Wo League of Legends Wetten in der Schweiz möglich sind – und wo nicht

Updated Oktober 2026
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League of Legends ist eines der meistgesehenen E-Sport-Spiele der Welt, und jedes Jahr im Herbst dreht sich die Aufmerksamkeit um die Worlds, das WM-Turnier der Szene. Wer in der Schweiz auf einen League-of-Legends-Match wetten will, stösst schnell auf eine Besonderheit: Die beiden einzigen Anbieter mit Schweizer Bewilligung, Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport, führen E-Sport nicht im Programm. Wer dennoch eine Wette platziert, spielt ausnahmslos bei einem ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Für Schweizer Spielende ist es daher wichtig zu verstehen, was eine ausländische Lizenz rechtlich bedeutet, welche Risiken beim Zugang über das Internet bestehen und wie sich das Sicherheitsniveau von bewilligten und nicht bewilligten Anbietern unterscheidet.

Ein Headset und eine Computermaus liegen auf einem dunklen Schreibtisch, daneben ein Becher mit dampfendem Tee.
Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig.

Stand: Oktober 18, 2026 · Geprüft gegen die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten (Version 10.09.2026) und die Sporttip-Spielregeln (Version 4.2).

League of Legends als Wettgegenstand

League of Legends ist ein «Multiplayer Online Battle Arena»-Spiel des US-amerikanischen Entwicklers Riot Games, das seit 2009 in kompetitiven Ligen gespielt wird. Auf professioneller Ebene organisiert Riot zwei grosse regionale Ligen, die League of Legends Championship Series (LCS) in Nordamerika und die League of Legends EMEA Championship (LEC) in Europa, dazu regionale Turniere in Asien und Südamerika. Den Höhepunkt des Jahres bildet die Worlds-Meisterschaft, ein internationales Turnier, das jedes Jahr im Spätsommer beginnt und im Herbst in einem grossen Stadion endet. Daneben gibt es regionale Saisons, Mid-Season-Invitationals und einen eigenen Akademie-Wettbewerb.

Eine Reihe leerer Bürostühle steht vor einer dunklen Wand in einem Raum mit gedämpftem Licht.
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.

Für Wetten ist das Turnier interessant, weil es einen klaren Sieger produziert und die Spiele über mehrere Wochen hinweg stattfinden. Wer auf League of Legends wettet, setzt typischerweise auf den Sieger einer Begegnung (eine einfache Moneyline-Wette), auf den Turniersieger, auf die Anzahl der gespielten Karten in einem Best-of-Five oder auf Handicap-Linien. Bei grossen Turnieren wie den Worlds oder dem Mid-Season-Invitational ist das Wettangebot ausländischer Anbieter entsprechend breit, bei kleineren regionalen Ligen oft schmal oder nicht vorhanden.

Der Spielplan als Einstieg

Wer eine Wette auf League of Legends platzieren will, beginnt am besten mit dem Spielplan. Der ist öffentlich und kostenlos einsehbar, unter anderem auf lolesports.com, der offiziellen Wettkampfseite von Riot Games. Dort stehen Begegnungen, Daten und Zeiten der laufenden Saison, und während der Worlds im Herbst sind mehrere Spieltage parallel sichtbar. Die Seiten der grossen Ligen (LEC in Europa, LCS in Nordamerika, LCK in Korea, LPL in China) veröffentlichen ebenfalls ihre Termine, oft Wochen im Voraus.

Ein Stadtbus fährt an einem regnerischen Abend durch eine Strasse mit Pfützen, die Lichter spiegeln sich im Asphalt.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Oberlimite CHF 9'999, unter 21 Jahren CHF 1'000).

Diese Sichtbarkeit ist die Grundlage jeder Wette: Ohne feststehende Begegnung kein Wettmarkt, ohne klare Regeln keine faire Auswertung. Bei den Worlds wird im K.-o.-System gespielt, das heisst jede Niederlage kann das Turnier beenden, was die Moneyline-Wette zum dominanten Markt macht. In der Gruppenphase, in der jedes Team mehrmals spielt, kommen Handicap- und Kartenlinien hinzu. Wer das Turnierformat nicht kennt, kann die Quote nicht lesen.

Was Schweizer Bewilligung bedeutet – und weshalb E-Sport fehlt

Schweizer Sportwetten sind ein Grossspiel im Sinn des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) und werden von der Gespa, der interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern, beaufsichtigt. Eine Bewilligung braucht es für die Veranstalterin und für jedes einzelne Spiel; die ausgestellte Bewilligung gilt nur in der Schweiz, eine ausländische Lizenz hat hier keine Wirkung (Art. 4 BGS).

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit Sitz in Basel und Produkt Sporttip, sowie die Loterie Romande mit Sitz in Lausanne und Produkt Jouez Sport. Beide decken klar definierte Vertragsgebiete ab. Swisslos führt Sporttip in den Deutschschweizer Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durch. Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Ein Online-Konto bei einem der beiden gibt es nur für Personen mit Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet; eine Anmeldung ausserhalb dieses Gebiets ist nicht möglich.

Was gewettet werden darf, legt die Gespa in einer geschlossenen Liste fest. Es dürfen nur Sportereignisse sein, und es dürfen nur diejenigen Wettarten und Wettbewerbe sein, die auf der Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten stehen. Die aktuelle Version datiert vom 10.09.2026 und enthält keinen E-Sport-Abschnitt. E-Sport taucht in dieser Liste nicht auf, und damit gibt es auf der bewilligten Seite schlicht kein Wettangebot für League of Legends. Diese Lücke ist keine Nachlässigkeit der Anbieter, sondern die direkte Folge der Liste, an die Swisslos und Loterie Romande gebunden sind.

Folgen für Swisslos und Loterie Romande

Wer bei Swisslos oder der Loterie Romande ein Konto eröffnet, kann dort keine League-of-Legends-Wette platzieren. Das Sporttip-Programm umfasst Fussball, Eishockey, Tennis, Basketball, Handball, Unihockey und weitere klassische Sportarten, dazu Randsportarten wie Darts oder Snooker, aber keinen E-Sport. Wer in der Schweiz wettet, hat also zwei Optionen: bei einem Schweizer Anbieter auf eine andere Disziplin ausweichen, oder bei einem ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielen. Beide Wege haben ihren Preis, und beide stehen am Ende dieser Seite nochmals nebeneinander.

Warum ausländische Anbieter die Lücke füllen

Weil die Schweizer Bewilligungsinhaber E-Sport nicht anbieten dürfen, bedienen ausländische Buchmacher die Nachfrage. Sie sind in der Regel in Curaçao, Malta oder auf den Philippinen lizenziert, einige werben mit Lizenzen aus Deutschland oder dem Vereinigten Königreich, und ihr Angebot reicht von klassischen Buchmachern mit vollständigem Wettprogramm bis zu reinen E-Sport-Plattformen. Für Schweizer Spielende heisst das: Die Seite ist erreichbar, die Wette lässt sich platzieren, die Auszahlung erfolgt in der Regel innert weniger Tage, aber die Seite hat keine Schweizer Bewilligung, ist nicht an die Spielsperre angeschlossen und kann auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden.

Die Gespa führt eine Sperrliste, eine Liste ausländischer Domains, die Schweizer Internetanbieter per DNS-Sperre blockieren. Ende 2025 standen 671 Domains auf dieser Liste; die Gespa tauscht blockierte Domains innert Stunden durch neue Domains aus, ein Vorgehen, das sie als «Domain-Hopping» bezeichnet. Wer auf eine gesperrte Seite stösst, sieht in der Regel eine schwarze Seite mit dem Hinweis der Gespa, nicht die Wettseite selbst. Das macht die Sache für die Schweizer Spielenden unzuverlässig: Eine Seite, die heute erreichbar ist, kann morgen blockiert sein, und die ausländischen Anbieter reagieren mit ständig neuen Domains.

Was die fehlende Bewilligung konkret bedeutet

Eine fehlende Schweizer Bewilligung hat vier handfeste Folgen für die Spielenden. Erstens: Die Seite ist nicht an das Schweizer Spielsperrenregister angeschlossen. Wer sich bei Swisslos selbst sperrt, ist auf einer ausländischen Seite trotzdem spielberechtigt, und eine Spielsperre, die ein Spieler auf der ausländischen Seite setzt, gilt nur dort. Zweitens: Es gibt keine Schweizer Aufsicht. Bei Streit über eine Auszahlung, eine stornierte Wette oder eine blockierte Auszahlung hilft die Gespa nicht; der Rechtsweg führt ins Ausland, in der Regel an den Sitz des Anbieters. Drittens: Die Spielendenidentität wird nicht zwingend gegen Schweizer Datenbanken geprüft, und das Selbstsperren-System funktioniert anders als in der Schweiz. Viertens: Die ausländische Seite kann von der Gespa jederzeit auf die Sperrliste gesetzt werden, was den Zugang von einem Tag auf den anderen unterbricht.

Wer bei einer ausländischen Seite spielt, sollte sich bewusst sein, dass die Werbung mit «lizenziert in Malta» oder «lizenziert in Curaçao» für die Schweiz rechtlich bedeutungslos ist. Art. 4 BGS stellt klar, dass eine ausländische Bewilligung in der Schweiz keine Wirkung entfaltet. Die Anbieter begeben sich mit jedem Schweizer Kunden in eine Grauzone, und das Werben für sie kann nach Art. 74 Abs. 3 BGS mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 bestraft werden, das Anbieten selbst nach Art. 130 BGS mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe.

Die bewilligten Schweizer Anbieter im Überblick

Swisslos Sporttip

Swisslos, die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Das Sportwetten-Angebot läuft unter dem Namen Sporttip und ist im Vertragsgebiet aktiv: den Deutschschweizer Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Ein Online-Konto gibt es nur für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in diesem Gebiet.

Die Sporttip-Spielregeln (Version 4.2) regeln die Wetten bis ins Detail. Mindestens 18 Jahre alt muss man sein, wer als Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses nicht wetten, und pro Person ist nur ein Konto zugelassen. Die Identität wird über einen hochgeladenen Ausweis geprüft, der gegen Adressdatenbanken abgeglichen wird. Wer sich registriert, muss vor der ersten Wette Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999, für unter 21-Jährige gilt eine Oberlimite von CHF 1’000. Eine Senkung der Limite tritt sofort in Kraft, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich kann man eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen.

Sporttip bietet eine breite Palette an Wettmärkten auf klassische Sportarten. Der Mindesteinsatz liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 für Einzel- und Kombiwetten, bei CHF 10’000 für Systemwetten. Swisslos kann diese Limiten jederzeit und ohne Angabe von Gründen anpassen, eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Der Gewinn berechnet sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombiwetten aus Einsatz mal Gesamtquote; der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Live-Wetten sind zugelassen, und Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out, ohne Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Wettgewinn ohne vorzeitige Auszahlung, hängt vom Spielstand ab und wird von Swisslos nicht für jeden Markt garantiert.

Beim Sporttip-Kombiboost, der nur online für Prematch-, Live- und Systemwetten gilt, muss man mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50 kombinieren; der Bonus auf den Nettogewinn steigt von 5 % bei vier Voraussagen auf 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert, und der Boost verfällt bei einem Cash-Out. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Ereignisses um einen angegebenen Prozentsatz, beide sind pro Person nur einmal nutzbar.

Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombiwetten erhält die betroffene Voraussage die Quote 1.00. Gewinne, die nicht innert 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Swisslos-Zwecks. Wer mit einer verweigerten Auszahlung nicht einverstanden ist, hat 10 Tage Zeit, per eingeschriebenem Brief Einsprache zu erheben.

Bezahlt wird das Swisslos-Wallet per Online-Zahlung oder Einzahlungsschein, der Mindestbetrag liegt bei CHF 20, in 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Als Online-Zahlungsart bietet Swisslos PostFinance Pay an, bei der die Transaktion direkt in der PostFinance App bestätigt wird. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben, Gewinne über CHF 1’000 innert 3 Arbeitstagen auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen. Auszahlungen von Spielguthaben sind zweimal pro 365 Tage gratis, ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % anfallen, die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.

Sporttip ist über Swisslos.ch und die Sporttip App für iOS und Android erreichbar; in der App zusammengestellte Wetten können per QR-Code an einer Sporttip-Verkaufsstelle gespielt werden. Swisslos hat 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio. ausgeschüttet, davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz; aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio., 2024 waren es noch CHF 122 Mio. Für League of Legends und andere E-Sport-Titel bleibt das Programm aber verschlossen, und auch das ausführlichste Sporttip-Konto hat keinen Worlds-Markt.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande, offiziell Société de la Loterie de la Suisse Romande, betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Loterie Romande zählt nach eigenen Angaben 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und beschäftigt 221 Mitarbeitende, die Kontaktadresse lautet Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Ein Online-Konto bei Jouez Sport steht nur Personen mit Wohnsitz im Vertragsgebiet offen.

Die Rahmenbedingungen entsprechen im Wesentlichen denen von Sporttip: Volljährigkeit, eine Spielsperre schliesst die Teilnahme aus, eine Identitätsprüfung erfolgt bei der Registrierung, und die Verlustlimiten sind vor der ersten Wette zu setzen. Das Wettangebot deckt die gleichen klassischen Sportarten ab, mit Schwerpunkten auf Fussball, Eishockey, Tennis und Radsport. E-Sport ist auch hier kein Teil des Programms; wer auf League of Legends wetten will, kann sich zwar registrieren, findet aber kein passendes Wettangebot.

Die Loterie Romande ist für Westschweizer Spielende der zweite bewilligte Anbieter, und für sie gilt dasselbe wie für Swisslos-Kunden: voller Schutz durch die Schweizer Bewilligung, aber kein E-Sport im Programm. Wer in der Westschweiz lebt und trotzdem auf League of Legends wetten will, hat keinen bewilligten Weg.

Die ausländischen Anbieter im Überblick

Die folgende Übersicht fasst den Bewilligungsstatus der besprochenen Anbieter zusammen:

Anbieter Bewilligungsstatus Veranstalter / Lizenz
Swisslos Sporttip Schweizer Bewilligung Swisslos
Loterie Romande Schweizer Bewilligung Loterie Romande
Betovo keine Schweizer Bewilligung nicht ausgewiesen
Coolzino keine Schweizer Bewilligung nicht ausgewiesen
PowBet keine Schweizer Bewilligung nicht ausgewiesen
Betwinner keine Schweizer Bewilligung nicht ausgewiesen
Betify keine Schweizer Bewilligung nicht ausgewiesen
Jackbit keine Schweizer Bewilligung nicht ausgewiesen
Sportaza keine Schweizer Bewilligung nicht ausgewiesen
BetAlright keine Schweizer Bewilligung nicht ausgewiesen

Die folgenden Anbieter sind nicht in der Schweiz bewilligt. Sie sind in der Regel in Curaçao, Malta oder auf den Philippinen lizenziert, und ihre Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung. Sie können auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden, was den Zugang aus der Schweiz jederzeit blockieren kann. Sie sind keine sichere Wahl, nur weil ihre Seite erreichbar ist, und ihre Bewertung folgt anderen Kriterien als die eines bewilligten Anbieters. Wer bei einem dieser Anbieter spielt, sollte sich bewusst sein, dass im Streitfall der Rechtsweg ins Ausland führt, dass die Spielsperre dort nicht mit der Schweizer Spielsperre verbunden ist und dass Werbung für diese Anbieter in der Schweiz nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten ist.

Betovo

Betovo ist ein internationaler Anbieter, der mit einem vollständigen Wettprogramm auf Sportarten aus aller Welt wirbt, einschliesslich eines E-Sport-Bereichs, in dem League of Legends üblicherweise mit Markets auf den Sieger einer Begegnung, auf Kartensieger und auf den Turniersieger vertreten ist. Für Schweizer Spielende gilt: keine Schweizer Bewilligung, kein Anschluss an die Spielsperre, keine Schweizer Aufsicht. Eine Beurteilung der Quoten, der Auszahlungsdauer und der Bonusbedingungen ist hier nicht möglich, weil die Seite ohne Schweizer Bewilligung und damit ohne den Schutzrahmen arbeitet, der eine solche Beurteilung sinnvoll machen würde.

Coolzino

Coolzino kombiniert ein Sportwetten-Angebot mit einem Casino-Bereich und ist auf verschiedene europäische Märkte ausgerichtet. League of Legends ist in der Regel Teil des E-Sport-Programms, mit Wetten auf Sieger und Turnierausgang. Wie bei allen Anbietern ohne Schweizer Bewilligung: keine Spielsperre, keine Schweizer Aufsicht, mögliche Sperrung durch die Gespa. Wer dort spielt, tut dies ausserhalb des Schweizer Schutzrahmens.

PowBet

PowBet bewirbt ein klassisches Sportwetten-Angebot mit einem integrierten E-Sport-Bereich, der League of Legends, Dota 2 und Counter-Strike umfasst. Die Seite ist in mehreren Sprachen verfügbar, Lizenzangaben verweisen typischerweise auf Curaçao. Für Schweizer Spielende gilt dieselbe Einschränkung: keine Schweizer Bewilligung, keine Verbindung zur Spielsperre, keine Schweizer Aufsicht.

Betwinner

Betwinner ist einer der grösseren internationalen Anbieter, mit einem breiten Sportwetten- und E-Sport-Programm. League of Legends ist während der Worlds-Saison und der regionalen Ligen vollständig abgedeckt, oft mit einem breiten Marktangebot. Lizenzangaben beziehen sich in der Regel auf Curaçao. In der Schweiz ist der Anbieter ohne Bewilligung aktiv. Das bedeutet: Kein Schutz durch das Schweizer Spielsperrenregister, keine Kontrolle durch die Gespa und im Streitfall kein Rechtsweg im Inland.

Betify

Betify kombiniert Sportwetten und Casino und richtet sich an ein jüngeres Publikum. E-Sport ist Teil des Angebots, mit League of Legends als einem der Hauptmärkte. Lizenzangaben verweisen je nach Region auf Curaçao oder eine andere Offshore-Behörde. Für Schweizer Spielende: keine Bewilligung, kein Schutz, mögliche DNS-Sperre.

Jackbit

Jackbit tritt als reiner Online-Anbieter mit einem Fokus auf Kryptowährungen auf. Das E-Sport-Programm umfasst League of Legends, Counter-Strike und Dota 2. Lizenzangaben beziehen sich auf Curaçao. Da der Anbieter keine Schweizer Bewilligung besitzt, entfällt der Zugang zum schweizweiten Spielsperrenregister und der Schutz durch die Schweizer Geldspielaufsicht Gespa vollständig.

Sportaza

Sportaza ist ein internationaler Anbieter mit breitem Sportwetten- und E-Sport-Angebot. League of Legends ist Teil des Standardprogramms. Lizenzangaben verweisen auf Curaçao. Für Schweizer Spielende: keine Bewilligung, kein Schutz, mögliche Sperrung.

BetAlright

BetAlright ist ein weiterer internationaler Anbieter mit E-Sport-Programm, das in der Regel League of Legends einschliesst. Lizenzangaben verweisen auf eine Offshore-Behörde. Auch bei diesem Anbieter gilt: Es besteht keine Schweizer Bewilligung. Spielerinnen und Spieler müssen sich bewusst sein, dass der Anbieter nicht an das Schweizer Sperrsystem angeschlossen ist und eine mögliche DNS-Sperre durch Internetanbieter jederzeit den Zugang unterbinden kann.

Was die ausländischen Anbieter gemeinsam haben

Allen ausländischen Anbietern fehlt die Schweizer Bewilligung, allen fehlt der Anschluss an die Spielsperre, und alle können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden. Einige punkten mit Bonusangeboten, andere mit besonders breiten E-Sport-Märkten, aber keiner bietet den Schutz, den eine Schweizer Bewilligung mit sich bringt: keine verifizierte Identität gegen Schweizer Datenbanken, keine selbstgesetzten Verlustlimiten mit gesetzlicher Senkungsfrist, keine Spielsperre, die für die ganze Schweiz gilt, und keine Aufsicht, an die man sich bei Streit wenden kann. Wer bei einem dieser Anbieter spielt, sollte sich bewusst sein, dass die Werbung mit «lizenziert in Malta» oder «100 % sicher» für die Schweiz rechtlich bedeutungslos ist.

Spielerschutz bei Schweizer Bewilligung

Verlustlimiten, die vor der ersten Wette stehen

Bei Sporttip und Jouez Sport müssen Spielende vor der ersten Wette Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999 pro Zeiteinheit, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung tritt sofort in Kraft, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden, in den Statuten sind 24 Stunden vorgesehen, Swisslos wendet 72 Stunden an. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen, die unabhängig von der Verlustlimite greift.

Diese Limite sind Selbstschutz, nicht Staatsschutz. Sie setzen voraus, dass der Spielende sie bewusst wählt und nicht im Nachhinein erhöht, weil eine schlechte Wette zurückgewonnen werden soll. Die Obergrenze von CHF 9’999 ist hoch, sie ist nicht als tägliche Limite gedacht, sondern als absolute Obergrenze, die in keiner Periode überschritten werden darf. Wer mit kleineren Einsätzen spielt, setzt die Limite tiefer und passt sie an die eigene Situation an. Eine Senkung der Limite ist die wichtigste Funktion, weil sie sofort wirkt, eine Erhöhung braucht 72 Stunden Bedenkzeit.

Die Spielsperre und das schweizweite Register

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Die Spielsperre ist im Geldspielgesetz (Art. 80–82 BGS) geregelt, sie umfasst den Ausschluss überschuldeter oder spielsüchtiger Personen und die Selbstsperrung, beide werden in ein gemeinsames Register eingetragen. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden, mit Beteiligung einer Fachstelle.

Die Spielsperre funktioniert, weil die bewilligten Anbieter an das Register angeschlossen sind und die Identität jedes Spielenden bei der Anmeldung gegen das Register prüfen. Wer gesperrt ist, kann kein neues Konto eröffnen, weder bei Swisslos noch bei der Loterie Romande, weder in einem Schweizer Casino noch online. Ausländische Anbieter sind nicht an das Register angeschlossen, eine Spielsperre bei Swisslos schützt nicht vor einer Anmeldung bei einem ausländischen Buchmacher, und eine Spielsperre bei einem ausländischen Anbieter schützt nicht vor einer Anmeldung bei Swisslos.

Identitätsprüfung und ein Konto pro Person

Bei Swisslos braucht es für die Online-Registrierung mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet und keine bestehende Spielsperre, jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Bei Sporttip sind Wetten ab 18 Jahren erlaubt, Personen unter 18 Jahren sind ausgeschlossen, und wer als Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses nicht wetten.

Die Identitätsprüfung ist die Grundlage der Spielsperre: Ohne verifizierte Identität kann das Register nicht geprüft werden, ohne Register kann die Spielsperre nicht durchgesetzt werden. Ausländische Anbieter verlangen in der Regel ebenfalls eine Identitätsprüfung, oft aber nur gegen das eigene Register, nicht gegen das schweizweite Sperrregister. Das heisst: Wer bei einem ausländischen Anbieter gesperrt ist, kann sich bei einem anderen ausländischen Anbieter ohne Weiteres anmelden, und die Spielsperre, die ein Spieler im Inland setzt, gilt im Ausland nicht.

Beratung und Hilfe

Wer merkt, dass das Wetten ausser Kontrolle gerät, kann sich an die Fachstellen wenden, die im Geldspielgesetz vorgesehen sind. Die Spielsperre wird mit Beteiligung einer Fachstelle aufgehoben, die Anbieter sind verpflichtet, auf solche Stellen hinzuweisen, und die Gespa führt eine Liste anerkannter Beratungsangebote. Die Angebote sind kostenlos und anonym. Eine Spielsperre, die ohne Fachstelle aufgehoben wird, ist rechtlich nicht möglich.

Besteuerung von Wettgewinnen

Schweizer Gewinne: steuerfrei bis zum Freibetrag

Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen, zu denen Sportwetten gehören, sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn und werden erst darüber besteuert. Der Bund hat den Freibetrag auf CHF 1’071’000 ab 1.1.2026 festgelegt, 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Die Kantone setzen ihre eigenen Freibeträge, daher variiert die Schwelle je nach Kanton. Über dem Freibetrag behält die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann.

Für die meisten Spielenden ist der Freibetrag irrelevant, weil ein einzelner Gewinn aus einer Sportwette diesen Betrag nicht erreicht. Wer also bei Sporttip eine Wette gewinnt, muss den Gewinn nicht in der Steuererklärung angeben und zahlt keine Einkommenssteuer darauf. Liegt der Gewinn über dem Freibetrag, wird die Verrechnungssteuer automatisch abgezogen und kann über die Steuererklärung zurückgeholt werden.

Ausländische Gewinne: anders behandelt

Gewinne von ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, weil die ausländische Veranstalterin sie nicht abzieht. Ob sie einkommenssteuerpflichtig sind, hängt vom Kanton ab. Im Kanton Thurgau werden Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag als voll steuerbares Einkommen behandelt. Andere Kantone gehen anders damit um. Eine seriöse Antwort gibt hier nur die kantonale Steuerverwaltung oder ein Steuerberater. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, sollte den Gewinn dokumentieren und im Zweifelsfall beim Steueramt nachfragen.

Quotenkalkül: Was eine Wette wirklich kostet

Jede Wette enthält eine Marge, den Anteil, den der Anbieter vom Einsatz einbehält. Diese Marge ist die Differenz zwischen dem, was die Spielenden zusammen einsetzen, und dem, was sie bei einer fairen Auszahlung zurückbekommen würden. Bei einer Zweiwege-Wette mit zwei gleich wahrscheinlichen Ausgängen wäre die faire Quote 2.00 auf jeden Ausgang, der Anbieter müsste 100 % des Einsatzes auszahlen. Die Realität sieht anders aus: Die Quoten auf beide Seiten liegen leicht unter 2.00, und genau diese Differenz ist die Marge.

Ein Beispiel zeigt die Rechnung. Eine illustrative Zweiwege-Wette steht bei 1.90 auf jede Seite. Die Auszahlungsquote ist 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1 ÷ 1,0526 = 0,95, also 95 %. Die Marge ist 100 % − 95 % = 5 %. Mit anderen Worten: Von jedem eingesetzten Franken behält der Anbieter fünf Rappen, 95 Rappen werden an die Spielenden ausgeschüttet. Bei längeren Wetten, also Kombiwetten mit vielen Voraussagen, ist die Marge höher, weil jede Voraussage ihren eigenen Abschlag trägt und die Multiplikation der Quoten die kombinierte Marge vergrössert.

Diese Marge ist nicht versteckt, sie ist der Preis der Wette. Wer seine langfristige Erwartung kennen will, muss die Marge kennen: 5 % Marge bedeutet, dass 5 % des Einsatzes statistisch beim Anbieter bleiben, unabhängig davon, wer gewinnt. Wer auf Dauer gewinnen will, muss die Marge des Anbieters über seine eigene Trefferquote ausgleichen, und das ist die Disziplin, die das Wetten von der Lotterie unterscheidet. Die Auszahlungsquote 95 % ist ein typischer Wert für grosse Zweiwege-Märkte, bei Nischenmärkten und exotischen Wettarten liegt sie tiefer, bei 90 % oder darunter.

Wie eine Wette bei Sporttip abläuft

Wer bei Swisslos ein Konto eröffnet, durchläuft einen festen Ablauf. Zuerst die Registrierung mit Ausweis und Adressnachweis, dann die Festlegung der Verlustlimiten, dann die erste Einzahlung, dann die Wette. Die Verlustlimite wird im Konto gesetzt, die Einzahlung erfolgt per PostFinance Pay oder Einzahlungsschein, das Wallet zeigt das Guthaben an. Eine Wette wird im Wettschein zusammengestellt, mit Auswahl der Begegnung, der Wettart und des Einsatzes, der Wettschein wird bestätigt, und das Ergebnis wird nach Spielende gutgeschrieben.

Bei Einzelwetten wird der Gewinn mit Einsatz × Quote berechnet, bei Kombiwetten mit Einsatz × Gesamtquote, wobei die Gesamtquote das Produkt der Einzelquoten ist. Cash-Out ist als vollständige Auszahlung verfügbar, nicht als Teilauszahlung, und der Betrag hängt vom Spielstand ab. Wird das Ereignis abgesagt und nicht nachgeholt, ist die Wette ungültig und der Einsatz wird zurückerstattet, in Kombiwetten erhält die betroffene Voraussage die Quote 1.00.

Die Auszahlung erfolgt auf das registrierte Bank- oder Postkonto. Bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung wird der Gewinn automatisch dem Wallet gutgeschrieben, darüber wird er innert 3 Arbeitstagen überwiesen. Wer eine Auszahlung auf das eigene Konto beantragt, kann das zweimal pro Jahr kostenlos tun, ab der dritten Auszahlung fällt eine Kommission von 3 % an. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.

Was Spielerinnen und Spieler konkret entscheiden müssen

Wer in der Schweiz auf League of Legends wetten will, steht vor einer klaren Wahl, und die Wahl hat drei Dimensionen. Erstens: Wettet man bei einem bewilligten Schweizer Anbieter, oder bei einem ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung? Die Schweizer Bewilligung bedeutet vollen Schutz, aber kein League-of-Legends-Angebot, die ausländische Seite bedeutet Zugang zum Spiel, aber keinen Schutz. Zweitens: Wie wichtig ist die Spielsperre, die mit dem Schweizer Register verbunden ist? Wer sich selbst sperren will, ist bei der Schweizer Seite geschützt, bei einer ausländischen nicht. Drittens: Wie wichtig ist die Auszahlungssicherheit? Schweizer Auszahlungen gehen auf das eigene Schweizer Konto, sind nachvollziehbar und greifbar, ausländische Auszahlungen können in Kryptowährung, in Wartezeiten oder in Streitfällen enden.

Für die meisten Spielenden, die ohnehin nur gelegentlich auf eine Begegnung setzen wollen, ist die Frage weniger eine Schutz- als eine Verfügbarkeitsfrage: Sie wollen auf League of Legends wetten, und sie können es bei Swisslos und Loterie Romande nicht. Wer aus dieser Situation ausbrechen will, muss sich bewusst sein, dass er den Schweizer Schutz verlässt, und diese Entscheidung sollte bewusst und nicht nebenbei getroffen werden. Wer trotzdem spielt, sollte die Spielsuchtprävention im Auge behalten, sich selber Limite setzen, auch wenn die Seite das nicht verlangt, und die Quotenmarge als Preis der Wette verstehen.

Praktische Schritte, falls der Weg ins Ausland führt

Wer sich entscheidet, bei einem ausländischen Anbieter zu spielen, sollte einige Dinge beachten. Die Seite sollte nur über eine sichere Verbindung genutzt werden, idealerweise über ein vertrauenswürdiges VPN, falls die Seite in der Schweiz gesperrt ist. Die Identitätsprüfung ist Pflicht, und der Anbieter sollte den Ausweis verlangen, ohne Identitätsprüfung ist die Seite kein verlässlicher Geschäftspartner. Die Verlustlimite sollte selbst gesetzt werden, auch wenn die Seite das nicht vorsieht, am besten mit einer App oder einem Bankkonto-Limit. Die Auszahlung sollte zuerst mit einem kleinen Betrag getestet werden, bevor man grössere Beträge einzahlt. Wer die Welt der Schweizer Bewilligung verlässt, übernimmt Verantwortung, die sonst das Gesetz übernimmt.

Gespa und die Sperrliste

Die Gespa, die interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, beaufsichtigt die bewilligten Schweizer Anbieter und führt die Sperrliste der ausländischen Domains. Die Sperrliste wurde erstmals am 3. September 2019 veröffentlicht und enthielt Ende 2025 671 Domains. Schweizer Internetanbieter blockieren diese Domains per DNS, das heisst, der Versuch, die Seite aufzurufen, landet in einer schwarzen Seite mit dem Hinweis der Gespa, nicht auf der Wettseite.

Die Sperrliste ist dynamisch: Sobald die Gespa eine Domain sperrt, registriert der Anbieter oft eine neue, und die Gespa nimmt diese neue Domain innert Stunden auf die Liste. Dieses Vorgehen nennt die Gespa «Domain-Hopping», und sie hat in der Vergangenheit Anbieter wie Interwetten, Bet-at-Home und bet365 als Beispiele genannt. Aus Sicht der Spielenden heisst das: Eine Seite, die heute erreichbar ist, kann morgen blockiert sein, und eine Seite, die gestern blockiert war, kann heute unter einer neuen Domain erreichbar sein. Diese Dynamik ist kein Zeichen von Schwäche der Sperrung, sondern Ausdruck der grenzüberschreitenden Natur des Internets.

FAQ: Häufige Fragen zu League of Legends Wetten in der Schweiz

Sind Wetten auf League of Legends bei Swisslos oder der Loterie Romande möglich?

Nein. E-Sport steht nicht auf der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten (Version 10.09.2026), und nur Ereignisse auf dieser Liste dürfen von den bewilligten Schweizer Veranstalterinnen angeboten werden. Weder Swisslos mit Sporttip noch die Loterie Romande mit Jouez Sport führen League of Legends oder andere E-Sport-Titel im Wettprogramm. Wer in der Schweiz auf League of Legends wetten will, ist auf ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung angewiesen, mit den entsprechenden Folgen für Spielsperre, Aufsicht und Besteuerung.

Was bedeutet es, dass E-Sport nicht auf der Liste der Gespa steht?

Die Gespa-Liste ist die abschliessende Aufzählung der Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, die in der Schweiz von bewilligten Anbietern gewettet werden dürfen. E-Sport fehlt in dieser Liste, und damit ist es Swisslos und der Loterie Romande untersagt, entsprechende Wetten anzubieten, auch wenn die Nachfrage vorhanden wäre. Die Liste wird regelmässig aktualisiert, eine Aufnahme von E-Sport ist derzeit nicht absehbar. Wer E-Sport wetten will, kann dies in der Schweiz nur bei einem ausländischen Anbieter tun.

Welchen Schutz bietet eine Schweizer Bewilligung, den eine ausländische Seite nicht bietet?

Eine Schweizer Bewilligung bringt vier Schutzebenen mit sich: verifizierte Identität gegen Schweizer Datenbanken, selbstgesetzte Verlustlimiten mit gesetzlicher Senkungsfrist, Spielsperre mit Eintrag im schweizweiten Register, und Aufsicht durch die Gespa, an die man sich bei Streit wenden kann. Ausländische Anbieter haben keine dieser Schutzebenen, ihre Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung, und sie sind nicht an die Spielsperre angeschlossen. Im Streitfall führt der Rechtsweg ins Ausland, an den Sitz des Anbieters.

Wie werden Gewinne von Anbietern ohne Schweizer Bewilligung besteuert?

Gewinne von ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Schweizer Verrechnungssteuer, weil die ausländische Veranstalterin sie nicht abzieht. Ob sie einkommenssteuerpflichtig sind, hängt vom Kanton ab, im Kanton Thurgau sind Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag voll steuerbares Einkommen. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, sollte den Gewinn dokumentieren und bei der kantonalen Steuerverwaltung oder einem Steuerberater nachfragen, wie der konkrete Kanton solche Gewinne behandelt.

Welche Verlustlimiten müssen bei einem Schweizer Veranstalter vor der ersten Wette gesetzt werden?

Bei Sporttip und Jouez Sport müssen vor der ersten Wette Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999 pro Zeiteinheit, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung tritt sofort in Kraft, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden, in den Statuten sind 24 Stunden vorgesehen, Swisslos wendet 72 Stunden an. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen. Die Limite sind Selbstschutz, sie werden vom Spielenden gewählt und nicht vom Staat vorgegeben.

Inhalt erstellt vom Team «asiahandicapch»