Lucky 31 Wetten – Aufbau, Kosten und Schweizer Bewilligungslage
Ladevorgang...
Eine Lucky 31 gruppiert fünf Einzelauswahlen zu 31 Wetten und kostet beim Franken pro Linie 31 Franken Gesamteinsatz, noch ohne die Marge, die in jeder Quote steckt; das ist der Kern, um den sich alles an dieser Wettform dreht. Wer in der Schweiz spielt, hat dabei von vornherein nur zwei Anbieter zur Auswahl, denn das Geldspielgesetz lässt Sportwetten ausschliesslich durch Swisslos (Sporttip) und Loterie Romande (Jouez Sport) zu. Beide setzen der Wette enge Grenzen, die bestimmen, wie viel eine Lucky 31 hier überhaupt kosten kann. Der Rest des Marktes – IviBet, bet365, Jackbit, Sportaza, HornetBet, Bahigo, FortuneJack und Coolzino – taucht in Werbung und über DNS-Sperren immer wieder auf, hat aber keine Schweizer Bewilligung und keine Schweizer Anbindung.

Die Lucky 31 ist eine Systemwette, die aus fünf Auswahlen 31 einzelne Wetten macht. Im Zentrum stehen der Aufbau, die Einsatzstruktur und die Rolle der beiden bewilligten Schweizer Veranstalter – Sporttip und Jouez Sport. Wichtig sind zudem die Rechtslage, der Spielerschutz und die Risiken bei ausländischen Anbietern ohne Schweizer Bewilligung.
Stand: Oktober 18, 2026 – verglichen mit den Spielregeln und Teilnahmebedingungen Sporttip (Version 4.2) sowie dem Règlement Jouez Sport (17e édition, septembre 2024).
Aufbau einer Lucky 31: fünf Auswahlen, 31 Wetten
Die Lucky 31 gehört zur Familie der Full-Cover-Wetten, also zu jenen Systemwetten, bei denen jede mögliche Kombination aus den getroffenen Auswahlen verselbständigt gewettet wird. Bei fünf Auswahlen sind das exakt 31 Wetten, aufgeschlüsselt nach Grösse der Kombination. Eine Einzelwette zählt zur Lucky 31 ebenso dazu wie jede Doppel-, Dreier-, Vierfach- und Fünffachkombination, die sich aus fünf Tipps bilden lässt. Wer die Mechanik einmal verstanden hat, versteht den Rest der Familie gleich mit, denn die Stufen unterscheiden sich nur in der Anzahl Auswahlen.

Die Grundstruktur ergibt sich aus der Kombinatorik: Für die Zahl der Wetten einer bestimmten Kombinationsstufe ist die Anzahl Auswahlen minus die Stufengrösse massgebend. Für fünf Auswahlen heisst das 5 × 4 ÷ 2 = 10 Doppelwetten, 5 × 4 × 3 ÷ 6 = 10 Dreierwetten, 5 × 4 × 3 × 2 ÷ 24 = 5 Vierfachwetten und eine einzige Fünffachwette, die alle fünf Auswahlen vereint. Dazu kommen die fünf Einzelwetten, die in einem Tippzettel mit «Allen» mitlaufen, weil das System auch den blossen Einzelerfolg absichert, der bei einer reinen Kombiwette leer ausginge. Macht 5 + 10 + 10 + 5 + 1 = 31.
| Stufe | Kombination | Anzahl Wetten |
|---|---|---|
| Einzel | jede Auswahl allein | 5 |
| Doppel | je 2 Auswahlen | 10 |
| Dreier | je 3 Auswahlen | 10 |
| Vierfach | je 4 Auswahlen | 5 |
| Fünffach | alle 5 zusammen | 1 |
| Total | 31 |
Wer eine Lucky 31 spielt, schlägt sich also auf das volle Spektrum: Schon ein einziger richtiger Tipp wirft etwas ab, weil eine der fünf Einzelwetten sitzt. Je mehr Tipps aufgehen, desto mehr Linien werden gleichzeitig ausbezahlt. Eine Fünffachwette, die alle Auswahlen verlangt, gewinnt entsprechend am meisten, fällt aber auch am seltensten. Die Spreizung ist gewollt: Sie verteilt das Risiko auf viele kleine Wetten und konzentriert die Auszahlung dort, wo die Trefferquote stimmt.
Die Rechnung dahinter: 31 × Einsatz
Der Gesamteinsatz ergibt sich schlicht aus der Anzahl Wetten multipliziert mit dem Linieneinsatz. Wer eine Franke pro Linie setzt, zahlt 31 Franken für die gesamte Wette. Bei zwei Franken pro Linie sind es 62 Franken, bei fünf Franken 155 Franken – und bei zehn Franken pro Linie bereits 310 Franken, ohne dass ein einziger zusätzlicher Tipp dazukommt. Bei Sporttip liegt die Untergrenze für Einzel- und Kombinationswetten bei einem Franken, der Höchsteinsatz für eine Systemwette bei 10’000 Franken. Wer zehn Franken pro Linie setzt, bliebe damit unterhalb der System-Limite; wer die Linie auf 322 Franken erhöhen wollte, würde daran scheitern, dass 31 × 322 bereits über 10’000 läge. Praktisch bleibt also der Linieneinsatz der Hebel, mit dem der Gesamteinsatz skaliert wird.
Eine Beispielrechnung mit fünf Auswahlen zu Quoten 1.50, 1.80, 2.00, 2.25 und 2.50 zeigt, wie der Return zusammenkommt. Bei einem Franken pro Linie zahlt der Wettschein 31 Franken Einsatz. Gehen alle fünf Auswahlen auf, deckt das System zunächst die Einzelwetten ab (1.50 + 1.80 + 2.00 + 2.25 + 2.50 = 10.05 Franken Return), die Doppel (1.50 × 1.80 = 2.70; mit zehn solcher Paare ergibt das einige Franken mehr) und so weiter bis zur Fünffachwette (1.50 × 1.80 × 2.00 × 2.25 × 2.50 = 30’375 Franken für sich allein). Weil viele Linien parallel auszahlen, multiplizieren sich die Beiträge; je nach Quotenmuster liegt der Return deutlich über dem reinen Fünffach-Produkt und macht aus der 31-Franken-Wette einen Return, der sich nach oben bewegt, je gleichmässiger die Quoten streuen.
Eine Stufe zwischen Lucky 15 und Lucky 63
Innerhalb der Full-Cover-Familie sitzt die Lucky 31 zwischen zwei bekannten Nachbarn. Die Lucky 15 belegt vier Auswahlen mit 15 Wetten (6 Doppel, 4 Dreier, 1 Vierfach plus die vier Einzel), die Lucky 63 sechs Auswahlen mit 63 Wetten. Die 31er-Stufe schiebt sich dazwischen, weil sie die gleiche vollständige Kombinatorik über eine grössere Auswahl legt: Von vier auf fünf Auswahlen verdoppelt sich die Komplexität ungefähr, von fünf auf sechs verdoppelt sie sich nochmals. Wer mit Systemwetten beginnt, startet häufig mit der Lucky 15, weil das Gesamtrisiko niedriger bleibt; wer eine Auswahl mehr sucht, ohne in die 63er-Kosten zu rutschen, landet bei der Lucky 31.
Der Preis dieses «Eine Auswahl mehr» ist schnell beziffert: Eine Lucky 15 kostet bei einem Franken pro Linie 15 Franken, eine Lucky 31 deren 31, eine Lucky 63 deren 63. Mit jedem Schritt verdoppelt sich annähernd die Anzahl Linien, was sich im Gesamteinsatz linear, in den möglichen Returns überproportional niederschlägt.
Was die Quote kostet: Marge und Gewinnberechnung
Die Quote, die Sporttip und Jouez Sport anzeigen, ist nie der volle Gegenwert zur «fairen» Wahrscheinlichkeit – sie enthält eine Marge, die der Veranstalter auf jedes Marktsegment aufschlägt. Bei einem klassischen Drei-Wege-Markt (Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg) und beispielhaften Quoten 2.10 / 3.40 / 3.60 ergibt sich die Auszahlungsquote als 1 ÷ (1/2.10 + 1/3.40 + 1/3.60), was bei diesen Zahlen rund 91 % entspricht; die Marge von etwa 9 % ist der Anteil, der nicht an die Spielenden zurückfliesst, sondern beim Veranstalter bleibt. Über viele Märkte hinweg liegt die Marge in den Fussball- und Tennisangeboten der beiden Schweizer Veranstalter erfahrungsgemäss im Bereich einstelliger Prozente, bei engen Favoritenmärkten teils darüber. Wer eine Lucky 31 spielt, bezahlt diese Marge in jeder der 31 Linien einzeln – und in jeder zusätzlichen Linie, weil sich Quoten in einer Kombiwette multiplizieren, schleppt sich der Margenaufschlag mit.
Die Gewinnberechnung selbst ist unkompliziert, folgt aber einer eigenen Rundungsregel. Bei Sporttip ergibt sich der Gewinnbetrag aus Einsatz mal Quote, bei Kombiwetten aus Einsatz mal Gesamtquote (dem Produkt der Einzelquoten); das Resultat wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf fünf Rappen genau abgerundet. Bei Jouez Sport fehlt diese ausdrückliche Rundungsregel in den Spielregeln, die Auszahlung folgt den im Wettschein ausgewiesenen Beträgen. Für die Lucky 31 heisst das: Der Return auf eine bestimmte Trefferkonstellation ergibt sich aus der Summe aller Linien-Returns, die bei dieser Konstellation auszahlen – multipliziert mit dem Linieneinsatz.
Beispielrechnung: Return bei fünf Volltreffern
Eine Lucky 31 mit einem Franken pro Linie und fünf Auswahlen zu 1.50, 1.80, 2.00, 2.25 und 2.50 kostet 31 Franken Einsatz. Gehen alle fünf Auswahlen auf, zahlen zunächst die fünf Einzelwetten 1.50, 1.80, 2.00, 2.25 und 2.50 Franken zurück, also 10.05 Franken in Summe. Die zehn Doppelwetten (1.50 × 1.80, 1.50 × 2.00 und so weiter) ergänzen – ihr gemeinsamer Beitrag liegt bei rund 28.74 Franken. Die zehn Dreierwetten liefern rund 53.20 Franken, die fünf Vierfachwetten etwa 78.96 Franken, und die eine Fünffachwette schliesslich 30’375 Franken für sich allein. In der Summe ergibt das einen Return von etwa 200 Franken bei einem Einsatz von 31 Franken – eine breite Streuung, die zeigt, wie schnell eine Lucky 31 bei Volltreffer Skalierung annimmt.
Diese Zahlen sind ein Rechenbeispiel, kein zitierter Preis; sie beruhen auf den beispielhaft gewählten Quoten 1.50 / 1.80 / 2.00 / 2.25 / 2.50 und einem Franken Linieneinsatz. Die realen Auszahlungen hängen von den tatsächlichen Quoten ab, die Sporttip oder Jouez Sport zum Zeitpunkt der Wettabgabe anbieten. Mit höheren Quoten verschiebt sich der Return nach oben, mit niedrigeren nach unten; das Verhältnis von Return zu Einsatz bleibt über ähnliche Quotenbilder aber in vergleichbaren Grössenordnungen.
Warum die Marge bei jedem Schritt mitnimmt
Weil sich die Quoten in einer Kombiwette multiplizieren, wirkt die Marge nicht linear. Ein Markt mit 9 % Marge, der fair eigentlich 1/1.09 = 0’917 zahlte, gibt «nur» 0.91; in einer Dreierkombi verschärft sich das, in der Fünffachwette der Lucky 31 entsprechend stärker. Praktisch heisst das: Wer eine Lucky 31 spielt, kauft die Sicherheit der breiten Streuung, bezahlt dafür aber auch den mit jeder Stufe wachsenden Margenverlust. Über lange Sicht ist genau dieser Aufschlag der Grund, warum die meisten Spielenden weniger ausbezahlt bekommen, als sie eingesetzt haben – nicht weil das System «schlecht» ist, sondern weil die Marge in jedem Preis mitläuft.
Für die Frage «Lohnt sich eine Lucky 31?» bedeutet das: Sie ist kein Trick, mehr zu gewinnen, als die Quoten hergeben, sondern eine Methode, mit einer Trefferquote unter 100 % überhaupt eine Auszahlung zu sehen. Wer vier von fünf Auswahlen trifft, kassiert in den Vierfach-, Dreier-, Doppel- und Einzelwetten; nur die Fünffachwette fällt aus. Wer drei oder weniger trifft, holt sich wenigstens die Einzel- und Doppelwetten, wenn die Konstellation passt. Die volle Auszahlung bleibt dem Volltreffer vorbehalten, und genau dort entscheidet die Quotenlage, ob die Marge verschmerzt wird oder nicht.
Sporttip und Jouez Sport im Vergleich: Systemwetten-Regeln und Limiten
Wer in der Schweiz online eine Sportwette abschliesst, kommt an zwei Namen nicht vorbei: Swisslos betreibt Sporttip, Loterie Romande betreibt Jouez Sport. Beide sind von Gespa bewilligt, beide decken ihre Region ab, beide arbeiten mit eigenen Spielregeln. Für die Lucky 31 als Systemwette ist vor allem die Frage relevant, wie hoch der Linieneinsatz sein darf, was als Multiple gilt, welche Gewinngrenzen greifen und wie sich die Auszahlung zusammensetzt. Die folgende Gegenüberstellung fasst die wichtigsten Unterschiede zusammen, soweit sie aus den Spielregeln dokumentiert sind.
| Merkmal | Sporttip (Swisslos) | Jouez Sport (Loterie Romande) |
|---|---|---|
| Bewilligung | Schweizer Grossspiel-Bewilligung (Gespa) | Schweizer Grossspiel-Bewilligung (Gespa) |
| Verbreitungsgebiet | Deutschschweizer Kantone, Tessin, Liechtenstein | Westschweiz (FR, GE, JU, NE, VD, VS) |
| Mindesteinsatz online | CHF 1 | CHF 2 (Verkaufsstellen CHF 3; Multiple CHF 2) |
| Höchsteinsatz Einzel/Kombi | CHF 1’000 | CHF 500 |
| Höchsteinsatz Systemwette | CHF 10’000 | – |
| Höchsteinsatz Multiple (Schein) | – | CHF 7’500 |
| Höchstgewinn Einzel/Kombi | – | CHF 300’000 |
| Höchstgewinn Multiple (Total) | – | CHF 1’000’000 |
| Mindestquote Einzel/Kombi | – | 1.10 |
| Maximalquote Einzel/Kombi | – | 100’000 |
| Rundung Gewinn | Aufrunden auf 2 NK, abrunden auf 5 Rappen | laut Wettschein |
Die Tabelle zeigt zwei Profile, die sich weniger im Inhalt als in der Massführung unterscheiden. Jouez Sport limitiert den Einzelschein strenger (höchstens 500 Franken pro Einzel- oder Kombiwette, höchstens 7’500 Franken auf einem Multiple-Schein) und kappt dafür den Gewinn nach oben nicht so eng, wie es die fehlende Sporttip-Zeile in dieser Hinsicht vermuten liesse. Sporttip geht beim Höchsteinsatz pro Systemwette mit 10’000 Franken deutlich höher – ein wichtiger Punkt für alle, die eine Lucky 31 mit erhöhtem Linieneinsatz spielen wollen.
Was die Lucky 31 bei jedem Veranstalter konkret kostet
Für eine Lucky 31 mit einem Franken Linieneinsatz liegt der Gesamteinsatz bei 31 Franken und damit unterhalb beider Mindest-Höchsteinsätze. Wer auf zwei Franken pro Linie geht, zahlt 62 Franken – immer noch im Rahmen. Bei Sporttip ist die Systemwette bis 10’000 Franken Gesamteinsatz zulässig, was bei 31 Linien einen Linieneinsatz bis rund 322 Franken abdeckt. Bei Jouez Sport greift die 7’500-Franken-Grenze pro Multiple-Schein; das entspricht einem Linieneinsatz von rund 241 Franken. Wer also mit hohem Linieneinsatz spielen will, hat bei Sporttip rein rechnerisch mehr Spielraum.
Eine zweite Grenze liegt im Linieneinsatz selbst: Bei Jouez Sport sind 2 Franken pro Linie Minimum, was eine Lucky 31 auf 62 Franken Mindest-Gesamteinsatz hebt. Bei Sporttip sind 1 Franken pro Linie möglich, Gesamteinsatz also ab 31 Franken. Für Spielende mit einem kleinen Budget ist das ein relevanter Unterschied – wer bei Jouez Sport nicht mindestens 62 Franken pro Lucky 31 ausgeben möchte, kann diese Wettform dort nicht spielen.
Cash-Out, Kombiboost und andere Funktionen
Beide Veranstalter bieten Funktionen an, die in eine Lucky 31 hineinspielen können. Sporttip hat ein Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, das vor Spielbeginn und live funktioniert, aber nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; eine Garantie für jeden Markt gibt es nicht, und der Cash-Out-Betrag liegt unter dem möglichen Gewinn bei Nicht-Auszahlung. Bei Systemwetten ist Cash-Out nicht in den Regeln vorgesehen – wer die Lucky 31 absichern will, muss die einzelnen Linien im Blick behalten. Hinzu kommen ein Kombiboost (5 % bei vier Voraussagen zu je mindestens Quote 1.50, bis 100 % bei fünfzehn Voraussagen) und Quoten- bzw. Profitboosts, die den Nettogewinn um einen angegebenen Prozentsatz erhöhen, jeweils nur online und in Einsatz und Erhöhung limitiert.
Jouez Sport verfolgt einen konservativeren Funktionsansatz. Sporttip erlaubt zudem die Kombination voneinander abhängiger Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die «Bet-Builder-Funktion»; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombination für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich übertragen wird; Wetten nach dem tatsächlichen Eintreffen des Ausgangs werden mit Quote 1.00 gewertet, ebenso in spielentscheidenden Situationen.
Was eine Lucky 31 von anderen Systemen unterscheidet
Die Frage «Lucky 15, Lucky 31 oder Lucky 63?» ist weniger Glaubenssache als eine schlichte Risiko- und Budgetabwägung. Die Stufen unterscheiden sich entlang dreier Achsen: Anzahl Auswahlen (4 / 5 / 6), Anzahl Wetten (15 / 31 / 63) und damit verbundener Linien- und Gesamteinsatz.
| Eigenschaft | Lucky 15 | Lucky 31 | Lucky 63 |
|---|---|---|---|
| Auswahlen | 4 | 5 | 6 |
| Linien total | 15 | 31 | 63 |
| davon Einzelwetten | 4 | 5 | 6 |
| davon Doppelwetten | 6 | 10 | 15 |
| davon Dreierwetten | 4 | 10 | 20 |
| davon Vierfachwetten | 1 | 5 | 15 |
| davon Fünffachwetten | – | 1 | 6 |
| davon Sechsfachwetten | – | – | 1 |
| Einsatz bei CHF 1/Linie | CHF 15 | CHF 31 | CHF 63 |
Wer mit kleinerem Budget spielt oder eine Auswahl weniger treffen will, landet natürlicher bei der Lucky 15. Wer den nächsten, mittleren Schritt sucht, wählt die Lucky 31. Wer auf sechs Auswahlen setzt, bezahlt die doppelte Komplexität gegenüber der Lucky 31, hebt den Volltreffer-Return entsprechend, gibt aber auch das Doppelte pro Spiel aus. Daraus ergibt sich eine einfache Faustregel: Je grösser das Paket, desto höher der mögliche Volltreffer-Return – aber desto höher auch der erwartete Verlust durch die Marge, weil in jeder zusätzlichen Linie erneut Margenaufschlag mitschwingt.
Wann die Lucky 31 Sinn ergibt
Sie passt zu Spielenden, die ihre Trefferquote realistisch bei rund 60–80 % sehen, also öfter drei bis vier von fünf Auswahlen treffen als alle fünf. Bei dieser Trefferquote zahlen die Vierfach- und Dreierwetten regelmässig aus, während die Fünffachwette statistisch selten getroffen wird. Die 31er-Stufe federt in diesem Fall gut ab: Vierfach-Treffer werfen ohne die Fünffachwette bereits ordentlich ab, weil noch die Mehrzahl der Linien besetzt ist. Wer dagegen mit einer Trefferquote von vier oder fünf Auswahlen rechnet, greift oft eher zur Einzelwette – oder zur Kombiwette ohne die volle Streuung.
Bei sehr niedriger erwarteter Trefferquote (deutlich unter der Hälfte) verliert die Lucky 31 ihren Reiz: Die 31 Franken Einsatz werden in vielen Fällen durch wenige Einzel- oder Doppeltreffer kaum aufgefangen, und der kombinierte Margenverlust wiegt schwerer als die Sicherheit der Streuung. In dem Fall ist die Einzel- oder Zweifach-Kombiwette die ökonomischere Wahl.
Was ist erlaubt: Bewilligung und Rechtslage in der Schweiz
Das Schweizer Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) regelt Sportwetten als Grossspiel und unterstellt sie der Aufsicht der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern). Eine Bewilligung braucht sowohl eine Veranstalterbewilligung als auch eine Spielbewilligung pro Spiel; sie gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos, Produkt Sporttip, und Loterie Romande, Produkt Jouez Sport. Eine Liste weiterer bewilligter Sportwetten-Anbieter existiert nicht, weil es keine weiteren gibt; die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der geblockten ausländischen Domains.

Was gewettet werden darf, ist eine geschlossene Liste: Die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen (Stand 10.09.2026) legt fest, welche Märkte überhaupt angeboten werden dürfen. Ecken- oder Kartenmärkte tauchen dort nicht auf, Frauenwettbewerbe nur, soweit gelistet, Qualifikationsrunden nur, soweit gelistet, Rangwetten nur, wenn es um den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder ums Podium geht. Trainingsläufe sind nie wetbar. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS). Wer auf Wettereignisse ausserhalb dieser Liste setzt, setzt auf einen Markt, den die bewilligten Veranstalter gar nicht anbieten dürfen – und der bei ausländischen Anbietern ohne Schweizer Bewilligung fällt.
Ein Online-Konto setzt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz voraus (Art. 47 Abs. 3 VGS) und in der Praxis im Verbreitungsgebiet des jeweiligen Veranstalters. Für die Lucky 31 bedeutet das: Wer im Einzugsgebiet von Sporttip wohnt (Deutschschweiz, Tessin, Liechtenstein), kann sie dort spielen; wer im Westschweizer Einzugsgebiet wohnt, spielt sie bei Jouez Sport. Wer zwischen den Gebieten wechselt, kann das Konto nicht ohne weiteres mitnehmen.
Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung
Die Marken IviBet, bet365, Jackbit, Sportaza, HornetBet, Bahigo, FortuneJack und Coolzino tauchen in Werbung, Vergleichsportalen und über DNS-Sperren immer wieder auf, haben aber in der Schweiz keine Bewilligung. Eine ausländische Lizenz – aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land – entfaltet hier keine Wirkung (Art. 4 BGS). Das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat: bis drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Handeln bis fünf Jahre (Art. 130 BGS). Der Spielende wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt weder Anbindung an das Schweizer Ausschlussregister noch einen Schweizer Rechtsweg. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blocken (Art. 86–93 BGS; erste Liste 3. September 2019, 671 Domains Ende 2025).
Für eine Lucky 31 heisst das: Ausländische Anbieter mögen die Wettform anbieten, ihre Quoten mögen in einzelnen Fällen attraktiv wirken – aber wer dort spielt, tut das ausserhalb des Schweizer Rechtsrahmens. Gewinne fallen in den meisten Kantonen unter die Einkommenssteuer; im Kanton Thurgau werden Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als voll steuerbares Einkommen behandelt. Die Gegenrechnung gegen die «besseren Quoten» muss diese steuerliche und rechtliche Seite mit einschliessen.
Werbung, Boni und Gratiswetten
Werbung für Geldspiele darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen gerichtet werden (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist verboten und wird mit Busse bis 500’000 Franken bestraft (Art. 131 BGS) – beschrieben, nicht beworben. Gratiswetten und Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS; 2025 erteilte sie 24 Zusagen an Loterie Romande und 8 an Swisslos). Bonusbeträge und Bedingungen kommen nur aus den Spielregeln des jeweiligen Anbieters.
Für die Lucky 31 spielt das insofern hinein, als Sporttip einen Kombiboost auf den Nettogewinn vergibt (5 % bei vier Voraussagen zu je mindestens Quote 1.50, aufsteigend bis 100 % bei fünfzehn Voraussagen, online und in Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert). Für eine Lucky 31 mit fünf Auswahlen greift der Boost: Wenn alle fünf Auswahlen mindestens Quote 1.50 haben, ordnet sich die Wette zwischen der 5-%-Stufe (vier Voraussagen) und einer nächsthöheren ein. Das ist ein realer, messbarer Vorteil; er gilt aber nur online, nur für Prematch/Live/Systemwetten und nur einmal pro Booster-Stufe.
Spielerschutz: Limiten, Sperre und Selbstausschluss
Wer eine Lucky 31 spielt, gibt einen vergleichsweise hohen Betrag in einer einzigen Transaktion aus – nicht weil der Linieneinsatz hoch sein muss, sondern weil sich 31 Linien summieren. Das macht den Spielerschutz nicht zu einer Randnotiz, sondern zum integralen Bestandteil der Frage, ob und wie man diese Wettform spielt.
Beide Veranstalter verlangen vor der ersten Wette die Festlegung von Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage. Bei Sporttip liegt die Obergrenze bei 9’999 Franken pro Zeitraum; für unter 21-Jährige gilt eine separate Limite von 1’000 Franken. Eine Senkung der Limite gilt sofort; eine Erhöhung wird erst nach 72 Stunden wirksam, um impulsive Anpassungen zu bremsen. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite pro 30 Tage möglich. Bei Jouez Sport greift die gleiche Logik mit eigenen Beträgen – die Statuten der Loterie Romande setzen den Rahmen, die konkreten Werte stehen im Spielerkonto.
Selbstausschluss und Sperre
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie in Liechtenstein. Eine selbstgewählte Pause kann nur nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), wobei eine Fachstelle einzubeziehen ist (Art. 81 BGS). Der Anbieter muss eine selbstgewählte Pause von bis zu sechs Monaten anbieten (Art. 89 VGS).
Für eine Lucky 31 heisst das praktisch: Wer merkt, dass der Verlust einer 31-Franken-Wette (oder mehrerer) das eigene Limit stört, kann den Zugang sperren. Die Sperre gilt sofort und ist nicht aufhebbar. Wer nach einer Pause zurückkehrt, wird vom Sperrregister erfasst, bevor die erste Wette überhaupt möglich ist.
Schutz Minderjähriger und Ausschluss vom Wettbewerb
Sportwetten sind in der Schweiz Personen ab 18 Jahren vorbehalten; Minderjährige sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Eine Online-Registrierung braucht die Verifikation über einen Ausweis, dessen Daten gegen Adressdatenbanken geprüft werden. Wer als Wettkämpferin oder Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten – eine Sperre, die Insiderwetten verhindert.
Spielguthaben auf dem Swisslos-Wallet wird per Online-Zahlung oder Einzahlungsschein gekauft (Mindestbetrag 20 Franken); in 30 Tagen sind höchstens 10’000 Franken möglich, und der Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben 9’999 Franken nicht übersteigt. Damit ist die Wallet-Seite gegen das Horten grosser Summen begrenzt – ein weiterer Baustein des Spielerschutzes, der bei einer Lucky 31 allerdings selten zum Tragen kommt, weil der Linieneinsatz üblicherweise direkt vom Konto abgebucht wird.
Schutztest und Realität
Die Gespa hat 2025 Testkäufe an Verkaufsstellen durchgeführt: Bei 200 Versuchen wurde in 47.5 % der Fälle eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Das ist kein Argument für die Lucky 31 als Wettform, aber ein Hinweis darauf, dass der stationäre Schutz nicht so zuverlässig greift, wie er sollte. Online ist die Verifikation strenger, aber auch nicht undurchdringbar; wer minderjährig ist, sollte ohnehin nicht spielen.
Die zwei bewilligten Veranstalter im Profil
Die folgende Übersicht fasst die Profile der beiden bewilligten Veranstalter zusammen, die für eine Lucky 31 als Systemwette massgeblich sind. Nur Swisslos (Sporttip) und Loterie Romande (Jouez Sport) dürfen Sportwetten in der Schweiz anbieten; alle anderen Marken operieren ohne Schweizer Bewilligung.
Swisslos Sporttip
Swisslos (SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel) betreibt Sporttip gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020) und ist damit einer der zwei nach Interkantonalrecht zugelassenen Veranstalter. Das Verbreitungsgebiet umfasst die Deutschschweizer Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH) sowie das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein; online registrieren kann sich nur, wer dort Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat. Für die Lucky 31 wesentlich: Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten ein Franken, Höchsteinsatz pro Systemwette 10’000 Franken – das deckt bei 31 Linien einen Linieneinsatz bis rund 322 Franken ab. Hinzu kommen ein nur online verfügbarer Kombiboost (mindestens vier Voraussagen zu je 1.50, 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen) sowie Quoten- und Profitboosts auf definierte Sportereignisse, beide limitiert und bei Cash-Out hinfällig.
Die Spielregeln sind streng formuliert, was der Wette selbst zugutekommt: Kombinationen voneinander abhängiger Ereignisse derselben Sportveranstaltung sind nur über die Bet-Builder-Funktion erlaubt; bei Live-Wetten wird nach Eintreffen des Ausgangs platzierter Einsatz mit Quote 1.00 gewertet, ebenso in spielentscheidenden Situationen. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nachgeholt, ist die Wette ungültig – Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationen erhält die Voraussage Quote 1.00. Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Swisslos-Zwecks; eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Für die meisten Spielenden nicht der Alltag, aber ein Hinweis auf das Mass an Formalisierung, das eine Schweizer Bewilligung mit sich bringt.
Für wen passt Sporttip: Für Spielende im Verbreitungsgebiet mit mittlerem bis höherem Linienbudget, die eine Lucky 31 mit erhöhtem Einsatz spielen wollen und den Kombiboost mitnehmen möchten. Wer im Westschweizer Gebiet wohnt, kann hier nicht spielen.
Loterie Romande Jouez Sport
Die Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande) betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone FR, GE, JU, NE, VD und VS; als Kontaktadresse dient Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, mit 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitenden. Bewilligt ist auch sie als Grossspiel-Veranstalterin unter dem BGS; online registrieren kann sich, wer im Westschweizer Verbreitungsgebiet Wohnsitz hat. Für eine Lucky 31 setzt Jouez Sport die Hürden enger als Sporttip: Mindesteinsatz online zwei Franken (in Verkaufsstellen drei Franken, für Multiples zwei Franken), Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten 500 Franken, Höchsteinsatz pro Multiple-Schein 7’500 Franken. Eine Kombiwette umfasst zwei bis zehn Voraussagen, die Einzel- oder Gesamtquote muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Höchstgewinne: 300’000 Franken pro Einzel- oder Kombiwette, 1’000’000 Franken für alle Gewinne eines Multiples zusammen.
Funktional ist Jouez Sport konservativer aufgestellt: Cash-Out und Kombiboost, wie Sporttip sie kennt, sind im Règlement nicht in vergleichbarer Form ausgewiesen. Die Spielregeln sind dafür kompakt und lassen sich gerade für Systemspielerinnen und Systemspieler mit einem kleinen bis mittleren Budget gut überschlagen.
Für wen passt Jouez Sport: Für Spielende im Westschweizer Gebiet, die mit kleinerem Linieneinsatz (Mindesteinsatz zwei Franken, Gesamteinsatz damit ab 62 Franken) auskommen und ihre Lucky 31 unter den Multiple-Schein-Limiten halten. Wer eine Lucky 31 mit 7’500 Franken Gesamteinsatz oder mehr spielen möchte, stösst an die Multiple-Grenze.
Ausländische Anbieter im Kurzprofil
Die folgenden Marken tauchen in der Werbung und in Vergleichsportalen regelmässig auf, haben aber in der Schweiz keine Bewilligung. Sie stehen hier, weil Schweizer Spielende ihnen begegnen – über DNS-Sperren, über E-Mail-Werbung, über Affiliate-Links. Das ändert nichts daran, dass Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung in der Schweiz eine Straftat des Veranstalters darstellen und der Spielende sich ausserhalb des Schweizer Schutzrahmens bewegt.
IviBet
IviBet verfügt über keine Schweizer Bewilligung; eine ausländische Lizenz, die in der Schweiz Geltung hätte, ist nicht ausgewiesen. Einsätze und Gewinne unterliegen keinem Schweizer Sperrregister; bei Streitigkeiten bleibt nur der ausländische Rechtsweg, falls überhaupt einer. Wer dort spielt, tut das ausserhalb der Schweizer Bewilligungslogik und ohne den Schutz der Gespa.
bet365
bet365 gehört zu den international grössten Anbietern, hat aber in der Schweiz keine Bewilligung – die Gespa führt die Marke auf ihrer Sperrliste, Schweizer Telekomanbieter blocken die Domain per DNS. Eine ausländische Lizenz entfaltet hier keine Wirkung; Schweizer Spielende haben bei Streit keinen Schweizer Rechtsweg. Eine Lucky 31, die dort abgeschlossen wird, fällt vollständig in die Offshore-Kategorie: keine Anbindung an die Schweizer Verlustlimiten, kein Schweizer Spielerschutz, keine Schweizer Sperre.
Jackbit
Jackbit operiert ohne Schweizer Bewilligung; eine ausländische Lizenz, die hier greifen würde, ist nicht ersichtlich. Für eine Lucky 31 bedeutet das: Die Wettform mag angeboten werden, aber Schweizer Rechtsrahmen und Spielerschutz gelten nicht. Wer dort einzahlt, kann zwar spielen, nimmt aber die fehlende Absicherung in Kauf.
Sportaza
Sportaza ist ebenfalls ohne Schweizer Bewilligung; eine ausländische Lizenz entfaltet in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Gewinne aus Wetten bei Sportaza fallen im Kanton Thurgau vollständig unter die Einkommensteuer, in anderen Kantonen je nach Praxis. Eine Lucky 31 dort zu spielen ist rechtlich und steuerlich eine andere Kategorie als bei Swisslos oder Loterie Romande.
HornetBet
HornetBet hat keine Schweizer Bewilligung; die Marke kann auf der Gespa-Sperrliste stehen, was DNS-Blockaden zur Folge hat. Für die Lucky 31 gilt: Wer die Wettform dort abschliesst, spielt ohne Schweizer Schutz und mit der Möglichkeit, dass Einsätze und Gewinne in Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.
Bahigo
Bahigo ist ohne Schweizer Bewilligung; eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Kraft. Die fehlende Anbindung an das Schweizer Ausschlussregister und der fehlende Schweizer Rechtsweg machen jede Wette – auch eine Lucky 31 – zu einem Geschäft mit erhöhtem Eigenrisiko jenseits des Spielrisikos.
FortuneJack
FortuneJack hat keine Schweizer Bewilligung; eine ausländische Lizenz entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Die Marke kann auf der Gespa-Sperrliste aufgeführt sein, was DNS-Blockaden nach sich zieht. Für die Lucky 31 bleibt nur die Aussage: Offshore ohne Schweizer Schutz.
Coolzino
Coolzino operiert ohne Schweizer Bewilligung; eine ausländische Lizenz, die hier greifen würde, fehlt. Wer dort eine Lucky 31 spielen wollte, bewegt sich ausserhalb des Schweizer Rechtsrahmens. Gleiche Logik wie bei den übrigen Offshore-Marken: keine Bewilligung, keine Sperre, kein Schweizer Rechtsweg.
Was eine Lucky 31 in der Schweiz konkret kostet
Die Frage, was eine Lucky 31 «kostet», hat zwei Ebenen: den Nominalbetrag des Wettscheins und den statistisch erwarteten Verlust durch die Marge. Beide sind getrennt zu betrachten, und beide folgen aus den gleichen Eingaben, nämlich Linieneinsatz, Anzahl Linien und Quoten.
Der Nominalbetrag
Der Gesamteinsatz ist Linieneinsatz × 31. Bei einem Franken sind es 31 Franken, bei zwei Franken 62 Franken, bei fünf Franken 155 Franken. Bei Sporttip liegt die Systemwetten-Obergrenze bei 10’000 Franken, was den Linieneinsatz auf rund 322 Franken begrenzt (10’000 ÷ 31 ≈ 322.58). Bei Jouez Sport begrenzt die Multiple-Schein-Höchstgrenze von 7’500 Franken den Linieneinsatz auf rund 241 Franken (7’500 ÷ 31 ≈ 241.94). Hinzu kommen die Mindestgrenzen: 2 Franken pro Linie bei Jouez Sport ergibt 62 Franken Mindest-Gesamteinsatz.
Der statistische Verlust
Der erwartete Verlust über viele Wiederholungen hängt an der Marge des Marktes. Bei einer angenommenen Marge von 7 % (ein typischer Wert für Fussball-Drei-Wege-Märkte mit ausgeglichenen Quoten) verliert eine Lucky 31 im statistischen Mittel 7 % ihres Einsatzes – bei 31 Franken also rund 2.17 Franken. Bei höherer Marge (10 % oder mehr, wie sie in engen Favoritenmärkten vorkommt) steigt der erwartete Verlust entsprechend.
Das ist die ehrliche Seite der Wette: Keine noch so kluge Auswahl ändert die Marge, die in jeder Quote steckt; was sie ändert, ist die Frage, wie oft welche Linien auszahlen. Eine Lucky 31 verteilt das Risiko auf 31 Linien, aber sie kauft keine besseren Quoten, sondern mehr Wetten. Für Spielende heisst das: Die Lucky 31 ist nicht «besser» oder «schlechter» als eine Einzelwette; sie ist eine andere Art, dieselbe Marge zu bezahlen – nur eben 31-mal.
Im konkreten Fall
Ein Spielender, der mit 100 Franken eine Lucky 31 mit Linieneinsatz ≈ 3.23 Franken spielt, setzt bei Sporttip knapp unter der 10’000-Franken-Grenze nichts – sondern liegt mit 100 Franken Gesamteinsatz deutlich darunter. Wer 200 Franken investieren will, nimmt Linieneinsatz ≈ 6.45 Franken und liegt komfortabel unter der Limite. Bei Jouez Sport multipliziert sich der Mindesteinsatz mit der Anzahl Linien, was die Untergrenze nach oben schiebt. Wer in beiden Häusern parallel spielen will – was bei unterschiedlichen Verbreitungsgebieten praktisch nicht vorkommt –, kann die Profile nicht direkt vergleichen, sondern hat einfach das Angebot des Wohnsitzkantons.
Steuern, Auszahlung und Formalien
Schweizer Gewinne aus bewilligten Grossspielen sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn; erst oberhalb dieser Schwelle wird besteuert. Der Bundeshöchstbetrag liegt ab 1. Januar 2026 bei 1’071’000 Franken (2025 noch 1’070’400 Franken); die kantonalen Freibeträge fallen je nach Kanton anders aus, weshalb «je nach Kanton» die zutreffende Formulierung bleibt. Über der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer zurück, die mit der Steuererklärung zurückgefordert werden können. Für typische Wettgewinne einer Lucky 31 – die allermeisten liegen weit unter dem Freibetrag – fällt weder Einkommensteuer noch Verrechnungssteuer an.
Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, dafür aber der kantonalen Steuerpraxis; im Kanton Thurgau werden Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag als voll steuerbares Einkommen behandelt. Wer sein Glück offshore sucht, sollte die Steuererklärung mit einplanen.
Auszahlung
Auszahlungen und Wallet-Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers überwiesen (Art. 50 Abs. 2 VGS); anonyme oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Markt nicht, und Kreditierung an Spielende ist verboten (Art. 75 Abs. 1 BGS). Welche Zahlungsmittel ein Anbieter konkret akzeptiert, steht in dessen Spielregeln und Wallet-Bedingungen; ein Schweizer Sperrsystem gegen Zahlungen an unlizenzierte Anbieter existiert nicht – wer seine Karte oder sein Wallet bei einem Offshore-Anbieter einsetzt, tut das auf eigene Initiative.
Für die Lucky 31 heisst das: Die Auszahlung erfolgt nach Wettauswertung auf das Spielerkonto oder das Wallet, von dort aus auf das verifizierte Bankkonto. Verzögerungen entstehen, wenn die Wettauswertung Zeit braucht (z. B. nach Spielende des letzten Ereignisses), nicht durch die Wettform. Sporttip-Wettgewinne verfallen, wenn sie nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden.
Welche Systemwette zu welchem Profil passt
Die Wahl zwischen Lucky 15, Lucky 31 und Lucky 63 ist eine Frage der eigenen Trefferschätzung und des verfügären Budgets. Drei Profile lassen sich skizzieren, ohne den Anspruch einer allgemeinen Empfehlung.
Profil «konservativ»: Wer mit kleinem Budget spielt und die Trefferquote bei rund 60–80 % sieht, ist mit der Lucky 15 am besten bedient. 15 Franken Gesamteinsatz, fünf Auswahlen, schneller Überblick. Wenn vier von vier Treffern realistisch sind, deckt die Vierfachwette den Wunsch nach Volltreffer ab, ohne dass die Auszahlung über die 31-Franken-Marke gehen muss.
Profil «ausgewogen»: Wer den mittleren Schritt sucht und mit fünf Auswahlen sowie 31 Franken Mindesteinsatz gut leben kann, landet bei der Lucky 31. Hier trägt die zusätzliche Auswahl die grösste Mehrinformation, ohne die Marge überproportional zu multiplizieren. Volltreffer werfen substanziell ab, Vierfach- und Dreier-Treffer federn häufig genug ab, um die Wette auch ohne Fünffach-Treffer im Plus zu halten.
Profil «breit»: Wer sechs Auswahlen wählt und mit 63 Franken Mindesteinsatz zurechtkommt, wählt die Lucky 63. Das Risiko steigt linear, die Marge nicht (alle Stufen zahlen denselben Aufschlag), und der Volltreffer-Return kann sich deutlich nach oben schieben. Diese Stufe ist reizvoll für Spielende, die ein breites Portfolio streuen, aber sie ist auch die teuerste in der Familie.
Häufige Fragen zu Lucky 31 Wetten
Was genau ist eine Lucky 31 Wette, und wie viele Auswahlen braucht sie?
Eine Lucky 31 ist eine Full-Cover-Systemwette auf fünf Auswahlen, die 31 Einzelwetten umfasst: fünf Einzel-, zehn Doppel-, zehn Dreier-, fünf Vierfach- und eine Fünffachwette. Sie gehört in eine Familie mit Lucky 15 (4 Auswahlen, 15 Wetten) und Lucky 63 (6 Auswahlen, 63 Wetten). Das System sichert jedes mögliche Kombinationstripel aus den fünf Auswahlen separat ab.
Wie verteilen sich die 31 Wetten auf die einzelnen Stufen?
Die 31 Wetten setzen sich zusammen aus 5 Einzelwetten, 10 Doppelwetten, 10 Dreierwetten, 5 Vierfachwetten und 1 Fünffachwette. Die Anzahl pro Stufe folgt der Kombinatorik: Für 5 Auswahlen gibt es 5 Einzel- und genau 10 mögliche Paare (Doppel), 10 mögliche Dreierkombinationen, 5 mögliche Viererkombinationen und genau eine Fünferkombination.
Worin unterscheiden sich Lucky 15, Lucky 31 und Lucky 63?
Die drei Systeme unterscheiden sich in der Zahl der Auswahlen (4, 5, 6) und damit in der Anzahl Wetten (15, 31, 63) sowie im Gesamteinsatz bei gleichem Linieneinsatz. Mit jeder zusätzlichen Auswahl steigt sowohl die Chance auf Treffer als auch der zu erwartende Margenverlust, weil in jeder zusätzlichen Linie Quotenmultiplikation den Aufschlag mitschleppt.
Wie berechnet man den Gesamteinsatz einer Lucky 31?
Der Gesamteinsatz ist Linieneinsatz × 31. Bei einem Franken pro Linie sind es 31 Franken, bei zwei Franken 62 Franken. Bei Sporttip ist der Höchsteinsatz pro Systemwette auf 10’000 Franken limitiert (maximaler Linieneinsatz rund 322 Franken), bei Jouez Sport liegt die Obergrenze pro Multiple-Schein bei 7’500 Franken (maximaler Linieneinsatz rund 241 Franken). Der Mindesteinsatz pro Linie beträgt bei Sporttip 1 Franken, bei Jouez Sport 2 Franken.
Welche Einsatzgrenzen gelten bei Jouez Sport?
Bei Jouez Sport ist der Mindesteinsatz online 2 Franken (in Verkaufsstellen 3 Franken, für Multiples 2 Franken); der Höchsteinsatz pro Einzel- oder Kombiwette beträgt 500 Franken, ein Multiple-Schein darf insgesamt höchstens 7’500 Franken Einsatz enthalten. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Einzel- oder Gesamtquote muss mindestens 1.10 betragen und 100’000 nicht übersteigen; Höchstgewinne sind 300’000 Franken pro Wette und 1’000’000 Franken pro Multiple insgesamt.
Was bedeutet die Marge im Preis jeder Quote für ein Lucky-31-Paket?
Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter von jedem eingesetzten Franken einbehält. Sie ist in jeder einzelnen Quote enthalten und multipliziert sich deshalb über alle Linien einer Lucky 31 hinweg – auch wenn jede Linie für sich genommen eine ähnliche Marge trägt. Über viele Wetten hinweg verliert die Summe der Einsätze dadurch einen Teil ihres Werts, und zwar bevor ein einziges Ergebnis feststeht.
Wettarten – asiahandicapch
Inhalt erstellt vom Team «asiahandicapch»
