl rund 11.7 %.

Diese Zahlen sind keine Vorhersage, sie zeigen, warum eine Heinz-Wette trotz ihrer scheinbaren Streuung empfindlich auf falsche Auswahlen reagiert. Eine falsche Auswahl killt nicht die ganze Wette, sie eliminiert nur die Wetten, die diese Auswahl enthalten. Bei einer Sechsfachwette ist das den grössten Brocken. Bei einer Fünffachwette sind es fünf Sechstel des Pools. Was übrig bleibt, sind die Wetten, die diese Auswahl nicht enthalten.

Schweizer Bewilligungslage: Wer hier Sportwetten anbieten darf und wer nicht

Die Schweiz hat den Sportwettenmarkt 2019 neu geordnet. Seit dem 1. Januar 2019 gilt das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51). Sportwetten sind darin ein Grossspiel und brauchen eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung. Aufsichtsbehörde ist die Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht) mit Sitz in Bern, nicht die ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt.

Die Kantone haben in der interkantonalen Vereinbarung festgelegt, dass in der Schweiz nur zwei Veranstalter Sportwetten anbieten dürfen:

Eine dritte Lizenz für einen privaten oder ausländischen Anbieter ist im Gesetz nicht vorgesehen. Ausländische Lizenzen – ob aus Malta, Curaçao oder Deutschland – sind in der Schweiz rechtlich bedeutungslos (Art. 4 BGS). Wer in der Schweiz ohne Bewilligung Sportwetten organisiert, macht sich strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Werbung für unbewilligtes Glücksspiel in der Schweiz ist mit einer Busse bis zu CHF 500’000 belegt (Art. 74 Abs. 3 und Art. 131 BGS).

Die Gespa publiziert eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS sperren. Ende 2025 standen 671 Domains auf dieser Liste. Wer dort landet, hat keine Schweizer Aufsicht, keine Verbindung zum Schweizer Ausschlussregister und keinen Schweizer Rekursweg.

Für die Heinz-Wette heisst das: Wer in der Schweiz auf einer derartigen Wette spielen will, hat nur die beiden zugelassenen Veranstalter als Anlaufstellen, je nach Wohnsitzkanton. Wer aus einem anderen Land mit Schweizer Lizenz spielt, ist auf das Online-Angebot des zuständigen Veranstalters angewiesen. Wer im Fürstentum Liechtenstein wohnt, kann nur bei Swisslos Sporttip ein Konto eröffnen; ein Loterie-Romande-Konto ist dort nicht möglich.

Wettangebot: Was auf den Wettschein darf und was nicht

Die Gespa führt eine in Kraft dieser Bewilligung stehende Liste der erlaubten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Die Liste wird regelmässig aktualisiert; eine Version datiert auf den 10. September 2026 ist die jüngste bekannte Fassung. Was nicht drauf steht, darf nicht angeboten werden. Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows sind im Schweizer System generell nicht erlaubt.

Die Liste zeigt keine Eckball- oder Kartenmärkte und keine Esports-Sektion. Qualifikationsrunden sind nur dann erlaubt, wenn sie aufgeführt sind, Damenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet. Trainingsläufe sind als Wettgrundlage ausgeschlossen. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige beteiligt sind, dürfen nicht bewettet werden (Art. 25 Abs. 2 BGS).

Für die Heinz-Wette bedeutet das: Eine Heinz braucht sechs Auswahlen aus dem erlaubten Angebot. Ist ein Markt, auf dem eine der Auswahlen beruhen soll, nicht auf der Liste, fällt die Auswahl weg. Bei kleineren Sportarten kann das die Konstruktion einer Heinz-Wette unmöglich machen, wenn nicht genügend verschiedene erlaubte Wettbewerbe zur Verfügung stehen.

Live-Wetten sind erlaubt, vor und während des Spiels, sofern der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat. Das BGS kennt keine spezifische Einschränkung bestimmter Live-Märkte. Cash-Out ist gesetzlich nicht geregelt; es ist eine Eigenschaft des jeweiligen Anbieters.

Limits, Mindesteinsätze und Höchsteinsätze: Was Sporttip und Jouez Sport ansetzen

Die Limiten sind nicht im Gesetz, sondern in den Spielregeln der beiden Veranstalter festgelegt. Sie unterscheiden sich deutlich:

Anbieter Mindesteinsatz online Mindesteinsatz Verkaufsstelle Höchsteinsatz Einzel/Kombi Höchsteinsatz Systemwette Maximaleinzahlung Wettschein
Sporttip CHF 1 CHF 1 CHF 1’000 CHF 10’000 –
Jouez Sport CHF 2 CHF 3 (Multiples CHF 2) CHF 500 – CHF 7’500 (Multiples)

Bei Sporttip kann Swisslos die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern. Eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Für die Heinz-Wette heisst das: Wer eine Heinz-Wette mit dem Höchsteinsatz von CHF 10’000 spielen will, müsste etwa CHF 175 pro Einzelwette setzen, was pro Mehrfachwette zwischen CHF 175 und CHF 1’750 ergibt und weit über den CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette hinausgeht. Die Systemwette-Limite ist hier die relevante Grenze, nicht die Einzelwetten-Limite.

Bei Jouez Sport liegt die Höchstgrenze für alle Multiples auf einem Wettschein zusammen bei CHF 7’500. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette ist CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombiwette muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.

Die Heinz-Wette fällt bei beiden Veranstaltern unter die jeweiligen System- bzw. Multiple-Limiten. Wer mit kleineren Einsätzen spielt, hat hier am meisten Spielraum. Wer mit grösseren Einsätzen spielt, sollte zeigen, dass die Limits der Wettart entsprechen, nicht nur dem Wunsch nach hohen Quoten.

Spielerschutz: Verlustlimiten, Spielsperren und was bei Systemwetten schneller schiefgeht

Das BGS verlangt, dass jeder Spieler vor der ersten Wette eigene Verlustlimiten setzt. Bei Sporttip sind das Limiten für 1, 7 und 30 Tage. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999 für volljährige Spielende und CHF 1’000 für unter 21-Jährige (bei Lotterieprodukten, nicht spezifisch für Sportwetten formuliert). Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden, was die Schweizer Veranstalter in ihren Bedingungen so anwenden; die Gespa schreibt nur 24 Stunden vor. Zusätzlich kann eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage gesetzt werden.

Bei Systemwetten mit vielen Einzelwetten summiert sich der Einsatz schneller, als es auf den ersten Blick wirkt. Eine Heinz-Wette mit 57 Zeilen à CHF 1 ist bereits CHF 57. Eine Super-Heinz mit 120 Zeilen à CHF 1 ist CHF 120. Wer mit seiner Verlustlimite plant, sollte den Einsatz einer Wette gegen die Anzahl der enthaltenen Einzelwetten prüfen, nicht gegen den «Einsatz pro Wette», wie er im Wettschein angezeigt wird.

Wer sich selbst sperren will, kann das bei Sporttip produktbezogen für 1 bis 180 Tage tun, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Wer gesperrt ist, hat keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS). Eine selbstgewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden.

Die Gespa hat 2025 Testkäufe an Verkaufsstellen durchgeführt. Bei 47.5 % von 200 Fällen wurde an Minderjährige verkauft. Der stationäre Schutz ist also nicht so dicht, wie er sein sollte. Wer minderjährige Kinder hat, sollte das im Hinterkopf haben, auch wenn online ab 18 Jahren verifiziert wird.

Wer hier wettet: Online-Registrierung und Identitätsprüfung

Für die Online-Teilnahme bei Swisslos braucht es:

Die Identität wird über einen hochgeladenen Ausweis geprüft. Die Daten werden automatisch ausgelesen und gegen Adressdatenbanken verglichen. Eine Registrierung mit gefälschter Identität ist damit praktisch ausgeschlossen.

Für Loterie Romande gelten analoge Regeln, beschränkt auf die sechs Westschweizer Kantone. Wer also in Genf wohnt, kann nur ein Jouez-Sport-Konto eröffnen, kein Sporttip-Konto, und umgekehrt. Wer im Tessin wohnt, kann nur Sporttip nutzen.

Personen, die als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnehmen, dürfen auf dieses Ereignis nicht wetten. Verstösse gegen die 18-Jahres-Grenze oder gegen das Wettkämpfer-Verbot sind keine Lappalie; sie führen zur Ungültigkeit der Wette und unter Umständen zur Strafverfolgung.

Steuern: Wann ein Gewinn tatsächlich versteuert werden muss

Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Der Bund hat die Schwelle per 1. Januar 2026 auf CHF 1’071’000 festgesetzt (2025: CHF 1’070’400). Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die der Spielende über die Steuererklärung zurückfordern kann.

Die Höhe des Guthabens variiert je nach Kanton. Wer in einem Kanton mit niedrigerem Freibetrag spielt, kann früher Steuern zahlen als in einem Kanton mit höherem Freibetrag. Die meisten Spielenden gewinnen weit unter der Schwelle und zahlen weder Einkommensteuer noch Verrechnungssteuer auf den Gewinn.

Gewinne von ausländischen Anbietern ohne Schweizer Bewilligung unterliegen keiner Verrechnungssteuer, weil kein Schweizer Veranstalter sie einbehält. Aber: Im Kanton Thurgau werden Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag als steuerbares Einkommen behandelt. Wer dort wohnt und bei einem ausländischen Anbieter spielt, sollte mit der Steuerverwaltung sprechen können. Eine allgemeine Empfehlung ohne Blick auf den eigenen Kanton hilft nicht weiter.

Es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz. Wer behauptet, man müsse einen bestimmten Prozentsatz des Einsatzes versteuern, irrt sich oder verwechselt die Wettsteuer anderer Länder (Deutschland, Österreich) mit der Schweizer Regelung.

Werbung, Boni und Gratiswetten: Was die Schweizer Veranstalter dürfen und was nicht

Werbung für Glücksspiel darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen gerichtet werden (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist verboten. Die Gespa hat 2025 24 Einwilligungen für Gratisspielguthaben an Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Das ist die rechtliche Grundlage für Bonusaktionen, nicht ein Hinweis darauf, dass ständig Boni verfügbar wären.

Bei Sporttip gibt es einen online verfügbaren Kombiboost, der nur online gilt (Prematch, Live, Systemwetten) und mindestens vier Voraussagen mit Einzelquoten von je mindestens 1.50 verlangt. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier Auswahlen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Auswahlen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert; bei Cash-Out verfällt der Boost.

Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert.

Wer einen Bonus bewirbt, der keine Schweizer Bewilligung hat, kann sich strafbar machen. Wer einen Bonuscode für einen ausländischen Anbieter sucht, sollte zeigen, dass er die Rechtslage kennt. Der Hinweis gilt besonders für Heinz-Wetten, weil die Einsatzvervielfachung bei hohen Boni besonders verlockend beworben wird.

Cash-Out und Livewetten: Wie Sporttip mitten im Spiel auszahlt

Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten; es gibt keine Garantie für jeden Markt.

Der Cash-Out-Betrag ist niedriger als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn. Er hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Das ist die ökonomische Logik hinter Cash-Out: Wer vorzeitig aussteigt, akzeptiert einen Abschlag auf den möglichen Ertrag, um sich gegen den Totalverlust abzusichern.

Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, also als verloren. In spielentscheidenden Situationen (Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid) kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Das ist ein Schutzmechanismus für Swisslos, kein Vertrauensbruch.

Für die Heinz-Wette heisst das: Cash-Out bezieht sich auf die ganze Wette, nicht auf einzelne der 57 Mehrfachwetten. Wer mitten im Spiel aussteigen will, bekommt einen Betrag, der alle noch offenen Auswahlen zusammenfasst. Bei einer Sechsfachwette, bei der vier Auswahlen bereits gewonnen sind und die fünfte live läuft, kann dieser Betrag durchaus nahe am maximalen Ertrag liegen, wenn die verbleibenden Auswahlen unwahrscheinlich geworden sind. Er liegt aber nie darüber.

Zahlungen: Wohin Gewinne ausgezahlt werden und was nicht geht

Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausgezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme Auszahlungen oder Kryptowährungen in Staatsauszahlungen gibt es bei Schweizer bewilligten Wetten nicht. Wer auf einer Plattform ohne Schweizer Bewilligung spielt, kann mit jeder Zahlungsmethode auszahlen lassen, die diese Plattform anbietet, hat dann aber auch keine Schweizer Aufsicht über die Auszahlung.

Es gibt in der Schweiz kein zahlungsseitiges Blockierungswerkzeug gegen unbewilligte Wettanbieter. Anders als in einigen anderen Ländern blockieren Banken oder Kartenorganisationen Zahlungen an solche Anbieter nicht automatisch. Wer dort spielt, tut das auf eigene Verantwortung.

Veranstalter im Vergleich: Was die beiden Schweizer Anbieter trennt und was sie eint

Die beiden Veranstalter unterscheiden sich in mehreren Punkten, die für eine Heinz-Wette relevant sind:

Anbieter Schweizer Bewilligung Verbreitungsgebiet Online-Registrierung Wettangebot Limits
Sporttip (Swisslos) Ja (BGS, Gespa) Deutschschweiz, Tessin, Liechtenstein Wohnsitz im Vertragsgebiet Gespa-Liste der erlaubten Wetten Einzel/Kombi max CHF 1’000, Systemwette max CHF 10’000, Verlustlimit 1/7/30 Tage bis CHF 9’999
Jouez Sport (Loterie Romande) Ja (BGS, Gespa) Westschweiz (FR, GE, JU, NE, VD, VS) Wohnsitz in Westschweiz Gespa-Liste der erlaubten Wetten Einzel/Kombi max CHF 500, Multiples-Wettschein max CHF 7’500

Beide haben eine Schweizer Bewilligung, beide sind an die Gespa-Liste gebunden, beide haben Limits im niedrigen einstelligen Tausenderbereich pro Wette. Die Unterschiede liegen im Verbreitungsgebiet (was die Frage, wer überhaupt ein Konto eröffnen kann), in den Limits und in der Verfügbarkeit von Spielarten.

Für die Heinz-Wette: Bei Sporttip ist die Systemwetten-Obergrenze CHF 10’000, was für eine Heinz mit normalen Einsätzen ausreicht. Bei Jouez Sport ist die Höchstgrenze aller Multiples zusammen CHF 7’500, was bei einer voll ausgeschöpften Heinz bereits bei kleineren Einzelwetten-Einsätzen erreicht wird. Wer mit höheren Einsätzen spielen will, ist bei Sporttip besser bedient.

Für den Spielerschutz: Beide bieten Verlustlimiten, Spielsperren und Selbstausschluss an. Die Spielsperren sind produktbezogen (Swisslos) bzw. unternehmensbezogen (Loterie Romande). Eine Sperre bei einem Veranstalter gilt nicht automatisch beim anderen.

Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Eine Reihe von Anbietern werben auch in der Schweiz, ohne eine Schweizer Bewilligung zu haben. Sie sind auf der Gespa-Sperrliste gelandet oder könnten dort landen:

Was diese Anbieter gemeinsam haben: Sie haben keine Schweizer Bewilligung, keine Verbindung zum Schweizer Ausschlussregister und keinen Schweizer Rekursweg. Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder einem anderen Land hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Wer dort spielt, hat im Streitfall nur die Aufsichtsbehörde des Lizenzlandes als Ansprechpartner, nicht die Gespa.

Für die Heinz-Wette heisst das: Einige dieser Anbieter bieten Heinz-Wetten mit anderen Limits und anderen Boni an, als sie bei Sporttip und Loterie Romande möglich wären. Was sie nicht bieten, ist Schweizer Aufsicht, Schweizer Spielsperre und Schweizer Steuerfreibetrag. Wer dort spielt, sollte zeigen, dass er die Konsequenzen kennt.

1. Swisslos Sporttip

Swisslos Sporttip ist einer der beiden in der Schweiz bewilligten Veranstalter. Die Sitzlinie ist auf die deutschsprachige Schweiz, das Tessin und Liechtenstein beschränkt. Sporttip bietet das breitere Wettangebot der beiden Schweizer Veranstalter, mit Online- und Verkaufsstellen-Vertrieb, Livewetten, Cash-Out, Kombiboost und Quotenboosts.

Für die Heinz-Wette ist Sporttip die relevante Adresse für alle, die in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein wohnen. Die Obergrenze für eine Systemwette liegt bei CHF 10’000, was eine Heinz mit moderaten Einsätzen abdeckt. Die Verlustlimiten sind selbst zu setzen, mit einer Obergrenze von CHF 9’999 für volljährige Spielende.

Was Sporttip von einem ausländischen Anbieter unterscheidet, ist nicht das Wettangebot, sondern die Aufsicht. Wer ein Problem mit einer Wette hat, kann sich an die Gespa wenden. Wer gesperrt werden will, wird im Schweizer Register eingetragen und ist damit auch für andere Schweizer Anbieter gesperrt. Wer gewinnt, hat den vollen Schweizer Steuerfreibetrag.

2. Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone. Sie ist nach Swisslos der zweite bewilligte Sportwetten-Veranstalter der Schweiz, mit Sitz in Lausanne und 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz.

Für die Heinz-Wette gilt bei Jouez Sport, dass die Höchstgrenze für alle Multiples zusammen CHF 7’500 ist. Wer eine Heinz-Wette mit ernsthaften Einsätzen spielen will, kann mit dieser Grenze in Konflikt geraten, lange bevor die Quoten interessant werden. Die Mindesteinsätze sind online CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2.

Jouez Sport richtet sich primär an Westschweizer Spielende, was die Kontoeröffnung auf die Kantone FR, GE, JU, NE, VD und VS beschränkt. Wer aus einem anderen Kanton in die Westschweiz umzieht, muss zeigen, dass die Umschreibung des Wohnsitzes nachvollziehbar ist.

3. MyStake

MyStake ist ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die Plattform wirbt im deutschsprachigen Raum mit einem breiten Sportwettenangebot, das Heinz-Wetten einschliesst. Ohne Schweizer Lizenz ist sie für Schweizer Bewohner nicht zugänglich, mit Schweizer Aufsicht folgt sie den Regeln ihrer eigenen Lizenz, nicht dem BGS.

Wer MyStrike nutzt, sollte zeigen, dass die Werbeaussagen zur Heinz-Wette, zu den Boni und zu den Auszahlungsbedingungen in den Geschäftsbedingungen von MyStrike stehen, nicht in der Werbung. Die Gespa-Sperrliste kann MyStrike jederzeit aufnehmen.

4. HighFlyBet

HighFlyBet gehört in dieselbe Kategorie wie MyStrike: ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung, der in der Schweiz nicht zugänglich ist. Die Plattform bietet Heinz-Wetten und andere Systemwetten an, mit Limits, Boni und Auszahlungsmodalitäten, die nicht der Schweizer Aufsicht unterliegen.

Wer HighFlyBet nutzt, sollte die Lizenzangaben auf der eigenen Seite prüfen, nicht die Werbung. Die tatsächliche Aufsichtsbehörde bestimmt, welche Regeln gelten.

5. Duelbits

Duelbits kombiniert Sportwetten mit einem Krypto-Casino. Auch hier gilt: keine Schweizer Bewilligung, keine Verbindung zum Schweizer Ausschlussregister, kein Schweizer Rekursweg. Wer mit Kryptowährungen einzahlt, hat zusätzlich die Volatilität der Kryptowährung als Risiko, die bei einer Auszahlung in CHF den Ertrag schmälern kann.

Für die Heinz-Wette heisst das: Die Quoten sehen aus wie bei jedem anderen Anbieter, aber die Auszahlung erfolgt in Kryptowährung. Der Gegenwert in CHF schwankt.

6. Rollbit

Rollbit ist ein weiterer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die Plattform wirbt mit Systemwetten und Livewetten, ohne Schweizer Aufsicht. Die Gespa-Sperrliste kann Rollbit jederzeit aufnehmen.

7. Boomerang Bet

Boomerang Bet gehört ebenfalls zu den Anbietern ohne Schweizer Bewilligung. Da die Plattform auf der Gespa-Sperrliste steht, ist sie von Schweizer IP-Adressen aus nicht erreichbar.

8. Unibet

Unibet ist ein bekannter europäischer Anbieter mit Lizenzen in mehreren Ländern, aber nicht in der Schweiz. Auch wenn Unibet in anderen Märkten bewährt ist, hat die Lizenz in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Wer Unibet nutzt, hat keine Schweizer Aufsicht.

9. Sportuna

Sportuna ist ein weiterer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Das Angebot ist für Schweizer Spielende gesperrt und untersteht nicht der Gespa.

10. Fezbet

Fezbet schliesst die Liste der hier erwähnten Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ab. Die Webseite wird in der Schweiz blockiert, da keine entsprechende Konzession vorliegt.

Häufige Fragen

Wie funktioniert eine Heinz-Wette und aus welchen Einzelwetten besteht sie?

Eine Heinz-Wette ist eine Systemwette auf sechs Auswahlen, die aus 57 Einzelwetten besteht: 15 Doppelwetten, 20 Dreifachwetten, 15 Vierfachwetten, 6 Fünffachwetten und 1 Sechsfachwette. Einzelwetten auf die Auswahlen sind nicht enthalten. Der Einsatz wird auf alle 57 Wetten verteilt, wobei jede Einzelwette den gleichen Einsatz kostet.

Was unterscheidet eine Heinz-Wette von einer gewöhnlichen Kombiwette?

Eine gewöhnliche Kombiwette verlangt, dass jede Auswahl gewinnt, damit ein Ertrag ausgezahlt wird. Eine Heinz-Wette verlangt nur, dass mindestens zwei der sechs Auswahlen richtig sind, damit überhaupt ein Ertrag entsteht. Die Heinz federt Verluste ab, verteuert aber gleichzeitig den Gesamteinsatz erheblich, weil 57 Einzelwetten gespielt werden.

Wie hoch ist der Gesamteinsatz, wenn jede Einzelwette CHF 1 kostet?

Bei einer Heinz-Wette mit 57 Einzelwetten à CHF 1 beträgt der Gesamteinsatz CHF 57. Bei einer Super-Heinz mit 120 Einzelwetten à CHF 1 sind es CHF 120. Bei einem Goliath mit 247 Einzelwetten à CHF 1 sind es CHF 247. Der angezeigte Einsatz im Wettschein ist der Einsatz pro Einzelwette, nicht der Gesamteinsatz.

Was unterscheidet eine Super-Heinz-Wette von der einfachen Heinz-Wette?

Die Super-Heinz-Wette erweitert das Prinzip auf 7 Auswahlen und umfasst 120 einzelne Wetten: 21 Doppel-, 35 Dreier-, 35 Vierfach-, 21 Fünffach-, 7 Sechsfach- und 1 Siebenfachwette. Die Heinz hat 6 Auswahlen und 57 Einzelwetten. Bei beiden Wettarten müssen mindestens zwei Auswahlen gewinnen, damit es einen Ertrag gibt.

Darf in der Schweiz nur bei Swisslos und Loterie Romande auf Sport gewettet werden?

Ja. Nach dem Geldspielgesetz (BGS) dürfen in der Schweiz nur Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport Sportwetten anbieten. Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten organisiert, macht sich strafbar (Art. 130 BGS). Wer dort spielt, hat keinen Schweizer Rekursweg und keine Verbindung zum Schweizer Spielsperren-Register.

Wie berechnet sich die Auszahlung aus Einsatz und Quote, und wo steckt die Marge des Anbieters?

Die Auszahlung einer Einzelwette ist Einsatz mal Quote. Bei Kombinationswetten ist die Quote das Produkt der Einzelquoten. Bei einer Heinz-Wette wird die Auszahlung jeder der 57 Einzelwetten separat berechnet und addiert. Die Marge steckt in jeder einzelnen Quote: Die angebotene Quote liegt unter der «fairen» Quote, die der wahren Wahrscheinlichkeit entsprechen würde. Bei einer Sechsfachwette akkumulieren sich die Margen aller sechs Auswahlen, was die effektive Auszahlungsquote der Sechsfachwette deutlich unter das senkt, was sechs einzelne Wetten ergeben würden.

Inhalt erstellt vom Team «asiahandicapch»