DFB-Pokal Wetten in der Schweiz 2026

Updated Oktober 2026
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Stand: Oktober 18, 2026 · Geprüft gegen die Spielregeln Sporttip Version 4.2 und das Reglement Jouez Sport, 17. Ausgabe (September 2024).

Ein Stapel unbeschriebener Papierzettel mit einem Gummiband liegt auf einer Werkbank im Seitenlicht
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Der DFB-Pokal ist der grösste deutsche Fussballpokal. Wer aus der Schweiz auf ihn wetten will, landet schnell bei internationalen Marken mit Bonuswerbung und grossen Namen, und die sind hier nicht erlaubt. Nur zwei Veranstalterinnen dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Beide stützen sich auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020), beide stehen unter der Aufsicht der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern), und beide schöpfen ihren Markt aus einem geschlossenen Wettprogramm, das die Gespa als Liste führt (Stand 10. September 2026).

Wer auf den DFB-Pokal setzt, kann also zwischen Sporttip und Jouez Sport wählen, je nachdem, in welchem Vertragsgebiet der Wohnsitz liegt. Was das in Franken, Rappen und Prozenten heisst, welche Limits gelten, wie ein Tipp überhaupt entsteht und weshalb sich kein noch so erfahrener Wettende seiner Sache sicher sein kann, darum geht es hier.

Was die Schweizer Bewilligung bedeutet und weshalb sie nicht bloss eine weitere Lizenz ist

Die Interkantonale Vereinbarung hat den Sportwettenmarkt in der Schweiz absichtlich klein gehalten. Der Bund regelt mit dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) den Rahmen; die Kantone haben über das Geldspielkonkordat (in Kraft seit 1. Januar 2021) zwei Veranstalter zugelassen, nicht mehr. Eine Schweizer Bewilligung ist deshalb nicht eine unter vielen: sie ist die einzige, die hier gilt. Eine ausländische Lizenz aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land hat in der Schweiz keine Rechtskraft (Art. 4 BGS). Wer auf einem ausländischen Anbieter spielt, hat keinen Schweizer Rechtsweg, keine Spielsperre, die ihn schützt, und keine Auszahlungsgarantie.

Ein Fussball liegt im Netz hinter einem Tor, weicher Morgennebel hängt über dem Rasen
Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig.

Im Sporttip sitzt die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, gegründet auf die IKV 2020. Jouez Sport gehört zur Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande) mit Sitz in Lausanne. Beide Veranstalterinnen verfolgen einen gemeinnützigen Zweck: die Reinerträge fliessen in kantonal festgelegte gemeinnützige Projekte, was im Geldspielgesetz so verankert ist (Art. 125 BGS).

Wer wo spielen darf, hängt am Wohnsitz

Wer ein Online-Konto bei Swisslos eröffnen will, muss volljährig sein und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet haben. Das umfasst die Deutschschweizer Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH), den Kanton Tessin sowie das Fürstentum Liechtenstein. Loterie Romande bedient die sechs Westschweizer Kantone (FR, GE, JU, NE, VD, VS). Wer im Tessin wohnt, ist also automatisch Sporttip-Kunde; wer in Genf lebt, automatisch Jouez-Sport-Kunde. Wer die Grenze übersiedelt, muss das Konto wechseln, denn ein Schweizer Online-Konto für Sportwetten gibt es nur bei der Veranstalterin des Wohnsitzkantons.

Ein Kiesweg führt durch einen Obstgarten zu einem Bauernhaus mit Holzbalkon, über dem Tal liegt Abendlicht
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019 (IKV 2020).

Das hat zwei praktische Folgen, die oft übersehen werden. Erstens: Es gibt in der Schweiz keinen dritten oder vierten Anbieter, bei dem man ein Konto eröffnen könnte, auch nicht international mit Schweizer Bewilligung. Zweitens: Wer bei einer Veranstalterin wohnt, kann sich nicht einfach bei der anderen anmelden, um bessere Quoten zu bekommen. Das Angebot ist geografisch geschlossen.

Welche Spiele überhaupt gewettet werden dürfen

Die Gespa führt eine Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Diese Liste wird regelmässig aktualisiert und gilt als geschlossene Auswahl: was nicht draufsteht, darf nicht angeboten werden. Der DFB-Pokal ist Teil dieser Liste, ebenso die Bundesliga, der DFB-Supercup, der UEFA-Wettbewerbszyklus und zahlreiche weitere internationale Wettbewerbe. Frauenwettbewerbe stehen nur dann auf der Liste, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind. Qualifikationsrunden dürfen nur dann bewettet werden, wenn die Qualifikationsphase explizit Teil des bewilligten Wettbewerbs ist.

Was im Wettprogramm bewusst fehlt, ist ebenso aufschlussreich: Ecken- und Kartenmärkte sind nicht zugelassen, eine eigene Esports-Sektion fehlt komplett, und Wetten auf Trainingsläufe, Wettereignisse oder politische Ereignisse sind ausgeschlossen. Auch langfristige Wetten auf Rangierungen, die nicht über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder ein Podium entscheiden, sind tabu.

Das hat einen praktischen Effekt auf den DFB-Pokal: Der Wettbewerb ist Teil der genehmigten Liste, das heisst aber noch nicht, dass jeder beliebige Markt rund um das Pokalspiel angeboten wird. Eine Wette auf Tore, Siege und Weiterkommen ist grundsätzlich verfügbar; was im Einzelfall auf dem Wettschein steht, entscheidet die Veranstalterin im Rahmen der Gespa-Liste.

Was die Sperrliste ist und weshalb sie eine eigene Logik hat

Die Gespa veröffentlicht zusätzlich eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Internetanbieter per DNS-Sperre blocken müssen (Art. 86–93 BGS). Die erste Version stammt vom 3. September 2019, Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Ausländische Anbieter, deren Domains auf dieser Liste stehen oder stehen werden, sind aus Schweizer Sicht nicht einfach ungewöhnlich: ihre Plattformen sind hier nicht erreichbar, jedenfalls nicht ohne zusätzliche technische Schritte. Wer sie dennoch nutzt, spielt ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Spielsperre und ohne Schweizer Rechtsweg. Das Spielen selbst ist nach Einschätzung des Bundesamts für Justiz nicht strafbar, aber Einsätze und Gewinne können im Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und ein Schutz durch die Schweizer Aufsicht existiert nicht.

Die Logik der Sperrliste erklärt auch, weshalb Werbung für solche Angebote in der Schweiz verboten ist (Art. 74 Abs. 3 BGS). Werbung für bewilligungspflichtige ausländische Sportwetten kann mit einer Busse bis zu CHF 500’000 geahndet werden (Art. 131 BGS). Wer in der Schweiz einen Werbespot, ein Plakat oder eine Online-Anzeige für einen ausländischen Wettanbieter sieht, hat es gerade mit einem Verstoss zu tun, der zur Anzeige gebracht werden kann. Die Konsequenz: Wer einen Anbieter mit ausländischer Lizenz sucht, sucht aus eigenem Antrieb und ohne Schutznetz.

Wie der Spielerschutz im Pokalfieber den Rahmen setzt

DFB-Pokal-Spiele haben ihren eigenen Rhythmus: ein klarer Favorit, ein klarer Aussenseiter, ein K.-o.-Format, das Überraschungen belohnt. Genau dieser Rhythmus erzeugt den emotionalen Sog, und genau deshalb hat der Schweizer Rahmen gerade hier konkrete Werkzeuge eingebaut.

Verlustlimiten, die vor der ersten Wette stehen

Wer bei Sporttip mit Wetten beginnt, muss vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999 pro Spielerin, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite wird sofort wirksam, eine Erhöhung greift erst nach 72 Stunden Wartezeit. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen.

Diese Mechanik ist nicht zufällig: das Geldspielgesetz verlangt vom Veranstalter, dass er maximale Werte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangt (Art. 87 VGS). Die Senkung-vor-Erhöhung-Logik verhindert, dass eine Person im Eifer eines Pokalabends spontan den Schutz nach oben anpasst. Wer mitten in einer Partie merkt, dass die Limite zu eng wird, kann sie nicht sofort hochsetzen. Wer sie zu locker findet, kann sie sofort senken.

Die Schweiz kennt keinen gesetzlichen festen Einzahlungsdeckel auf Sportwetten, wie ihn andere Länder eingeführt haben. Die individuelle Setzung der Limite ersetzt ihn, und sie funktioniert nur, wenn sie ernst genommen wird.

Freiwillige Pause und Spielsperre

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Wer sich für eine unbefristete Spielsperre entscheidet, wird in einem schweizweiten Register eingetragen, und diese Sperre gilt auch für die Casinos, einschliesslich der Online-Casinos, sowie für das Fürstentum Liechtenstein. Eine selbstgewählte Pause kann frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), wobei eine Fachstelle einbezogen wird (Art. 81 BGS). Das ist eine Hürde mit Absicht: Spielsperren sollen keine spontanen Entscheidungen sein.

Das Register, in dem die Sperren stehen, heisst im Gesetz «Register der gesperrten Personen», im Markt oft «Sperrregister». Es funktioniert nur, weil beide Veranstalterinnen, Swisslos und Loterie Romande, es speisen und abfragen. Wer bei Swisslos gesperrt ist, kann nicht einfach bei Jouez Sport spielen; die Daten fliessen zusammen.

Aus dem Sperrregister ausgeschlossen zu werden, heisst auch, kein Anrecht mehr auf Spielguthaben und Gewinne zu haben (Art. 45 BGS). Die Logik: Wer sich selbst vom Markt nimmt, kann nicht gleichzeitig auf dem Markt Forderungen geltend machen.

Schutzmassnahmen, die ihre Grenzen haben

Der Spielerschutz ist im Gesetz verankert und wird durch Tests der Gespa kontrolliert. Die letzte verfügbare Testreihe an Verkaufsstellen 2025 hat allerdings gezeigt, dass eine Sportwette in 47,5 % von 200 Fällen an eine minderjährige Person verkauft wurde. Der Schutz am Verkaufsstellen-Frontend ist also nicht hermetisch. Die Online-Welt ist besser aufgestellt, weil dort der Identitätsnachweis vor der Kontoeröffnung verlangt wird, aber ein Restrisiko bleibt, und ein ehrlicher Blick auf den Spielerschutz muss das mitbenennen.

Wer unter 18 ist, hat keinen Zugang. Wer 18 ist, aber im Vertragsgebiet der anderen Veranstalterin wohnt, hat ebenfalls keinen Zugang. Wer gesperrt ist, hat keinen Zugang. Alles andere ist Spielraum, und genau dort beginnt das Wetten.

Welche Wettarten auf den DFB-Pokal tatsächlich verfügbar sind

Eine Wette auf den DFB-Pokal ist mehr als ein Tipp auf Sieg oder Niederlage. Die Schweizer Plattformen bieten Einzelspiele, Kombinationen, Systeme und Livewetten an, jede mit eigenen Regeln.

Einzelwette, Kombiwette, Systemwette

Die Einzelwette ist die einfachste Form: ein Eintreffen, eine Quote, ein Einsatz. Die Kombiwette bündelt mehrere Voraussagen; die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Wer auf Sieg Heimmannschaft (Quote 1.80), Unentschieden Auswärts (Quote 3.40) und Tore Über 2.5 (Quote 1.95) setzt, bekommt eine Gesamtquote von rund 11.94. Wer 10 Franken riskiert, gewinnt im Erfolgsfall 119.40 Franken brutto, also 109.40 Franken Nettogewinn.

Die Systemwette erlaubt es, mehrere Kombinationen aus denselben Voraussagen zu bilden, so dass auch dann ein Gewinn ausgeschüttet wird, wenn nicht alle Voraussagen treffen. Bei Sporttip liegt der Höchsteinsatz für eine Systemwette bei CHF 10’000, bei Einzel- und Kombiwetten bei CHF 1’000. Bei Jouez Sport beträgt der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500; ein Multiples-Schein darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.

Systemwetten sind nichts für Einsteiger, weil die Komplexität der Auszahlungsmatrix steigt und die Marge der Veranstalterin in jeden Bein der Kombination eingebaut ist. Wer eine Systemwette versteht, hat trotzdem keinen Vorteil; er hat nur ein Werkzeug mit eigener Mechanik.

Wie aus Quote und Einsatz der Gewinn wird

Bei Sporttip berechnet sich der Gewinnbetrag aus dem Einsatz multipliziert mit der Quote. Bei einer Einzelwette mit 20 Franken auf Quote 2.50 sind das 50 Franken Bruttogewinn, also 30 Franken Nettogewinn. Bei einer Kombinationswette wird die Gesamtquote mit dem Einsatz multipliziert; heraus kommt der Bruttogewinn der gesamten Wette.

Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. 50.0149 Franken wird also zu 50.00 (aufgerundet 50.02, abgerundet 50.00), 50.7761 Franken wird zu 50.77 (aufgerundet 50.78, abgerundet 50.77). Das bedeutet einen kleinen Rundungsverlust in jedem Coup, der sich über viele Wetten akkumuliert.

Bei Jouez Sport gilt eine ähnliche Rechnung, aber mit eigenen Maximalgewinnen: CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette, und CHF 1’000’000 insgesamt für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Die Mindestquote pro Einzelwette oder Gesamtquote einer Kombi liegt bei 1.10, die Höchstquote bei 100’000. Ein Wettschein, dessen Quote ausserhalb dieser Spanne liegt, kommt nicht zustande.

Livewetten und Cash-Out: die Echtzeit-Mechanik

Livewetten sind Wetten, die während eines Spiels platziert werden. Bei Sporttip gilt eine Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird, das heisst, es braucht keinen Video-Stream, damit eine Livewette zählt. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, was einer Rückzahlung des Einsatzes entspricht. In spielentscheidenden Situationen, also Elfmetersituationen, Rote Karten, Videoschiedsrichter-Entscheidungen, kann Sporttip Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten.

Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche spätere Gewinn, hängt vom Spielstand ab und kann jederzeit geändert werden. Es besteht keine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt verfügbar ist. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Wer Cash-Out nutzt, verzichtet bewusst auf einen möglicherweise höheren Endgewinn gegen einen kleineren, aber gesicherten Betrag.

Bei Jouez Sport ist Cash-Out in den verfügbaren Bedingungen nicht eigens erwähnt; wer diese Funktion sucht, prüft sie auf der Plattform selbst, bevor er sich auf das Feature verlässt.

Wie der Kombiboost funktioniert und was er kostet

Der Sporttip-Kombiboost ist ein Bonus auf den Nettogewinn einer Online-Kombiwette, der mit der Anzahl der Voraussagen wächst. Vier Voraussagen mit Mindestquote 1.50 lösen einen Bonus von 5 % aus, sieben Voraussagen 20 %, zehn Voraussagen 40 %, fünfzehn Voraussagen 100 %. Der Bonus ist auf den Nettogewinn limitiert, und sowohl der Einsatz als auch die Gewinnerhöhung sind gedeckelt.

Die Mechanik hat eine wichtige Konsequenz: Wer den Kombiboost nutzt, hält eine Wette mit zusätzlicher Varianz, denn die Wahrscheinlichkeit, dass fünfzehn Voraussagen treffen, ist kleiner als die, dass vier treffen. Der Boost kompensiert das Risiko nur teilweise, und der französische Wettmarkt ist nicht so strukturiert, dass ein Bonus allein den erwarteten Verlust ausgleicht. Wer einen Boost nutzt, gewinnt im Erfolgsfall mehr; wer verliert, verliert trotzdem den vollen Einsatz.

Profitboosts und Quotenboosts

Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Beide sind pro Wettende nur einmal nutzbar, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Das heisst: Wer einen Boost annimmt und dann mit Cash-Out aussteigt, verliert den Boost komplett.

Bet-Builder: abhängige Märkte bündeln

Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Wer Tore Über 1.5 und Resultat Heimsieg in derselben Wettabgabe ohne Bet-Builder setzt, riskiert, dass die ganze Kombination für ungültig erklärt und der Einsatz zurückerstattet wird. Die Funktion bündelt mehrere Märkte einer Partie in einer einzigen Wette und schützt die Wettenden vor offensichtlich widersprüchlichen Kombinationen.

Wie ein Tipp auf den DFB-Pokal entsteht und warum keiner sicher ist

Wett-Tipps sind ein hartnäckiges Geschäft. Wer ein Pokalspiel tippt, kombiniert Informationen über Form, Aufstellung, Verletzungen und Quoten zu einer Vorhersage. Der Prozess ist ehrlich, das Ergebnis nicht. Ein Tipp ist eine Hypothese über das Unbekannte; er wird mit anderen Hypothesen verglichen, in Quoten ausgedrückt und bezahlt.

Form, Aufstellung und Quote

Wer auf den DFB-Pokal tippt, sieht sich drei Datenquellen gegenüber: die jüngste Form beider Mannschaften, die voraussichtliche Aufstellung am Spieltag und die Quote der Veranstalterin. Die Form ergibt sich aus den letzten fünf bis zehn Pflichtspielen, einschliesschliesslich der Liga. Im DFB-Pokal spielen jedoch Bundesligisten gegen unterklassige Teams, dort ist die Form des Favoriten weniger aufschlussreich als die Tatsache, dass er häufiger rotiert als in der Liga.

Die Aufstellung ist im DFB-Pokal ein offenes Geheimnis: Die grossen Klubs setzen in den ersten Runden oft Spieler ein, die in der Liga Ergänzungsrollen haben, und die zweite Reihe ist gegen einen Drittligisten nicht zwingend chancenlos. Wer die Aufstellung am Tag des Spiels kennt, hat einen besseren Tipp als jemand, der sie am Vortag schätzt.

Die Quote schliesslich ist die Interpretation der Veranstalterin. Eine Quote von 1.30 auf einen klaren Favoriten bedeutet: 77 % erwarteter Auszahlungsanteil über alle möglichen Ausgänge dieses Marktes, was einer Marge von etwa 23 % entspricht, verteilt auf alle Ausgänge. Diese Marge ist das, wovon die Veranstalterin lebt, und sie ist der Grund, weshalb die Quote niemals eine reine Wahrscheinlichkeit abbildet.

Die Marge, ohne die keine Quote wäre

Nehmen wir ein vereinfachtes Beispiel: ein Zweiermarkt mit Quote 1.90 auf jedes der beiden Ergebnisse. Eine solche Konstellation ist symmetrisch und macht die Marge sichtbar. 1 ÷ (1 ÷ 1.90 + 1 ÷ 1.90) = 1 ÷ (0.5263 + 0.5263) = 1 ÷ 1.0526 = 0,9501, also 95,01 %. Die Auszahlungsquote beträgt damit etwa 95 %, die Marge rund 5 %. Auf den ersten Blick klein, aber multipliziert mit Hunderten von Wetten pro Spieltag wird die Marge zum Geschäftsmodell.

In der Praxis sind die Quoten der beiden Veranstalterinnen in ihren Hauptmärkten meist enger gestreut, mit Auszahlungsquoten, die in der Nähe von 95 % bis 97 % liegen. Bei kleineren Märkten oder Nischenevents liegt die Marge höher. Wer ein Spiel mit einer 1.40-1.40-Konstellation findet, sieht eine Auszahlungsquote von rund 71 %, also eine Marge von etwa 29 %. Solche Quoten kommen vor allem in Nischenmärkten und bei erwartungslosen Wetten vor.

Die Marge gehört zur Quote, aber sie gehört nicht zur Vorhersage. Wer eine Quote liest, liest eine Wahrscheinlichkeitsschätzung der Veranstalterin minus die Marge. Wer darauf tippt, spielt gegen eine kalibrierte Marge, die sich im Durchschnitt nicht schlagen lässt.

Value und die Frage, wann eine Quote gut genug ist

Eine Value-Wette ist eine Wette, bei der die persönliche Wahrscheinlichkeitsschätzung höher liegt als die implizite Wahrscheinlichkeit der Quote. Wer glaubt, dass die Heimmannschaft mit 60 % Wahrscheinlichkeit gewinnt, und die Quote 2.10 anzeigt (implizit 47,6 %), sieht eine Value-Situation von etwa 12,4 Prozentpunkten. Das klingt nach viel; über 100 solcher Wetten mit ähnlicher Marge bleibt netto ungefähr der Wert da, minus die Marge.

Das Problem ist die Schätzung. Wer glaubt, 60 % zu wissen, irrt sich statistisch gesehen häufig, und die Marge der Veranstalterin verschiebt die Messlatte nach oben. Value zu finden ist nicht unmöglich, aber es ist anspruchsvoll, und die meisten Spielerinnen finden über die Zeit keinen konsistenten Vorteil.

Warum kein Tipp sicher ist

Ein Pokalspiel hat in der Regel drei mögliche Ausgänge (Sieg Heimmannschaft, Unentschieden, Sieg Auswärtsmannschaft), und jeder dieser Ausgänge hat eine eigene Wahrscheinlichkeit. Über die gesamte Saison streuen sich die Ergebnisse so, dass selbst klare Favoriten verlieren. Im DFB-Pokal schlagen Drittligateams Bundesliga-Teams, und ein 1:0-Auswärtssieg eines Underdogs kommt jedes Jahr mehrfach vor.

Wer vor dem Spiel glaubt, er wisse den Ausgang, irrt sich in ungefähr der Häufigkeit, die die Quoten implizieren. Wer nach dem Spiel glaubt, er habe es immer gewusst, hat einen Gedächtnisfehler. Tipp-Sicherheit ist eine Illusion, und die Gesetze der Wahrscheinlichkeit sind hartnäckig.

Wie der DFB-Pokal im Pokal-Wettprogramm tatsächlich liegt

Der DFB-Pokal beginnt im Sommer mit der ersten Hauptrunde und endet im Frühjahr mit dem Finale in Berlin. Dazwischen liegen fünf bis sechs Runden, in denen jede Partie ein K.-o.-Spiel ist. Das hat Folgen für das Wettprogramm, denn K.-o.-Spiele werfen Fragen auf, die ein Ligaspiel nicht hat: Verlängerung, Elfmeterschiessen, Tore zählen oder nicht.

Verlängerung und Elfmeterschiessen im Wettprogramm

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer (im Fussball 90 Minuten) plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer auf «Sieg Heimmannschaft in regulärer Spielzeit» setzt, verliert diese Wette, wenn das Spiel in die Verlängerung geht und die Heimmannschaft dort verliert. Wer auf «Sieger der Partie» setzt, gewinnt auch dann, wenn die Entscheidung im Elfmeterschiessen fällt.

Der Unterschied ist praktisch wichtig: Wer das Pokalspiel tippt, sollte wissen, ob seine Wette vor oder nach dem Elfmeterschiessen ausgewertet wird. Wer es nicht weiss, läuft Gefahr, eine Wette zu platzieren, die ein anderes Ereignis abbildet als das, was er gesehen hat.

Welche Rappen-Rundung jeder Coup mitnimmt

Die Rundung auf 5 Rappen, die Sporttip bei jedem Gewinn anwendet, ist klein, aber nicht null. Wer 100 Wetten à 20 Franken auf Quoten zwischen 2.00 und 3.50 platziert, verliert in der Grössenordnung von einigen Franken durch die Rundung allein. Es ist kein entscheidender Betrag, aber er gehört zur Mechanik und sollte nicht übersehen werden, wenn jemand eine genaue Vorstellung von seinem erwarteten Ergebnis sucht.

Die Top-Anbieter für DFB-Pokal Wetten im Schweizer Markt

Wer in der Schweiz auf den DFB-Pokal wetten will, hat zwei Schweizer Veranstalterinnen und eine Reihe internationaler Marken vor sich. Die folgende Übersicht zeigt die Marken und ihre Bewilligungslage. Die beiden Schweizer Veranstalterinnen sind lizenziert, während die internationalen Marken über keine Schweizer Bewilligung verfügen.

Marke Schweizer Bewilligung Veranstalterin / ausgewiesene Lizenz
Swisslos Sporttip Ja (BGS, Gespa) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Ja (BGS, Gespa) Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne
BC.Game Nein Ausländische Lizenz, in der Schweiz nicht anerkannt (Art. 4 BGS)
22Bet Nein Ausländische Lizenz, in der Schweiz nicht anerkannt (Art. 4 BGS)
BetOnRed Nein Ausländische Lizenz, in der Schweiz nicht anerkannt (Art. 4 BGS)
20Bet Nein Ausländische Lizenz, in der Schweiz nicht anerkannt (Art. 4 BGS)
DirectionBet Nein Ausländische Lizenz, in der Schweiz nicht anerkannt (Art. 4 BGS)
BassBet Nein Ausländische Lizenz, in der Schweiz nicht anerkannt (Art. 4 BGS)
N1 Bet Nein Ausländische Lizenz, in der Schweiz nicht anerkannt (Art. 4 BGS)
Gamdom Nein Ausländische Lizenz, in der Schweiz nicht anerkannt (Art. 4 BGS)

Die Tabelle ordnet die Marken nach der einen Frage, die im Schweizer Kontext alles entscheidet: Haben sie eine Schweizer Bewilligung? Nur die ersten beiden haben eine; alles darunter sind ausländische Marken, deren Lizenz in der Schweiz keine Rechtskraft hat.

Swisslos Sporttip

Swisslos Sporttip ist die eine der beiden Veranstalterinnen, die in der Schweiz Sportwetten anbieten dürfen. Das Produkt heisst Sporttip und wird von der SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel betrieben, gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Sporttip deckt die Deutschschweizer Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH) sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein ab.

Die operativen Eckwerte sind eng gesetzt: Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, Höchsteinsatz für Einzel- und Kombinationswette CHF 1’000 und für Systemwette CHF 10’000. Die Veranstalterin kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut; Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen. Auszahlungen auf das eigene Konto sind in 365 Tagen zweimal gratis, ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % anfallen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.

Wer bei Swisslos Sporttip pokalwetten will, findet die gängigen Märkte (Sieg, Unentschieden, Doppelte Chance, Tore Über/Unter, Ergebnis zur Halbzeit), Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten vor Spielbeginn und live, den Kombiboost mit Staffelung bis 100 % Bonus bei fünfzehn Voraussagen, und Profitboosts/Quotenboosts auf ausgewählte Ereignisse. Was die Plattform nicht alles anbietet, ist ebenso aufschlussreich: abhängige Märkte derselben Partie gehen nur über den Bet-Builder, und das Wetten auf den DFB-Pokal ist auf dasjenige Programm beschränkt, das die Gespa-Liste erlaubt.

Wer hier spielt, bekommt das vollständige Schweizer Schutzpaket: Gespa-Aufsicht, Spielsperre, Verlustlimiten, eine klare Bewilligung und die Möglichkeit, sich an die Aufsicht zu wenden, wenn etwas schiefläuft. Wer aus dem Tessin kommt oder in Liechtenstein wohnt, hat hier seine Heimat, und wer aus der Deutschschweiz kommt, ebenfalls. Das Angebot ist nicht riesig, aber es ist abgedeckt, und alle Werkzeuge, die das Schweizer Recht vorsieht, sind eingebaut.

Loterie Romande Jouez Sport

Loterie Romande Jouez Sport ist die zweite zugelassene Schweizer Veranstalterin, zuständig für die Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Loterie Romande hat 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende; die Kontaktadresse lautet Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne.

Die Eckwerte für Jouez Sport liegen etwas unter denen von Sporttip: Mindesteinsatz online CHF 2 (in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2), Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen; die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette ist CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000.

Das Wettprogramm umfasst die gleichen Wettbewerbe, die auch bei Sporttip auf der Liste stehen, inklusive DFB-Pokal, Bundesligen, UEFA-Wettbewerben und weiteren nationalen und internationalen Turnieren. Was im Detail verfügbar ist, prüft die Westschweizer Plattform selbst: Eine pauschale Aussage über die Tiefe des Marktes bei DFB-Pokalspielen lässt sich aus den veröffentlichten Regeln nicht ableiten, und wer vor einer grossen Wette sicher sein will, dass sein Markt verfügbar ist, sollte dies auf der Plattform vor Wettabgabe prüfen.

Das Schutzpaket ist gleichwertig zu Sporttip: Verlustlimiten, Spielsperre, die im gemeinsamen Register der gesperrten Personen geführt wird, und Auszahlungen auf das eigene Konto. Wer in der Romandie wohnt, ist hier richtig, und wer in der Deutschschweiz wohnt, hat hier keinen Zugang.

BC.Game

BC.Game ist eine ausländische Marke, die in der Schweiz keine Bewilligung hat. Eine Lizenz im Ausland, sei es Curaçao, Malta oder Deutschland, hat in der Schweiz keine Rechtskraft (Art. 4 BGS). Die Plattform ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen und nicht durch die Gespa beaufsichtigt. Für Schweizer Spielende bedeutet das: keine Schweizer Spielsperre, die vor einem ungewollten Eingriff schützt, keine Schweizer Aufsicht, die bei Streitfällen vermittelt, und keine Schweizer Sicherheit, dass Gewinne tatsächlich ausgezahlt werden.

Wer dort spielt, akzeptiert diese Bedingungen. Es liegt keine verifizierte Information über das konkrete DFB-Pokal-Angebot, die Quoten, Limits, Auszahlungswege oder den Schutz von Minderjährigen für Schweizer Spielende vor, und es ist nicht möglich, aus den allgemeinen Geschäftsbedingungen einer ausländischen Plattform einen Schweizer Standard abzuleiten. Die Sperrliste der Gespa kann die Domain jederzeit blockieren, was beim Zugriff über Standard-Internetanschlüsse das Ende der Erreichbarkeit bedeutet, bis die Plattform eine andere Domain aufsetzt.

Die Plattform mag in anderen Märkten reguliert sein; im Schweizer Markt ist sie es nicht.

22Bet

22Bet ist eine weitere ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Eine Lizenz aus einem anderen Land, gleich wo, hat hier keine Rechtskraft, und die Plattform kann auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden. Wer in der Schweiz auf 22Bet wettet, tut dies ausserhalb des Schweizer Schutzrahmens, ohne Spielsperre-Anschluss, ohne Aufsicht und ohne Schweizer Rechtsweg.

Informationen zu Quoten, Limits oder Zahlungsbedingungen für Schweizer Spielende sind nicht verfügbar; Interessierte prüfen das Angebot direkt auf der Plattform. Wer diese Marke nutzt, tut dies auf eigenes Risiko.

BetOnRed

Auch BetOnRed ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Die fehlende Schweizer Bewilligung bedeutet konkret: kein Spielsperre-Anschluss an das Schweizer Register, kein Schutz bei Streitfällen, keine Anerkennung im Fall einer Beschwerde, und die Möglichkeit, dass die Domain auf der Gespa-Sperrliste landet, was die Erreichbarkeit aus Schweizer Anschlüssen unterbricht.

Auch für BetOnRed liegen keine verifizierten Informationen über das konkrete DFB-Pokal-Angebot, die Quotenstruktur oder die operativen Bedingungen für Schweizer Spielende vor. Wer dort spielt, verlässt den Schweizer Markt, und das ist im Kontext einer Seite über Schweizer DFB-Pokal-Wetten die zentrale Information.

20Bet

20Bet folgt dem gleichen Muster: ausländisch, ohne Schweizer Bewilligung. Die Lizenz, die 20Bet in einem anderen Land hält, gilt in der Schweiz nicht. Wer dort spielt, hat keinen Schweizer Spielerschutz, keine Schweizer Aufsicht und keinen Schweizer Rechtsweg.

Konkrete Angaben zum DFB-Pokal-Angebot, zu Quoten, Limits, Zahlungsmethoden und Auszahlungswegen für die Schweiz liegen nicht vor, und es ist aus den allgemeinen Geschäftsbedingungen eines ausländischen Anbieters kein Schweizer Standard ableitbar. 20Bet kann theoretisch auf der Gespa-Sperrliste landen; was bleibt, ist eine Plattform ausserhalb des Schweizer Rahmens.

DirectionBet

DirectionBet ist eine weitere ausländische Marke, die in der Schweiz keine Bewilligung hat. Die fehlende Bewilligung bedeutet das Fehlen des gesamten Schutzrahmens, den die BGS-Rahmenordnung vorsieht: keine Spielsperre, keine Gespa-Aufsicht, kein Schweizer Rechtsweg bei Streitigkeiten, und die Möglichkeit einer DNS-Sperre von Schweizer Anschlüssen aus.

Informationen über das spezifische DFB-Pokal-Angebot, die Quotenstruktur, Einsatzlimiten, Zahlungsmethoden und Auszahlungswege für Schweizer Spielende liegen nicht vor. Wer auf DirectionBet zugreift, tut dies ausserhalb des Schweizer Marktes.

BassBet

BassBet ist eine weitere Marke ohne Schweizer Bewilligung. Auch hier: ausländische Lizenz, in der Schweiz nicht anerkannt (Art. 4 BGS), keine Anbindung an das Schweizer Spielsperrenregister, keine Aufsicht durch die Gespa.

BassBet kann auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden, was den Zugriff aus Schweizer Anschlüssen unterbindet.

N1 Bet

N1 Bet folgt dem Muster der übrigen ausländischen Marken: keine Schweizer Bewilligung, ausländische Lizenz ohne Schweizer Rechtskraft, kein Schweizer Schutz. Wer dort spielt, hat keinen Zugang zum Schweizer Spielerschutzsystem, keinen Anspruch auf Auszahlung nach Schweizer Standards und keinen Rechtsweg in der Schweiz.

Konkrete Angaben zum DFB-Pokal-Angebot für die Schweiz liegen nicht vor; N1 Bet kann auf der Gespa-Sperrliste landen, und ein Zugriff aus Schweizer Anschlüssen ist nicht garantiert.

Gamdom

Auch Gamdom ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Die Konsequenzen für Schweizer Spielende sind identisch zu den anderen Marken ohne Bewilligung: kein Schutz durch das BGS, kein Sperrregister-Anschluss, keine Gespa-Aufsicht, mögliche DNS-Sperre.

Gamdom kann theoretisch auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden; konkrete Angaben zum DFB-Pokal-Angebot für die Schweiz liegen nicht vor. Wer dort spielt, spielt ausserhalb des Schweizer Marktes.

Was eine Auszahlung auf das eigene Konto kostet

Wer pokalwetten gewinnt, will den Gewinn ausgezahlt sehen, und genau hier unterscheiden sich die beiden Schweizer Plattformen kaum, aber zeigen doch Nuancen.

Sporttip: zweimal gratis, dann 3 % Kommission

Bei Sporttip werden Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung automatisch dem Wallet gutgeschrieben. Höhere Gewinne werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Bank- oder Postkonto überwiesen, sofern es auf den Namen der spielenden Person lautet und in der Schweiz oder in Liechtenstein liegt. Anonyme Auszahlungen oder Auszahlungen auf Krypto-Wallets gibt es hier nicht.

In 365 Tagen sind zwei Auszahlungen auf das Bank- oder Postkonto gratis. Ab der dritten Auszahlung kann Sporttip eine Kommission von 3 % belasten. Die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar; es kann nur verspielt werden.

Aufladungen des Wallets können per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein erfolgen (Mindestbetrag CHF 20). In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 Aufladung möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Das ist weniger eine Strafe als eine Mechanik, die das Konto sauber hält.

Sporttip bietet PostFinance Pay als Zahlungsart an; die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt. Welche weiteren Zahlungsarten aktiv sind, prüft die spielende Person auf der Plattform selbst.

Jouez Sport: ähnliche Mechanik, andere Höchstwerte

Bei Loterie Romande sind die Auszahlungswege vergleichbar reguliert: nur auf ein Konto im Namen der spielenden Person in der Schweiz, keine anonymen Auszahlungen. Konkrete Details zu Auszahlungsdauer und Kommissionen finden sich im Reglement Jouez Sport, 17e édition (September 2024); die genauen Werte sind auf der Plattform und in der Dokumentation zu prüfen.

Die Höchstwerte sind hier noch wichtiger: Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Wer mit kleinen Einsätzen hohe Quoten trifft, kann durchaus im Bereich dieser Werte landen, und der Deckel gilt unabhängig davon, wie viele Wetten insgesamt abgegeben wurden.

Steuerfragen, die jeder Pokalsieger irgendwann stellt

Wer in der Schweiz eine Sportwette gewinnt, fragt irgendwann: muss ich das versteuern? Die Antwort hängt von zwei Grössen ab: vom Gewinn pro Einzelwette und vom Wohnsitzkanton.

Freibetrag und Verrechnungssteuer

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelwette einkommensteuerfrei. Der Bundesfreibetrag liegt seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 pro Einzelgewinn (2025: CHF 1’070’400). Der kantonale Freibetrag ist je nach Kanton unterschiedlich; eine pauschale Aussage über den Kanton hinaus ist nicht möglich, und die Faustregel lautet: je nach Kanton liegt der Freibetrag deutlich tiefer, in einigen Kantonen gibt es keinen separaten Freibetrag und die Bundesschwelle gilt direkt.

Über dem Freibetrag wird die Verrechnungssteuer fällig: Die Veranstalterin behält 35 % des Gewinns ein, die spielende Person kann sie über die Steuererklärung zurückholen. In der Praxis gewinnen die meisten Spielenden weit unter dem Freibetrag, sodass weder Einkommensteuer noch Verrechnungssteuer anfallen.

Gewinne ausländischer Anbieter unterliegen keiner Verrechnungssteuer, weil keine Schweizer Veranstalterin sie erhebt. Im Kanton Thurgau jedoch werden Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als steuerbares Einkommen behandelt. Wer im Thurgau wohnt und auf einem ausländischen Anbieter spielt, sollte sich entsprechend informieren.

Es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz: Die Schweiz besteuert nicht die Wette, sondern den Gewinn über dem Freibetrag.

Die Auszahlung an die Quelle und die Frage der Anonymität

Die Schweizer Aufsicht verbietet anonyme Auszahlungen: Gewinne werden nur auf ein Konto im Namen der spielenden Person ausgezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS). Krypto-Auszahlungen auf externe Wallets gibt es bei lizenzierten Schweizer Anbietern nicht. Das vereinfacht die Nachvollziehbarkeit, schränkt aber die Anonymität ein, und wer Anonymität sucht, ist bei einer ausländischen Plattform ohnehin falsch.

Häufig gestellte Fragen

Dürfen Schweizerinnen und Schweizer auf den DFB-Pokal wetten, und wer darf das anbieten?

Ja, aber nur bei den beiden Schweizer Veranstalterinnen: Swisslos mit dem Produkt Sporttip (Deutschschweizer Kantone, Tessin, Liechtenstein) und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport (Westschweizer Kantone FR, GE, JU, NE, VD, VS). Beide stützen sich auf die IKV 2020, beide stehen unter der Aufsicht der Gespa, und beide arbeiten mit einer geschlossenen Auswahl an Wettbewerben und Wettarten, die die Gespa-Liste vorgibt. Ausländische Marken dürfen in der Schweiz keine Sportwetten anbieten; ihre Lizenzen haben hier keine Rechtskraft (Art. 4 BGS).

Wie werden Verlängerung und Elfmeterschiessen bei einer Pokalwette abgerechnet?

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit 90 Minuten plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer auf «Sieg in regulärer Spielzeit» tippt, verliert diese Wette, wenn die Entscheidung erst in der Verlängerung oder im Elfmeterschiessen fällt; wer auf den Sieger der Partie tippt, gewinnt weiterhin. Die genaue Auslegung ist auf dem Wettschein und im Wettprogramm zu prüfen.

Wie sinnvoll sind Wett-Tipps zum Pokalfinale, und warum ist kein Tipp sicher?

Ein Tipp ist eine Hypothese, die mit Form, Aufstellung und Quoten arbeitet; keiner ist sicher, weil das Spiel unabhängig von jeder Schätzung verläuft. Selbst klare Favoriten verlieren im Pokal regelmässig, und die Marge der Veranstalterin verschiebt die Messlatte für Value noch oben. Wer auf Tipps vertraut, sollte sich bewusst sein, dass die Wahrscheinlichkeit, mit einer einzelnen Vorhersage richtig zu liegen, ungefähr der impliziten Wahrscheinlichkeit der Quote entspricht; das heisst: Wer bei einer 1.80-Quote liegt, gewinnt statistisch seltener als jede zweite Wette. Das ist das Wesen der Wette.

Wie berechnet sich der Gewinn einer Kombiwette aus den Einzelquoten?

Die Gesamtquote einer Kombiwette ist das Produkt der Einzelquoten. Wer 10 Franken auf Quote 1.80 × 3.40 × 1.95 setzt, wettet auf eine Gesamtquote von rund 11.94 und gewinnt im Erfolgsfall 119.40 Franken brutto, also 109.40 Franken netto. Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet; bei Jouez Sport gelten Mindest- und Höchstquoten (1.10 bis 100’000) und Höchstgewinne (CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette, CHF 1’000’000 für alle Multiples zusammen).

Was bedeutet der Kombiboost von Sporttip, und welche Bedingungen gelten dafür?

Der Kombiboost erhöht den Nettogewinn einer Online-Kombiwette um einen gestaffelten Prozentsatz: 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn, 100 % bei fünfzehn. Voraussetzung ist, dass die Wette online platziert wird (Prematch, Live oder Systemwette) und dass jede Voraussage eine Mindestquote von 1.50 hat. Der Bonus ist auf den Nettogewinn limitiert, und es gelten Höchstwerte für Einsatz und Erhöhung. Wer den Boost nutzt, gewinnt im Erfolgsfall mehr, verliert aber bei einem Fehltreffer trotzdem den vollen Einsatz.

Welche Mindest- und Höchsteinsätze gelten bei Sporttip und Jouez Sport?

Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000. Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 (in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2), der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500, und ein Multiples-Schein darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Die Veranstalterinnen können die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen anpassen, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Wird ein Spiel abgesagt, was passiert mit der Wette?

Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn (oder im Rahmen eines Turniers) nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die betroffene Voraussage Quote 1.00.

Bei Turnierspielen verlängert sich die Frist, weil ein ganzer Spieltag verschoben werden kann. Das Pokal-Achtelfinale, das wetterbedingt verschoben wird, behält seine Quote, wenn es vor dem Viertelfinale ausgetragen wird. Das Pokal-Endspiel, das einmal abgesagt wird, hat andere Fristen.

Was im Notfallplan nicht steht, ist die Reaktion auf Geisterspiele, behördliche Auflagen oder Reisebeschränkungen. Die Spielregeln fangen 48 Stunden Frist ab; was ausserhalb dieser Mechanik liegt, ordnet die Veranstalterin nach eigenem Ermessen.

Inhalt erstellt vom Team «asiahandicapch»